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„Söldner“ verlieren eine weitere Säule

German Football League „Söldner“ verlieren eine weitere Säule

Am Samstag (17 Uhr) treten die Marburg Mercenaries beim Top-Team Schwäbisch Hall Unicorns an. Verletzungsbedingt fehlt Linebacker Cesare Vanucci. Für ihn ist die Saison beendet.

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Marburgs Nummer eins spielt nicht mehr: Sam Weiss hat seine Karriere beendet. Er steht den „Söldnern“ aber immer noch als Defensive Coordinator zur Verfügung und konzentriert sich an der Seitenauslinie auf Traineraufgaben.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Es ist die zweite Hiobsbotschaft für die „Söldner“ innerhalb kurzer Zeit. Nachdem der US-amerikanische Linebacker und Defensive Coordinator Sam Weiss beim Auftaktsieg der Marburger gegen die Rhein-Neckar Bandits mit einer Halswirbelverletzung seine Football-Karriere beendet hat, fällt Linebacker und Führungsspieler Cesare Vanucci für den Rest der Saison aus. Der ­Linebacker wollte nach einer schweren Knieverletzung, die er sich in der vergangenen Saison zugezogen hatte, wieder zu gewohnter Hochform auflaufen.

Doch seine Saison ist vorbei. „Ich musste im ersten Spiel schon einmal behandelt werden und am vergangenen Wochenende wurde es schlimmer. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Bänder nicht mehr mitmachen“, sagt der Linebacker. Es sei besser, den jüngeren Spielern Platz zu machen. Er werde jedoch Traineraufgaben übernehmen und alles für den Erfolg des Teams von der Seitenlinie aus tun. Somit müssen die „Mercs“ ohne ihre beiden besten Linebacker bei einer der besten Offensivteams der gesamten Liga antreten - die Schwäbisch Hall Unicorns.

Guter Saisonstart für Unicorns

Die „Einhörner“ sind gut in die Saison gestartet. Gegen den Mitfavoriten um die Meisterschaft, die Frankfurt Universe, siegte das Team aus Baden-Württemberg mit 26:21. Als Fabeltier stehen Einhörner für das Gute. Die „Einhörner“ aus Hall entpuppen sich jedoch meistens als fleischgewordener Albtraum für ihre Gegner. Das liegt insbesondere an ihrer passfreudigen Offensive, angeführt von Quaterback Marco Ehrenfried.

Um die Offensive der ­„Einhörner“ zumindest vom Galopp auf Trab zu verlangsamen, ist eine deutliche Steigerung in der Marburger Passing Defense und beim Pass Rush notwendig. „Es wird schwierig, Druck auf Ehrenfried auszuüben, weil seine Offensive Line schon seit Jahren ziemlich stark ist“, bewertet Vanucci, der in hohen Tönen vom Haller Trainerstab spricht: „Deren Coaches sind richtig gut. Sie sorgen dafür, dass jeder Spieler genau weiß, was er zu tun hat.“

Marburger wollen Gegner verwirren

Zumindest einen Vorteil haben die „Mercs“ auf ihrer Seite. Ehrenfried ist weder für seine Lauffreudigkeit noch für seine Geschwindigkeit bekannt. „Wir werden versuchen, ihm verschiedene Formationen zu zeigen, um ihn damit zu verwirren. Besonders variabel oder einfallsreich sei die Haller Offensive laut Sam Weiss nicht: „Sie haben nur wenige Spielzüge auf Lager. Aber die sind richtig gut. Sie konzentrieren sich eben darauf, was sie können.

Allerdings präsentierte sich Halls Passing Defense gegen die Frankfurter als angreifbar, ließ 271 Yards durch die Luft zu. Ob die „Söldner“ das ausnutzen können, ist fraglich. 70,5 Yards im Durchschnitt haben die Mercenaries in zwei Spielen verbucht. Das Passspiel konnte sich bisher nicht entfalten, da die Offensive Line immer noch Nachholbedarf hat, die Wide Receiver sich zu wenig Freiräume erkämpfen und Quarterback Holt Claiborne so häufig zum Laufen gezwungen ist.

von Benjamin Kaiser

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