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Stadtallendorf macht den Sack nicht zu

Fußball-Hessenliga Stadtallendorf macht den Sack nicht zu

Lange sah es nach dem elften Saisonsieg für Eintracht Stadtallendorf aus. Erst in der Nachspielzeit traf der SV Wehen Wiesbaden II aber noch zum 2:2-Ausgleich.

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Ceyhun Dinler (links) erzielte das 1:0 für die Eintracht. Hier setzt sich der Stadtallendorfer gegen Wehens Niklas Zeller durch. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Egal, ob durch Kevin Vidakovics (3.), Del-Angelo Williams (15., 25., 34.), Ceyhun Dinler (19.) oder Dominik Völk (20., 32.). Die Eintracht hätte ihrem Gast aus dem Rheingau-Taunus-Kreis gestern schon im ersten Abschnitt mehrere Eier ins Nest legen und damit die Partie vorentscheiden können.

Letztlich geschah auf dem Kunstrasen im Herrenwaldstadion das, was so oft passiert, wenn eine überlegene Mannschaft ihre vielen Chancen nicht nutzt: Sie wurde dafür bestraft. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld nutzte die U23 des Drittligisten den Raum gegen die in der Schlussphase auf die Entscheidung drängende und in dieser Situation aufgerückte Heimelf und erzielte durch Doppeltorschützen Niklas Zeller mit dem vierten Torschuss des Spiels den 2:2-Endstand (90.+1).

„Stadtallendorf hatte die klareren Chancen. Ich kann meiner Mannschaft nur ein Lob aussprechen, weil sie bis zum Schluss investiert hat“, wusste auch SVWW-Trainer Christian Lüllig, dass seine Elf mit der Punkteteilung wesentlich zufriedener sein konnte als die Schützlinge von Eintracht-Coach Dragan Sicaja, der monierte: „Mir hat etwas die Klarheit im Spiel nach vorne gefehlt. Ich habe da etwas Egoismus gesehen, was mir überhaupt nicht gefällt. Wir hätten öfters besser positionierte Spieler anspielen müssen. Zum anderen waren wir in bestimmten Situationen nicht clever genug. Dann kann man nicht sagen, dass der Punkt für den Gegner glücklich war.“

Der TSV spielte in den ersten 45 Minuten fast nur auf ein Tor; von der Gäste-Offensive um Stürmer Nils Balder war bis zur Pause so gut wie nichts zu sehen. „Nils, wach jetzt endlich auf! Du läufst herum wie Falschgeld“, platzte Lüllig bei der gefühlt sechsten Ermahnung seines Angreifers kurz vor dem Kabinengang der Kragen. Doch unzufrieden war Lüllig auch, „weil wir zu wenig in die Zweikämpfe gekommen sind und Spielsitu­ationen zu selten antizipiert haben“. Nach einem schönen Solo von Kevin Bartheld mit anschließendem Pass in die Gasse sorgte Ceyhun Dinler für die überfällige 1:0-Pausenführung des TSV.

Mit dem Wiederanpfiff wurde die Partie hektischer. Innerhalb der ersten zehn Minuten zückte die Unparteiische Sabine Stadler (Fulda) fünfmal den gelben Karton. Der SVWW fand nun besser ins Spiel. Per Freistoß verfehlte Niklas Zeller zunächst um Haaresbreite den Torwinkel (48.), ehe er nach einem Eckball und einer Kopfballvorlage von Kokolo Baku per Direktabnahme zum Ausgleich traf (61.). Doch nur eine knappe Minute später stellte der am langen Pfosten sträflich allein gelassene Kevin Schudy nach einer Flanke von Oliver Richard per Dropkick das alte Kräfteverhältnis wieder her.

In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams bis zum erneuten Ausgleich noch je eine gute Tormöglichkeit ungenutzt ließen.

Wie Stadtallendorfs Sportlicher Leiter Fejz Hodaj der OP mitteilte, hat die Eintracht nach Christian Hooß (TSV Erksdorf) und Jascha Döringer (VfB Marburg) zwei weitere Spieler für die kommende Saison verpflichtet: Vom Verbandsligisten VfB Gießen kommt der offensive Mittelfeldspieler Helmut Schäfer, vom Verbandsligisten SC Teutonia Watzenborn-Steinberg Stürmer Natnael Tega. Beide haben einen Einjahresvertrag unterschrieben.

Eintracht Stadtallendorf - SV Wehen Wiesbaden II 2:2 (1:0)

Tore: 1:0 Ceyhun Dinler (45.), 1:1 Niklas Zeller (61.), 2:1 Kevin Schudy (62.), 2:2 Zeller (90.+1). Stadtallendorf: Säglitz - Groß (84. Ademi), Vidakovics, Szymanski, Richardt - Arifi, Bartheld - Schudy, Völk, Dinler (71. Vogt) - Williams (89. Mori). Wehen Wiesbaden II: Reichel - Iten, Esser, Effiong, Landu - Staegemann (83. Wild) - Buff (38. Bianco), Zeller, Kleinsorge, Baku (68. Asamoah) - Balder. Schiedsrichterin: Sabine Stadler (Fulda). Gelbe Karten: Vidakovics, Bartheld, Dinler / Esser, Landu, Zeller. Zuschauer: 300. Beste Spieler: Vidakovics, Szymanski, Groß / Zeller, Baku.

von Marcello Di Cicco

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