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Stadtallendorf steht vor einem "Endspiel"

Fußball-Hessenliga Stadtallendorf steht vor einem "Endspiel"

Die Rechnung ist einfach: Will Eintracht Stadtallendorf die Minimalchance auf den Aufstieg wahren, muss am Samstag (15 Uhr) bei Spitzenreiter SC Teutonia Watzenborn-Steinberg ein Sieg her.

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Im Hinspiel unterlag Kevin Bartheld (links) mit Stadtallendorf
Ilias Azaouaghi und Watzenborn-Steinberg. Am Samstag hilft der Eintracht nur ein „Dreier“ weiter.

Quelle: Michael Hoffsteter

Stadtallendorf. Egal, ob gegen Rot-Weiß Frankfurt (0:2, 1:2), den FSC Lohfelden (2:2, 1:3) oder SC Teutonia Watzenborn-Steinberg (0:5) – die Punkteausbeute gegen die Mannschaften aus der Spitzengruppe ist aus Sicht der Eintracht äußerst mager.

Eine bessere Gelegenheit, dies zu ändern und die eigene Auswärtsstärke unter Beweis zu stellen, dürfte es für die Elf von Eintracht-Coach Dragan Sicaja nicht geben als morgen im Spitzenspiel bei der besten Heimelf, die als Tabellenführer die direkte Qualifikation für die Regionalliga Südwest anstrebt.

Denn klar ist: Verkürzt die Eintracht im drittletzten Spiel der Saison nicht den Abstand von derzeit fünf Punkten auf die Teutonen beziehungsweise von vier Punkten auf Frankfurt, könnte bereits am Wochenende die rechnerische Chance, Platz eins und/oder Platz zwei zu erreichen, dahin sein. Zumal noch das Damoklesschwert des Abzugs von drei Punkten aus dem Zivilrechtsstreit des TSV Lehnerz mit dem Hessischen Fußball-Verband (HFV) über den Herrenwäldern schwebt (die OP berichtete).

Urteilsbegründung fehlt noch

Neuigkeiten gibt es in dieser Angelegenheit noch nicht, wie Torsten Becker, HFV-Vizepräsident für Recht und Satz, auf OP-Anfrage mitteilt: „Der Tenor des Urteils liegt uns vor, die Begründung aber noch nicht. Doch egal, wie die Begründung ausfällt, es gibt in jedem Fall Handlungsbedarf“, verrät Becker, so dass es im Juni beim Verbandstag einen Antrag geben wird, „um diesbezüglich Rechtssicherheit zu schaffen“.

„Die Niederlage gegen Lohfelden hat uns richtig weh getan“, wirkt für Sicaja die bittere 1:3-Pleite nach – genau wie für Fußball-Abteilungsleiter Reiner Bremer, der zum Ende einer starken Runde noch einen Wunsch hat: „Es sollte schon so sein, dass wir in den letzten drei Spielen noch mal richtig Gas geben.“ Dies fordert auch Watzenborns Teammanager Andreas Heller vom Aufsteiger, denn: „Wir rechnen etwa mit 1000 Zuschauern und wollen das Spiel selbstverständlich gewinnen.“

Wenngleich Sicaja weiß, dass „wir ab jetzt alles gewinnen müssen, um noch eine Chance zu haben“, sieht der Kroate den Druck beim Gegner – im Gegensatz zu Heller: „Warum sollen wir Druck haben?“, fragt er im Wissen, dass die Pohlheimer eine überragende Saison mit dem Aufstieg krönen könnten.

„Wir planen zweigleisig – sowohl was die Auflagen als auch was den Kader angeht“, sagt Heller. Mit Keeper Yannik Dauth, dem Ex-Stadtallendorfer Stephen Jäckel, Barboros Koyuncu und Kapitän Kian Golafra hat der Sportclub kürzlich die Arbeitspapiere verlängert. Ein Neuzugang steht ebenfalls schon fest: Vom Ligakonkurrenten TSV Lehnerz kommt Abwehrspieler Sebastian Bartel – jener Spieler, dessen Einsatz im Hinspiel gegen Eintracht Stadtallendorf den langwierigen Sport- und Zivilrechtsstreit auslöste (die OP berichtete).

Kevin Vidakovics wieder dabei

Bei Stadtallendorf kehrt Kapitän Kevin Vidakovics nach vierwöchiger Rot-Sperre wieder zurück. Fraglich ist indes noch, ob der zuletzt starke Stürmer Del-Angelo Williams auflaufen kann: „Er ist unter der Woche im Training umgeknickt, hat sich den Knöchel verletzt und musste vom Krankenwagen abgeholt werden“, sagt Sicaja, der den Gegner in höchsten Tönen lobt: „Die Mannschaft hat alles. Sie ist qualitativ gut besetzt, hat einen großen, breiten Kader.“

Ein Sonderlob von seinem Trainerkollegen aus Stadtallendorf bekommt SC-Trainer Daniel Steuernagel, der „gute Arbeit“ geleistet habe und dem es gelungen sei, „eine Mannschaft zu formen“. Um eines muss sich Steuernagel morgen zumindest keine Sorgen machen: wie er nach Hause kommt. Nach dem Spitzenspiel vor einer Woche in Frankfurt (1:1) fuhr der Mannschaftsbus der Teutonen ohne deren Trainer und dessen Frau ab. Eine glückliche Fügung verschaffte beiden am selben Abend aber doch noch eine Mitfahrgelegenheit.

von Marcello Di Cicco

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