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Stadtallendorf gelingt die Blitz-Revanche

Eintracht Stadtallendorf - FC Ederbergland: 3:0 Stadtallendorf gelingt die Blitz-Revanche

Vor einer stattlichen Kulisse von etwa 620 Zuschauern feierte Eintracht Stadtallendorf den ersten Saisonsieg und revanchierte sich für das 0:1 gegen den FC Ederbergland vor drei Wochen.

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Nicht zu stoppen: Eintrachts Del Angelo Williams (von links) setzt sich gegen die Ederbergländer Anton Jencik und Michael Möllmann durch.

Quelle: Michael Hoffsteter

Stadtallendorf. Wer Eintracht-Trainer Dragan Sicaja kennt, der weiß: Der Kroate legt während eines Spiels schon mal weite Wege zurück - an der Seitenlinie versteht sich. Dass er das Spielfeld betritt, kommt so gut wie nie vor. Als Kevin Vidakovics am Samstag nach einem Kopfballduell mit Robin Wissemann regungslos liegenblieb, legte der TSV-Übungsleiter jedoch sorgenvoll den Vorwärtsgang in Richtung Mittelkreis ein. Nach kurzer Unterbrechung: Aufatmen bei Sicaja und Co. Der Eintracht-Kapitän kann weiterspielen (18.).

Eintracht Stadtallendorf - FC Ederbergland
FSV Schröck - SG Niedernhausen
SG Lahnfels - FSG Südkreis (in Sarnau)
TSV Kirchhain - TSG Wieseck
SC Gladenbach - TSV Erksdorf
SV Großseelheim - FV Cölbe
SG Niederweimar/Hadd. - VfL Weidenhausen (in Niederweimar)
FV Bracht - FSV Borts-/Ronhausen
SF BG Marburg - Homberg/O.
TSV Mengsberg - SV Weidenhausen

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Dem Durchschnaufen folgte nur etwa 120 Sekunden später ein kollektives Haareraufen, als Del-Angelo Williams nach schöner Körpertäuschung völlig frei vor dem Kasten stehend vorbeischoss. „Das kann passieren. Er macht vorher immer vier, fünf richtige Aktionen. Es ist überragend, wie er für die Mannschaft arbeitet. Er wird auch noch treffen“, lobte Sicaja seinen Schützling, der Pech zudem hatte, dass FCE-Keeper Dominik Geiss, der den Vorzug vor dem Ex-Marburger und Stammtorwart Sebastian Wack erhalten hatte, Williams‘ gut platzierten Kopfball noch geradeso aus dem Eck fischte (41.).

So stand es statt 2:0 zur Pause „nur“ 1:0 - und damit war der FCE trotz eines Pfostentreffers nach einer Ecke (10.) gut bedient, wie auch Gäste-Coach Harry Preuß wusste: „Wir sind in der ersten Halbzeit zu wenig gelaufen, und wenn wir in Ballbesitz waren, haben wir die Bälle zu schnell hergeschenkt. Auch haben wir nie richtig für Entlastung sorgen können. Dafür wurden wir bestraft. Ausschlaggebend war auch, dass drei Spieler nicht annähernd ihr Leistungspotenzial erreicht haben.“ Eine tolle Ballstafette über vier Stationen schloss der vier Minuten zuvor gekommene Valon Ademi aus kurzer Distanz zur überfälligen Führung für die Gastgeber ab (38.), die die Gäste klar dominierten und phasenweise mit ihnen Katz und Maus spielten.

„Der Sieg war auf jeden Fall verdient. Es war einfach mal Zeit, nachdem wir zweimal so knapp einen Sieg verpasst hatten“, meinte Ademi - wenngleich TSV-Co-Trainer Heiko Schmidt feststellte: „In der zweiten Halbzeit ist der Gegner etwas stärker aufgekommen. Daran sieht man noch unsere Unsicherheit.“

Der zweite Durchgang gestaltete sich ausgeglichen. Für Gefahr sorgte die nun etwas bessere Preuß-Elf nach dem Kabinengang aber weiter nur durch Standardsituationen. Mit dem ersten Tor eines Eintracht-Stürmers in dieser Runde sorgte der eingewechselte Felix Erben nach einer schönen Kombination für die Vorentscheidung (84.), ehe der starke Ariel Szymanski nach beherztem Einsatz in der Nachspielzeit den Deckel draufmachte (90. + 1).

„Ich freue mich für die Mannschaft“, sagte Sicaja, „wir werden immer besser. Und solche Erfolge sind ganz wichtig für den Kopf“. Vor allem angesichts der Tatsache, dass „wir in den ersten drei Spielen Pech hatten“, stellte Felix Erben fest, der wie sein Coach anmerkte, dass man die Partie sogar im ersten Durchgang für sich hätte entscheiden können.

„Der Sieg war absolut verdient und auch sehr wichtig. Sonst wäre es schon das dritte Spiel gewesen, in dem wir gut gespielt, aber nicht gewonnen hätten“, meinte Vidakovics, der - wie die gesamte Eintracht-Elf - in Trauerflor gespielt hatte und damit dem wenige Tage zuvor verstorbenen Gerhard Bremer gedachte, der über mehrere Jahrzehnte in verschiedenen Funktionen für den Verein tätig gewesen war.

Tore: 1:0 Valon Ademi (38.), 2:0 Felix Erben (84.), 3:0 Ariel Szymanski (90. + 1).

Aufstellung:

Stadtallendorf: Jäckel - Völk, Guzu, Vidakovics - Szymanski, Bartheld - Atas, Arifi (34. Ademi), Vogt (69. Erben), Richardt - Williams (74. Schudy). Ederbergland: Geiss - Ricka, Taskiran (46. Wolff), Jencik (45. + 1 Mohr), Biesenthal - Möllmann, Besel, Karge (68. Todt) - Arsenio, R. Wissemann - Zich.

Schiedsrichter: Wissam Awada (Kassel). Zuschauer: 620. Gelb-Rot: Arsenio (89., Schwalbe). Gelb: Szymanski, Williams, Vidakovics / Möllmann, R. Wissemann, Wolff. Beste Spieler: Szymanski, Richardt, Völk, Bartheld / Besel.

von Marcello Di Cicco

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