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„Söldner“ stehen mit leeren Händen da

German Football League „Söldner“ stehen mit leeren Händen da

Die Personalprobleme der „Mercs“ erwiesen sich bei sengender Hitze als fatal. Die Marburger Defensive brach zum zweiten Mal in Folge in Durchgang zwei ein.

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Am Anfang stand die Marburger Defensive noch: Hier stoppt Jesse Hogan (Mitte) den Münchner Keith Hilson. Im dritten Viertel ließ die Konzentration jedoch nach.Foto: Wolfgang Fehrmann

Quelle: Wolfgang Fehrmann

München. Es scheint ein Trend bei den Marburg Mercenaries zu werden, Partien vielversprechend zu beginnen, in Führung zu gehen - und zu verlieren. Doch die „Mercs“ spielten in den vergangenen Begegnungen auch stets ein Viertel, das sie um die Früchte ihrer Arbeit brachte. So ebenso am Samstag bei den Munich Cowboys, gegen die Marburg beim 34:41 die vierte Niederlage in Folge einstecken musste.

Wie zuletzt gegen die Saarland Hurricanes begann die Marburger Offensive die Partie im sechsten Gang. Auch die Defensive zeigte sich im ersten Viertel stark und ließ gegen die Offense der Hausherren kaum etwas zu. Der 14:3-Spielstand nach zwölf Minuten spiegelte dies wider. Im darauffolgenden Viertel waren jedoch die Gäste eine Spur erfolgreicher und erzielten neun Punkte zu Marburgs sechs Zählern - Pausenstand 20:12 für die „Mercs“.

Holt Claiborne ist zurück, aber nicht als Quarterback

Vor der Partie waren Marburgs Ambitionen hoch gewesen. Dass sein Team die Auswärtspartie in gewinnen würde, hatte Head Coach Matthias Dalwig fest im Blick, weil Quarterback Holt Claiborne wieder in den Kader rückte. Allerdings warf er keinen einzigen Pass, da ihn seine Schulterverletzung immer noch behinderte. Der „Rasengeneral“ lief als Wide Receiver auf. Running Back Silas Nacita bemannte erneut die Position des Quarterbacks.

Eine Chance bot sich den Münchnern vor allem aufgrund des schwachen dritten Viertels der Marburger. 21 Punkte ließ die Hintermannschaft der Mercenaries zu und öffnete den Hausherren Tür und Tor, um wieder zurück ins Spiel zu kommen. Bereits in der vergangenen Partie gegen die Saarland Hurricanes schenkten die „Mercs“ eine Führung im dritten Viertel her. „Wir waren vor allem in der Defensive zu wenig konstant, konnten sie nur ab und an stoppen“, erklärte Dalwig den Kollaps der Verteidigung.

Auch der Angriff kann gutes Niveau nicht halten

Dass sich vor allem die Defense der „Söldner“ in massiver Personalnot - nur 30 Spieler - befand, half bei den hohen Temperaturen nicht. „Wenn es so heiß ist, ist es mit so wenigen Spielern natürlich schwer, das Anfangsniveau zu halten“, gestand Marburgs Cheftrainer ein, der seinen Schützlingen aufgrund der dünnen Personaldecke kaum Verschnaufpausen gönnen konnte.

Doch auch der Angriff konnte das Niveau von Durchgang eins nicht halten. Dafür hatte der Cheftrainer ebenfalls eine Erklärung parat: „Wir sind in der Offensive momentan sehr abhängig von Silas. Bei so einer Hitze stößt aber auch er an seine Grenzen.“ Auch wenn Nacitas Leistungen in dieser Saison ausschließlich hervorragend waren, ist er nicht vor dem körperlichen Tribut gefeit, den Temperaturen von 35 Grad Celsius fordern. Zwei Interceptions leistete er sich.

Dennoch blieb es bis zum Schlusspfiff knapp. Beim Spielstand von 41:34 für die Hausherren befand sich die Marburger Offensive in den letzten Sekunden des Spiels an Münchens 10-Yard-Linie, konnte den entscheidenden Stich zum Ausgleich aber nicht mehr setzen. Somit ging ein Spiel, das die „Mercs“ mit ihrer Stammbesetzung sehr wahrscheinlich gewonnen hätten, verloren.

von Benjamin Kaiser

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