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„So ein Spiel kann man verlieren“

Fußball, Hessenliga „So ein Spiel kann man verlieren“

Im Topspiel der Liga boten beide Teams eine ansehnliche Leistung. Schließlich setzte sich der Tabellenführer verdient durch.

Frankfurt. Auf dem Kunstrasen der Gastgeber entwickelte sich von Beginn an eine sehenswerte Hessenliga-Partie, in der die Frankfurter deutlich machten, warum sie eine so herausragende Rolle spielen. Die Platzherren pressten früh, schalteten extrem schnell um und suchten sofort den Abschluss.

Bereits nach sieben Minuten legten die Rot-Weißen die Führung vor. Eine Hereingabe von Luca Scholten kam zu Cem Kara, der etwa von der Grenze des 16-Meter-Raums abzog und flach ins kurze Eck traf.

Die Stadtallendorfer waren in den ersten zehn Minuten nicht präsent. Doch allmählich fanden sie zu ihrem Spiel und boten Frankfurt ab Mitte des ersten Durchgangs Paroli. Sie kombinierten mit ansehnlichem Kurzpass-Spiel nach vorne, ohne sich allerdings zwingende Torchancen zu erarbeiten.

Die boten sich schon eher den Gastgebern: Varol Akgöz scheiterte mit einem Kopfball (15.) an Torwart Bachmeier. Und in der 28. Minute landete im Anschluss an eine Ecke aus dem Getümmel heraus der Ball am Stadtallendorfer Torpfosten. Die klarste Möglichkeit, noch vor dem Wechsel auf 2:0 zu erhöhen, hatte André Fliess, als er in der 41. Minute allein auf den Stadtallendorfer Keeper zulief, aber über das Tor schoss.

Auch nach dem Seitenwechsel agierten beide Mannschaften auf hohem Niveau. Aber auch jetzt waren die Aktionen der Eintracht im Angriff nicht zwingend genug, um Frankfurt in Bedrängnis zu bringen. Die letzte Präzision fehlte. Gleichwohl bot sich den Gästen in der 72. Minute die Chance zum Ausgleich, nachdem Lundy den agilen Ademi im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Arifi schoss den Elfmeter jedoch zu unplatziert, sodass Takidis keine Mühe hatte, den Ball abzuwehren. Der mögliche Ausgleich hätte dem Spiel vielleicht noch eine Wende geben können.

So hielt die Frankfurter Abwehr den weiteren Stadtallendorfer Bemühungen stand und Frankfurt kam sogar in der Nachspielzeit der kampfbetonten Partie zur Chance, auf 3:0 zu erhöhen. Aber Bachmeier parierte glänzend einen Schrägschuss von Akgöz.

„Ich bin nicht unzufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft“, sagte Stadtallendorfs Trainer Draga Sicaja, „so ein Spiel kann man verlieren. Meine Jungs haben Moral gezeigt und lange Zeit gut dagegenge­halten.“

Auch Frankfurts Trainer Daniyel Cimen zollte seinem Team Lob: „Unser Sieg war verdient. Wir haben allerdings zu viele Tormöglichkeiten vergeben.“

Tore: 1:0 Kara (7.), 2:0 Fliess (65.).

Frankfurt: Takidis - Topcagic, Mus, Scholten, Lundy, Freund (90. Demir), Fil (68. Pllana) - Fliess, Sawada (85. Grigorian), Kara - Akgöz.

Stadtallendorf: Bachmeier - Richardt, Yildirim, Vidakovics, Besel - Arifi, Döringer (46. Ademi), Völk, Vogt, Bartheld, Williams.

Schiedsrichter: Timo Wlodaraczak (Bebra).

Zuschauer: 150.

Gelb: Mus, Freund, Lundy /Vogt, Arifi.

Beste Spieler: Kara, Akgöz, Fliess / Vida­kovics, Ademi.

von Marcello Di Cicco

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