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Lokalsport Spielunterbrechung bringt Steinbach nicht aus dem Konzept
Sport Lokalsport Spielunterbrechung bringt Steinbach nicht aus dem Konzept
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21:40 08.03.2019
Während er im Hinspiel noch mitwirkte, musste Stadtallendorfs Jascha Döringer (rechts, gegen Steinbachs Sascha Marquet) im Rückspiel krankheitsbedingt aussetzen. Quelle: Nadine Weigel
Haiger

Aufgrund der Gelb-Rot-Sperre von Perry Ofori musste Stadtallendorf-Trainer Dragan Sicaja erneut ein anderes Team auf den Rasen in Haiger schicken. Den Youngster vertrat Alieu Sawaneh in der Innenverteidigung. Zudem bekam Antonyos Celik den Vorzug vor Laurin Vogt auf der Außenbahn. Des Weiteren musste Sicaja auf Jascha Döringer (erkrankt) und "Gui" da Silva (Leistenprobleme) verzichten.

Bereits vor dem Anstoß sorgten die knapp 50 mitgereisten Eintracht-Fans für gute Stimmung. Sie sahen in der Anfangsphase ein richtig flottes Hessenderby, in dem Steinbach wie die Feuerwehr loslegte und die Eintracht fast überrannte. Nach einer Viertelstunde hätten die Gastgeber schon 3:0 führen können: Wegner traf zunächst Latte, ehe Heister den Nachschuss an den Pfosten (4.) setzte. Nur drei Minuten später schoss Kramer den Ball nach einem Konter über das leere Tor (7.). Und auch Göttel scheiterte in der 11. Minute mit seinem Drehschuss, welcher den langen Pfosten nur knapp verfehlte. Erst ab der 20. Minute ließ der Druck der Steinbacher nach, sodass sich Stadtallendorf zusehends befreien konnte. Die beste Torchance hatte das Ligaschlusslicht durch Fließ, dessen Flachschuss auf nassem Geläuf knapp am langen Pfosten vorbeiging (40.).
Insgesamt gehörte die erste Hälfte Steinbach, dass griffiger war und mit wenigen Kontakten gut kombinierte.

Nach dem Seitenwechsel sahen die 1009 Zuschauer weiterhin eine spannende Begegnung zwischen dem Tabellenfünften und Tabellenletzten. Nach 65. Minuten gingen die Gastgeber in Führung: Moritz Göttel vollendete die Flanke von Sasa Strujic per Kopf zum 1:0. Keine 60 Sekunden nach dem Führungstreffer setzte die Flutlichanlange aus. Die Spieler gingen vorerst in die Kabine. Während die Verantwortlichen des TSV Steinbach alles versuchten, das Spielfeld wieder zu beleuchten, schallte aus den Lautsprechern Adel Tawils Hit "Flutlicht". Man nahm es mit Humor. Da die Spielunterbrechung jedoch 30 Minuten nicht überschreiten darf (ansonsten kommt es zum Spielabbruch durch den Schiedsrichter und in der Regel zur Neuansetzung), kam zusätzlich auch Nervorsität auf. Doch nach knapp 20-minütiger Unterbrechung wurde es wieder hell auf dem Rasen und das Spiel konnte fortgesetzt werden. Steinbach überließ in der Folgezeit den Gästen die Initiative und setzte auf Konter. Die Gäste aus Stadtallendorf kamen dagegen in der 79. Minute zu ihrer besten Chance: Amar Zildzovic setzte eine Kopfball an den Pfosten. Am Ende blieb es beim 1:0 für den Gastgeber. Die Eintracht zeigt sich im zweiten Abschnitt bemüht, es fehlten aber die Mittel, um zwingend torgefährlich zu werden.

von Marcello Di Cicco (aus dem Stadion) und Lukas Geil