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„Söldner“ reisen zum Kellerduell

American Football: Marburg Mercenaries „Söldner“ reisen zum Kellerduell

Nach der besten Offensivleistung beim 42:56 gegen die Saarland Hurricanes wollen die „Mercs“ diese Leistung bestätigen. 
Stark verbessern muss sich hingegen die Defensive der „Söldner“.

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Marburgs Silas Nacita (rechts; im Spiel gegen die Rhein Neckar Bandits) wird auch bei den Munich Cowboys versuchen, seine Laufstärke auf das Feld zu bringen.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Viel trennt die beiden Mannschaften in der Tabelle nicht. Die sechstplatzierten „Mercs“ haben einen Sieg mehr auf dem Konto als ihre Konkurrenten aus München. Ein Sieg der Cowboys, und sie würden an den Marburgern vorbeiziehen. Gerade dies gilt es aus Sicht der „Söldner“ am Samstag (16 Uhr) zu verhindern.

Dabei werden die Mercenaries erneut auf starke Leistungen ihrer Nachwuchsspieler, vor allem auf der Wide-Receiver-Position, angewiesen sein. Unter anderem auf Dennis Siebert: Der Passfänger, bis vor einigen Wochen noch Quarterback der Marburger U-19-Mannschaft, verbuchte im vergangenen Spiel gegen die Saarland Hurricanes 69 Yards und sieben Fänge.

Kein Nachwuchsspieler, aber dennoch entscheidend für den Erfolg, ist Silas Nacita. Der Running Back lief gegen die Hurricanes als Quarterback auf und brillierte. Doch auch seine starke Leistung – insgesamt drei Passing und drei Rushing Touchdowns – reichte nicht, um die Niederlage im Saarland abzuwenden. Der nominelle Läufer wird auch am Samstag wieder als Quarterback agieren.

Erfolg mit „empty sets“

Der Status von Holt Claiborne, Marburgs eigentlicher Quarterback, für die Partie gegen die Cowboys ist nämlich unklar, denn Head Coach Matthias Dalwig war am Donnerstag nicht erreichbar. Der Quarterback unterzog sich während der Woche einer ärztlichen Untersuchung wegen einer Schulterverletzung. Allerdings verkündete Dalwig bereits nach dem Spiel gegen die Saarland Hurricanes, dass Nacita vorerst Quarterback bleiben werde.

Als ein vorzügliches Mittel, um die Saarländer Defensive auszuhebeln, bewiesen sich Marburgs „empty sets“. Dabei handelt es sich um Offensivformationen, bei denen kein Running Back auf dem Feld steht. Es ist eine Formation, in der Nacita viele Anspielstationen hat und seine Laufstärke ausspielen kann, da er als Quarterback und Running Back zugleich agiert, um der Offensive Unberechenbarkeit zu verleihen.

Dafür war die Defensive der Marburger schlichtweg zu schwach. Besorgniserregend aus Sicht der „Mercs“ waren vor allem die 7,6 Yards, die die Hurricanes pro Lauf einstrichen. Die, wenn alle Spieler an Bord sind, solide Marburger Rushing Defense zeigte ihre wohl schlechteste Saisonleistung. Insbesondere Quarterback Alexander Haupert bereitete der Laufverteidigung massive Probleme.

Passverteidigung zeigt Fortschritte

Anders dürfte es in München sein. Denn Cowboys-Quarterback Jake Schaefer ist alles andere als mobil. Mit rund 233 Passing Yards pro Spiel rangiert Münchens „Rasengeneral“ zwar in dieser Kategorie in der Top-Ten der Liga, allerdings hat er nach neun Spielen lediglich 64 Yards auf dem Boden erzielt. Marburgs Defense kann sich beim Münchener Laufspiel, das ohnehin nicht die Stärke der Offensive ist, getrost auf den Running Back Felix Gärtner einstellen. Mit 3,4 Yards pro Lauf sollte auch er kontrollierbar sein.

Obwohl auch Marburgs Passverteidigung dem Saarländer Passspiel wenig entgegenzusetzen hatte, zeigte sie sich im Vergleich zu den vorherigen Spielen verbessert und verbuchte gegen den Saarländer Quarterback erneut zwei Intercep-
tions.

Allzu sehr in Verlegenheit sollte die Münchener Offensive die Marburger Defensive aber nicht bringen. Denn mit mageren 14,9 Punkten pro Spiel stellt die Mannschaft aus der bayerischen Landeshauptstadt den zweitschlechtesten Angriff der gesamten German Football League. Eine Hürde, die für die „Söldner“ in normaler Tagesform zu überspringen sein ­sollte.

von Benjamin Kaiser

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