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Stadtallendorf sieht das Topspiel

Fußball-Hessenliga Stadtallendorf sieht das Topspiel

Im Spitzenspiel der Hessenliga treffen am Mittwoch um 19 Uhr der Tabellendritte Eintracht Stadtallendorf und der Liga-Zweite Rot-Weiß Frankfurt auf dem Rasenplatz im Herrenwaldstadion aufeinander.

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Eine Szene aus dem Hinspiel: Stadtallendorfs Muhamet Arifi (links) bedrängt Frankfurts André Fliess. Mittwochabend könnten sich beide auf dem Platz wieder begegnen.

Quelle: Marcello Di Cicco

Stadtallendorf. „Dieses Spiel haben wir uns verdient“, hatte Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja nach dem 1:0-Sieg am Wochenende in Wiesbaden die Partie gegen den SVW schon schnell abgehakt. Kein Wunder, denn die Vorfreude auf das Spitzenspiel gegen den punktgleichen Tabellennachbarn warf bei so manchem Eintrachtler bereits ihre Schatten voraus.

„Was willst du mehr? Mittwochabend, Flutlicht, Rasenplatz - und dann ein Spiel, in dem es um so viel geht. Ich hoffe, dass so viele Zuschauer kommen wie es einem solchen Spiel angemessen ist. Nach dieser Saison hätten wir uns eine entsprechende Kulisse verdient“, meint Stadtallendorfs Dominik Völk, der in dieselbe Kerbe wie Mitspieler Masih Saighani stößt: „Vor der Saison hätte wohl keine der beiden Mannschaften damit gerechnet, dass sie kurz vor Ende der Runde um die Meisterschaft mitspielt. Wir genießen das jetzt einfach.“

Wie sehr die Eintracht auf die Unterstützung des „zwölften Mannes“ hofft, zeigt die Tatsache, dass der TSV im Vorfeld der Partie Freikarten an die Nachbarvereine SSV Hatzbach, SG Niederklein/Schweinsberg sowie an die JFV-Kooperationspartner TSV Erksdorf und SV Emsdorf vergeben hat. „Klar kommt der Heimvorteil vor besserer Kulisse eher zum Tragen“, meint Sicaja.

Gefährlichstes Duo kommt

Der Eintracht-Trainer ist sich in einer Sache mit seinem Frankfurter Pendent Daniyel Cimen einig: „In diesem Spiel fällt keine Entscheidung um die Plätze eins, zwei und drei“, sagt Sicaja - „und doch ist es ein besonderes Spiel“, meint Ex-Eintracht-Frankfurt-Profi Cimen, der am Wochenende zum zweiten Mal Vater eines Jungen wurde und eine offensive Spielweise ankündigt, was kaum verwundern mag. Denn in Cem Kara und Varol Akgöz (beide 17 Tore) verfügt der Aufsteiger über das gefährlichste Offensivduo der Liga, das mehr als die Hälfte des mit 65 Buden offensivstärksten Teams der Spielklasse erzielt hat. „Der Gegner besitzt eine Riesenqualität nach vorne, hat überragende Einzelspieler, nach hinten aber auch etwas Probleme“, weiß Sicaja.

Zwar hat Stadtallendorf das Hinspiel mit 0:2 verloren gegen die - nach der Eintracht und dem FSV - dritte Frankfurter Fußballkraft. Die derzeitige Form spricht aber für die Herrenwälder, die in der Rückrunde 21 von 30 Punkten geholt haben, während der Traditionsverein vom Main nur 14 von 30 Punkten gesammelt hat. „Unsere Gegner haben zuletzt immer mal wieder mit einer Fünferkette agiert, womit wir uns schwer getan haben. Ich hoffe, dass wir daraus nun unsere Lehren gezogen haben.“

Solak und Vidakovics fehlen

Verzichten muss Sicaja auf den Gelb-Rot-gesperrten Stürmer Erdinc Solak sowie auf Kapitän Kevin Vidakovics, der noch drei Spiele seine Rot-Sperre absitzen muss. „Wir werden aber versuchen, seine Sperre zu reduzieren. Nicht, weil der Spieler Vidakovics heißt, sondern weil wir insgesamt vier Spiele für nicht gerechtfertigt halten“, sagt der Eintracht-Coach. Spielberechtigt wäre erstmals nach abgelaufener Rot-Sperre Ariel Szymanski, der zuletzt allerdings erkrankt war.

Frankfurt muss auf den gesperrten Stammkeeper Giannis Takidis verzichten, hat im 40-jährigen und regionalliga-erfahrenen Elvir Smajlovic aber Ersatz. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz des verletzten Adam Freund.

Von Bedeutung ist die Partie nicht nur wegen des Kampfes um die Meisterschaft. Wie Frankfurts Präsident Ottmar Klauß mitteilte, will der Klub an diesem Mittwoch die Bewerbung zur Zulassung für die Regionalliga Südwest einreichen. „Wir warten nur noch auf eine Unterschrift der Stadt Frankfurt“, sagte Klauß am Dienstagmittag auf OP-Anfrage. Die Verantwortlichen der Eintracht wollten erst nach dieser Partie über eine Bewerbung entscheiden. Nur wer mindestens Zweiter wird, wahrt die Aufstiegschance.

von Marcello Di Cicco

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