Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 13 ° Regen

Navigation:
Später Ausgleich raubt die Hoffnung

Fußball, Gruppenliga Kassel Später Ausgleich raubt die Hoffnung

Mit 1:1 trennten sich der TSV Mengsberg und der TSV Wabern im Verfolgerduell der Gruppenliga Kassel 1. Für die Engelhainer war das Remis in doppelter Hinsicht ärgerlich.

Voriger Artikel
Marburg findet immer richtige Antwort
Nächster Artikel
Good job, girl

Der Mengsberger Mirco Kleinmann ärgert sich nach einer vergebenen Torchance.

Quelle: Michael Hoffsteter

Mengsberg. Es hätte der Big Point sein können. Der „Dreier“, mit dem sich der TSV Mengsberg nach empfindlichen Punktverlusten in den vergangenen englischen Wochen noch einmal im Kampf um Platz zwei, der zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen berechtigt, zurückgemeldet hätte. Nur etwa fünf Minuten trennten die Gastgeber am Samstagabend vor knapp 200 Zuschauern von jenem großen Schritt.

Es lief bereits die 87. Minute, als in Flankengeber Fabian Hofmann und Kopfballvollstrecker Niklas Müller zwei eingewechselte Akteure die Spielverderber aus Gästesicht gaben. „Wenn wir gewonnen hätten, wäre alles in Ordnung gewesen“, haderte Mengsbergs Innenverteidiger Dardan Rama mit dem späten Gegentreffer. In Spielertrainer Christian Leck wusste der dritte Einwechselspieler der Gäste,
dass sein Team mit einem blauen Auge davongekommen war, denn: „Insgesamt betrachtet war es für uns ein glücklicher Punktgewinn. Mengsberg hätte den Sieg mehr verdient gehabt.“

Gastgeber scheitern an sich selbst

Letztlich scheiterten die Gastgeber an sich selbst, verbuchten sie im ersten Durchgang, in dem sie den Ton angaben, doch ein klares Plus an hochkarätigen Torchancen durch Gerd Hainmüller (3.), Mirco Kleinmann (12., 19., 24.) und Dennis Dorfschäfer (38.). Pech, Ungenauig­keit, fehlende Zielstrebigkeit – bei den Platzherren kam vieles zusammen, auch Unvermögen. Exemplarisch für letzteres war eine Großchance in der 12. Minute, als Mirco Kleinmann nach einer Vorlage von Gökhan Fidan, die beide kommende Saison für A-Liga-Meister SSV Hatzbach auflaufen, aus nur knapp drei Metern und zentraler Position über das leere Tor schoss. „Wir haben oft das Problem, dass wir viele Chancen haben, aber eben kein Tor machen. Irgendwann werden wir dafür bestraft“, sagte Rama, der mit David Fitzke in der Innenverteidigung kaum
etwas zuließ gegen Gäste, die im ersten Durchgang nur der Musik hinterherliefen. Denn laufbereiter, zweikampfstärker und kombinationssicherer präsentierten sich in den ersten 45 Minuten die Schützlinge von TSV-Coach Mario Selzer.

„Wir sind sehr engagiert aufgetreten, waren beweglich und haben viel Dampf gemacht. Klar hätten wir den Sieg verdient gehabt, aber verdient gibt’s im Fußball nicht. Im Hinspiel haben wir mit 2:0 geführt, diesmal mit 1:0. Vielleicht müssen wir beim nächsten Mal mit 3:0 führen, um zu gewinnen. Das ist die einzige Taktik, die ich gegen euch noch habe“, scherzte Selzer mit seinem Trainerkollegen Leck, dessen Elf die faire und kurzweilige Partie nach der Pause ausgeglichener gestaltete, aber dennoch in Rückstand geriet. Denn auch aufseiten der Heimelf war es in Lukas Berneburg ein Einwechselspieler, der traf: Der erfolgreichste Mengsberger Torschütze tankte sich durch die Mitte gegen Florian Amert und Marcel Geißer durch und schob den Ball flach rechts an Waberns Torwart Kim Marvin Sippel vorbei. „Für unseren leidenschaftlichen Kampf sind wir noch belohnt worden“, freute sich Leck.

Drei Punkte Rückstand auf Rang zwei

Sein Team hat nun drei Punkte Rückstand auf Rang zwei, da Bad Wildungen/Friedrichstein sich kurz zuvor mit 2:0 gegen Schwalmstadt II durchgesetzt hatte. „Wir haben noch ein Nachholspiel, danach haben beide Mannschaften noch fünf Spiele. Da kann noch eine Menge passieren, denn ich glaube nicht, dass beide Mannschaften alle ihre fünf Spiele gewinnen werden“, sagte Leck.

In Mengsberg dürfte man diese Prognose gerne hören. Denn der TSV, der in den verbleibenden Partien unter anderem noch den seit Freitag vorzeitigen Meister GSV Eintracht Baunatal am Engelhain empfängt, muss nun auf die Patzer der direkten Konkurrenz hoffen.

Statistik
Tore: 1:0 Lukas Berneburg (67.), 1:1 Niklas Müller (87.).
  Mengsberg: Girschikofsky – Fischer, Rama, Fitzke, Krähling – G. Hainmüller, Eichler – Fidan (87. Obst), Reitz (79. D. Hainmüller), Dorfschäfer – Kleinmann (61. Berneburg).
Wabern: Sippel – Splietorp, Geißer, Amert, Kördel – Löcke (67. Hofmann), Kördel, Kleinmann (72. Müller), Schluckebier (87. Leck) – Fabian Korell, Florian Korell.
Schiedsrichter: Ralf Orschulok (Kassel).
Gelbe Karten: Eichler / Kördel.
Zuschauer: 200.
Beste Spieler: Reitz, Rama, Eichler / Florian Korell.

von Marcello Di Cicco

Voriger Artikel
Nächster Artikel
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?