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Sportgericht schließt Öffentlichkeit aus

Fußball Sportgericht schließt Öffentlichkeit aus

Eine Verhandlung, ein Ausschluss und ein überraschter Verbandsrechtswart - der Fall "Niederwalgern" sorgt für Brisanz.

marburg. Eine Verhandlung, ein Ausschluss und ein überraschter Verbandsrechtswart - der Fall „Niederwalgern“ sorgt für Brisanz. Die heftigen Auseinandersetzungen mit Schlägen, Tritten und tumultartigen Szenen nach dem Finale um den 14. Bitburger-Intersport-Begro-Cup in der Großsporthalle Niederwalgern vom 17. Januar (die OP berichtete mehrfach ausführlich) haben ein sportgerichtliches Nachspiel: In der kommenden Woche findet eine Verhandlung vor dem Kreissportgericht statt - unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die an der Auseinandersetzung beteiligten vier Spieler und auch die vier betroffenen Vereine werden zu dieser Verhandlung kurzfristig eingeladen. Dies entschied das Kreissportgericht unter dem Vorsitz von Bernd Rhiel am Dienstagabend nach der Auswertung der Vorfälle und der Bewertung der dem Kreissportgericht vorliegenden Stellungnahmen der Betroffenen bzw. Beschuldigten. Auch ein in den sozialen Netzwerken existierendes und der OP vorliegendes Video über die Vorfälle in der Großsporthalle Niederwalgern wurde zur Beweisführung herangezogen, bestätigte Rhiel.

Ausschluss der Öffentlichkeit sei "zweckdienlich"

Überrascht zeigte sich gestern Horst-Günther Konlé (Vorsitzender des Verbandsrechtsausschusses), dass die Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden soll. „Es gibt im Seniorenbereich keine rechtliche Möglichkeit, die Öffentlichkeit auszusperren. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Da über den Vorfall im Vorfeld berichtet wurde, hat der Leser auch ein Anrecht darauf, zu wissen, wie es in dem Fall weitergeht“, sagte Konlé der OP.

Rhiel begründete den Ausschluss der Öffentlichkeit indes mit dem Hinweis, er sei „zweckdienlich, weil so viele Betroffene, Beschuldigte und Zeugen geladen würden. Das hat andere Dimensionen als normale Sportgerichtsverhandlungen.“ Kreisfußballwart Peter Schmidt wollte sich auf Anfrage der OP zum „Fall Niederwalgern“ nicht mehr äußern: „Das ist nicht meine Baustelle. Das ist allein Sache den Sportgerichts.“

von Michael E. Schmidt

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