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Stadtallendorf trumpft im Derby auf

Fußball-Hessenliga Stadtallendorf trumpft im Derby auf

Kein spielerisch spektakuläres, dafür aber ein torreiches Derby sahen 700 Zuschauer im Herrenwaldstadion, wo der FC Ederbergland mit dem 0:5 (0:1) gegen Eintracht Stadtallendorf noch gut bedient war.

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Stadtallendorfs Valon Ademi (rechts) zieht an Ederberglands Dennis Lepper vorbei. Der Ex-Stadtallendorfer gehörte dennoch zu den besseren Spielern bei den Gästen.Foto: Tobias Hirsch

Quelle: Tobias Hirsch

Stadtallendorf. Stadtallendorf. Wenn der Torwart bei einer 0:5-Niederlage zu den besten Spielern zählt, dann sagt dies genug über die Leistung einer Mannschaft aus. So geschehen am Samstag, als sich der FC Ederbergland bei seinem Keeper Philipp Hartmann bedanken durfte, dass der Aufsteiger nicht völlig vorgeführt wurde.

Wären die Stadtallendorfer bei bestem Fußballwetter durch die allein vor dem Kasten zum Schuss gekommenen Okay Yildirim (45.+1), Valon Ademi (67.) und Del-Angelo Williams (70.) nicht am ehemaligen Jugendtorhüter des VfB Marburg gescheitert, hätte es für den FCE noch mehr Gründe zum Klagen gegeben als ohnehin schon. „Wenn wir in den fünften Gang geschaltet haben, hat man gesehen, dass wir ein anderes Kaliber sind“, stellte TSV-Übungsleiter Dragan Sicaja nüchtern fest.

FCE bricht in den letzten 20 Minuten komplett ein

„Wir haben krasse individuelle Fehler gemacht. Auch von einem Aufsteiger mit einer jungen Mannschaft muss man beim Stande von 0:3 erwarten, dass wir es vernünftig zu Ende spielen“, kritisierte Hartmann vor allem, dass sein Team in der von der Eintracht dominierten Schlussphase völlig einbrach und in den letzten 20 Minuten noch vier Gegentore kassierte.

„In Masih Saighani (Kapselverletzung), Michael Möllmann, Fabian Mohr und Sascha von Drach haben uns zwar viele Spieler gefehlt“, wusste FCE-Trainer Vladimir Kovacevic, „wenn ich aber sehe, dass ein Spieler aus der B-Liga die meisten Laufwege macht, dann müssen sich andere mal an die eigene Nase fassen“, spielte der FCE-Coach auf Neuzugang Dennis Lepper an. Der ehemalige Stadtallendorfer war einer der wenigen Gästespieler, der sich traute, in dem mit langen Bällen auf den blassen FCE-Stürmer Felix Nolte berechenbaren Spiel der Gäste, den Vorwärtsgang einzulegen.

„Stadtallendorf hat dann noch die Möglichkeit, Hessenligaspieler einzuwechseln. Wir wechseln Wolfgang Klaus ein, der aus der A-Liga kommt und noch nie bei der ‚Ersten‘ trainiert hat“, klagte Kovacevic. In Damijan Heuser und Fabian Mendack waren es aber auch zwei Youngster, die bei der Eintracht, mit der die Gäste in der Anfangsphase der Partie noch recht gut mitgehalten hatten, Hessenliga-Luft schnuppern durften.

„Es war ein souveränes Spiel von uns. Wir hatten gegen einen tief stehenden Gegner viel Ballbesitz, waren aber sehr geduldig und haben auch nicht aufgehört Fußball zu spielen, als der Gegner ein bisschen eingebrochen ist“, war Heuser zufrieden – auch weil der A-Junior nach Vorlage des ebenfalls eingewechselten Kevin Bartheld, der mit einem abgefälschten Schuss den 5:0-Endstand markierte, in sehenswerter Manier zum 4:0 traf.

Den Gastgebern fehlt einsicherer Elfmeterschütze

Ein Manko bleibt aber aufseiten der Herrenwälder: Einmal mehr ging die Eintracht fahrlässig mit guten Torchancen um. Schon fast zur NeverEnding-Story avanciert das Thema Elfmeter. Dass es (noch) keinen unumstrittenen Schützen Nummer eins gibt, stellte diesmal Erdinc Solak unter Beweis, der zwar einmal mehr mit überragenden Flanken und weiten Laufwegen glänzte, jedoch einen Foulelfmeter neben das Tor setzte (57.).

„Wir probieren in dieser Sache eine Lösung zu finden. Wenn das bei einer 4:0- oder 5:0-Führung passiert, ist es nicht schlimm, bei einer 1:0-Führung schon. Deswegen freue ich mich umso mehr, dass Erdinc später noch das 2:0 gemacht hat“, sagte Sicaja.

von Peter Gassner

Statistik

Tore: 1:0 Okay Yildirim (36.), 2:0 Erdinc Solak (64.), 3:0 Del-Angelo Williams (73.), 4:0 Damijan Heuser (80.), 5:0 Kevin Bartheld (84.).

Stadtallendorf: Bachmeier - Dinler, Völk, Vidakovics, Gaudermann - Arifi, Vier (72. Mendack) - Ademi, Solak, O. Yildirim (66. Heuser) - Williams (74. Bartheld).

Ederbergland: Hartmann - Guntermann, Freiling, Ricka, Buividavicus (71. Klaus) - Miß, Wolff, Karge - Lepper, Hidic (63. Gora) - Nolte (65. Todt).

Schiedsrichter: Martin Kliebe (Kassel).Zuschauer: 700.

Bes. Vorkommnis: Stadtallendorfs Erdinc Solak schießt FEM neben das Tor (57.).

Beste Spieler: Dinler, Solak, Vier / Hartmann.

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