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Stadtallendorf fehlt die Durchschlagskraft

Fußball-Hessenliga Stadtallendorf fehlt die Durchschlagskraft

Die kleine Restchance auf die Regionalliga ist dahin. Nach einer 0:3-Niederlage in Watzenborn-Steinberg steht fest: Eintracht Stadtallendorf wird auch in der nächsten Saison in der Hessenliga spielen.

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Diesen Zweikampf gewinnt Stadtallendorfs Ceyhun Dinler (rechts) gegen Julian Simon, meist blieben die Eintracht-Spieler aber an Watzenborn-Steinbergs Defensive hängen.

Quelle: Stefan Weisbrod

Watzenborn-Steinberg. Mit 3:0 gewann der SC Teutonia das Topspiel des Ersten gegen den Dritten. Das Ergebnis fiel deutlich aus - dem Verlauf nach zu deutlich. „Wir hatten die große Chance zum 1:1, hätten sie nutzen müssen“, sagte Dragan Sicaja nach dem Abpfiff. „Beim Fußball geht es darum, Tore zu schießen. Watzenborn hat die Qualität und die Tore gemacht, das muss man anerkennen.“ Aber, so Stadtallendorfs Trainer: „Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, hat mir gefallen.“

In einer intensiven Begegnung überzeugten die Eintrachtler kämpferisch, allerdings fehlte es in der Offensive an Durchschlagskraft. Überhaupt waren Chancen Mangelware - auf beiden Seiten. Die Anfangsphase war von Geplänkel im Mittelfeld geprägt, dann ging es bei den Watzenbornern einmal schnell: Louis Goncalves eroberte den Ball und steckte zu Rafael Szymanski durch. Der Torjäger vollstreckte eiskalt - 1:0 (14.).

Die Gäste spielten mit, waren optisch gleichwertig, strahlten aber erst nach 27 Minuten Gefahr aus: Jascha Döringer tauchte frei vor SC-Torwart Yannik Dauth auf, stand beim Zuspiel von Erdinc Solak aber knapp im Abseits. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte köpfte Döringer nach einer Flanke Admir Pllanas über die Querlatte.

Zehn Minuten nach Wiederanpfiff die Szene, die Sicaja nach Spielende zuerst einfiel: Der sehr aktive Laurin Vogt verarbeitete einen langen Pass in halbrechter Position zunächst blitzsauber, nahm den Ball in einer Bewegung an und legte ihn an Michael Bodnar vorbei. Der 23-Jährige stand frei vor dem Tor, schloss aber nicht selbst ab, sondern legte quer. Bloß, kein Mitspieler war mitgelaufen, der Ball ging ins Leere. Die Möglichkeit war vertan.

Gastgeber lassen nur wenige Chancen zu

Seine Mannschaft, meinte Teutonen-Coach Daniel Steuer­nagel, habe zuletzt manches Mal Pech gehabt. „Das gleicht sich irgendwann aus, diesmal hatten wir Glück“, sagte er mit Blick auf diese Situation. „Wir hatten in dieser Phase keinen Zugriff aufs Spiel.“ Die Eintracht war engagiert, ließ den Ball im Mittelfeld sicher laufen, fand gegen die defensiv disziplinierten Pohlheimer aber kaum ein Mittel. Kevin Barthel wurde fair durch Niclas Mohr gestoppt (64.), bei Vogts Schuss war der Winkel zu spitz (72.). Und der eingewechselte Artur Besel stellte Dauth mit einem 22-Meter-Freistoß in der 85. Minute vor keine großen Probleme.

Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel bereits entschieden. Szymanski verlängerte einen hohen Pass mit dem Kopf zum durchstartenden Denis Weinecker, der frei vor Eintracht-Torwart Florian Säglitz überlegt zum 2:0 vollendete und die Teutonia-Fans unter den 1100 Zuschauern an der Neumühle jubeln ließ (74.). Fünf Minuten später fing Christopher Schadeberg einen Fehlpass Valon Ademis ab, setzte zum Sololauf über die rechte Seite an und wollte eigentlich scharf in den Strafraum flanken. Doch der abgefälschte Ball schlug zur Überraschung Säglitz’ im kurzen Eck ein.

Insbesondere aufgrund der konzentrierten Vorstellung sei der Sieg seiner Mannschaft „letztlich insgesamt verdient“ gewesen, meinte Steuernagel. „Wir haben uns in den entscheidenden Momenten durchgesetzt.“

Der Aufsteiger aus der Verbandsliga Mitte hat bei einem Punkt Vorsprung auf Rot-Weiß Frankfurt den Durchmarsch in die Regionalliga in eigenen Händen. Stadtallendorf hingegen ist bei sieben Zählern Rückstand auf die Frankfurter nach dem drittletzten Spieltag auch rechnerisch raus aus dem Rennen um die Plätze eins und zwei. „Wir werden die ein oder andere Position in der neuen Saison besser besetzen“, kündigte Sicaja an. Dann - zurück zum Thema Qualität - habe auch seine Mannschaft „noch mehr“ davon.

von Stefan Weisbrod

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