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Sportfreunde Blau-Gelb haben keine guten Erinnerungen

Fußball-Verbandsliga Sportfreunde Blau-Gelb haben keine guten Erinnerungen

Wenn die SF BG Marburg am Sonntag beim Tabellenzehnten FC Germania Schwanheim gastieren, wird die Defensivenotgedrungen ein etwas anderes Gesicht haben.

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SF BG Marburgs Alexander Lauer (links) trennt den Braunfelser Mahyae Aliakbari vom Ball.

Quelle: Miriam Prüßner

Marburg. Denn in Christoph Weidenhausen muss ein Innenverteidiger wegen einer Rotsperre die kommenden Wochen aussetzen. Bis gestern Nachmittag lag SF-BG-Trainer Andreas Sinkel das Strafmaß zwar noch nicht vor.

„Ich gehe aber von vier Wochen aus, wenn die Begründung wirklich die Verhinderung einer Torchance ist“, sagt Sinkel, dem im beruflich verhinderten Jan Eberling auch ein etatmäßiger Linksverteidiger fehlt. Fürs Abwehrzentrum ist André Berger nach dem Einstieg in den Trainingsbetrieb wieder eine Option. Auf der linken Abwehrseite hat sich Kapitän Jean Michel Kleemann in dieser Saison bereits empfohlen.

„Wir haben Möglichkeiten, einiges zu kompensieren“, gibt sich Sinkel gelassen. Fehlen werden den Sportfreunden zudem die Offensivkräfte Maximilian Wiessner (Klassenfahrt) und der noch verletzte Lucas Ortmüller.

Den Gegner aus dem Frankfurter Stadtteil bezeichnet Sinkel als „Wundertüte“ - nicht nur, weil der FC zuletzt mit positiven (4:0 gegen Breidenbach) wie negativen (0:1 gegen Bicken) Ergebnissen aufwartete. Im Sommer hat der Verein aus der Mainmetropole einen großen Umbruch vollzogen und in Tomas Pelayo einen neuen Trainer als Nachfolger von Baldo di Gregorio verpflichtet.

1:6-Pleite im Mai

„Wir haben eine fast komplett neue Mannschaft mit vielen jungen Spielern. In der letzten Startelf waren gerade einmal drei Spieler, die schon vergangene Saison dabei waren“, erzählt Pelayo, der mit der bisherigen Ausbeute von neun Punkten aus acht Spielen nicht zufrieden ist und den Klassenerhalt als Saisonziel ausgibt. Eine Gemeinsamkeit verbindet Pelayo mit den Sportfreunden Blau-Gelb: Die letzten Erinnerungen an den jeweiligen Gegenüber sind keine guten.

Vor zwei Jahren scheiterte Pelayo mit dem inzwischen in die Mitte-Staffel aufgestiegenen SV Zeilsheim in den Aufstiegsspielen am Klub vom Marburger Zwetschenweg. „Das ist ein Verein, der sehr gut arbeitet. Mich überrascht es nicht, dass die SF BG dort stehen, wo sie stehen. Die Mannschaft besticht durch Kampfgeist und Disziplin“, lobt Pelayo die Sinkel-Schützlinge, von denen einige ebenfalls nicht gerne an das letzte Aufeinandertreffen mit Schwanheim zurückdenken dürften.

Am 15. Mai unterlagen die Blau-Gelben der Germania zu Hause mit 1:6; das Hinspiel hatte noch mit 3:1 für die Sportfreunde geendet. Der Abstieg war damit für die Marburger greifbar nah. „Klar sind wir da auf Wiedergutmachung aus“, gesteht Sinkel, dessen Mannschaft in dieser Saison jedoch deutlich gefestigter ist.

Aufseiten der Schwanheimer ist noch offen, ob „Sechser“ Apostolos Mitsiou (Leistenbeschwerden) auflaufen kann. „Es wäre sehr wichtig, dass er spielt. Er verfügt über eine enorme Qualität und hat uns schon gegen Bicken gefehlt“, sagt Pelayo über den 19-Jährigen.

von Marcello Di Cicco

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