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Sicaja will nach 1:5 knallhart analysieren

Fußball-Hessenliga Sicaja will nach 1:5 knallhart analysieren

Erst das 1:4 am Freitag in Vellmar - und nun das: Statt in Alzenau eine Trotzreaktion zu zeigen, geriet Stadtallendorf beim „kleinen FCB“ erneut unter die Räder.

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Ceyhun Dinler (links, gegen Oberrads Ertugrul Erdogan) musste mit Eintracht Stadtallendorf in
Alzenau die dritte Niederlage in Folge einstecken. Foto: Marcello Di Cicco

Alzenau. „Es gibt nichts schönzureden: Jetzt haben wir den Tiefpunkt erreicht“, stellte Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja nach der dritten Niederlage in Folge fest. „Die erste Halbzeit war die mit Abstand schlechteste Halbzeit, die wir in dieser Saison gespielt haben. Die Körpersprache hat nicht gestimmt, im Zentrum standen wir nicht gut, und fast jeder zweite Pass war ein Fehlpass“, monierte Sicaja.

Bereits nach vier Minuten gerieten die Herrenwälder durch einen Flachschuss des Dreifach-Torschützen David Lange in Rückstand. „Schlechter kann man da nicht verteidigen“, beklagte Sicaja. „Läuferisch überlegen, schneller am Ball und zweikampfstärker“ präsentierten sich die Gastgeber nach Auskunft von Alzenaus Sprecher Toni Ritter im ersten Durchgang, in dem Kevin Bartheld zunächst der Ausgleich gelang.

Nach einem Eckball sorgte der defensive Mittelfeldspieler mit einem verdeckten Schuss aus 20 Metern für das 1:1 (15.), das allerdings nicht lange währte. Mit einem „Traumkopfball“ (Ritter) in den Winkel brachte Elias Niesigk die ab Mitte des ersten Abschnitts druckvoller aufspielenden Gastgeber drei Minuten später wieder in Front - und Sicaja auf die Palme: „In dieser Situation standen wir zu dritt im Zentrum“, monierte der Übungsleiter das Defensivverhalten seiner Schützlinge, die vor der Pause durch einen unhaltbaren Schuss in den Winkel noch das 1:3 kassierten (34.).

In einem von Schiedsrichter Jörn Blankenburg (Dreieich) „sehr gut geleiteten Spiel“ (Ritter) bot sich den 200 Zuschauern im Städtischen Stadion am Prischoß nach dem Kabinengang ein anderes Bild. „Die zweite Halbzeit war absolut in Ordnung“, betonte Sicaja. Die Stadtallendorfer drängten nun auf den Anschlusstreffer - doch Tore fielen weiter nur auf der Gegenseite. Nach einem Konter war erneut Niesigk zur Stelle, um für die Vorentscheidung zu sorgen (67.). In einem laut Ritter sehr fairen und gutklassigen Hessenliga-Spiel war es Lange vorbehalten, drei Minuten später den 5:1-Endstand zu markieren. Je einmal trafen beide Teams noch das Aluminium.

„Ich gestehe meinen Spielern zu, dass wir in den vergangenen drei Tagen zwei weite Auswärtsfahrten hatten“, sagte Sicaja, „aber diese Niederlage müssen wir knallhart analysieren. Zudem wird sich der ein oder andere Leistungsträger rechtfertigen müssen. Das werden wir intern tun“, kündigte Sicaja an. „Eine Serie von drei Niederlagen in Folge dürfen wir nicht einfach ignorieren. Es macht aber auch keinen Sinn, jetzt alles auf den Kopf zu stellen. Dennoch werde ich künftig nur noch Spieler aufstellen, die fit sind“, kündigte der TSV-Übungsleiter als erste Konsequenz an.

Tore: 1:0 David Lange (4.), 1:1 Kevin Bartheld (15.), 2:1 Elias Niesigk (18.), 3:1 Lange (34.), 4:1 Niesigk (67.), Lange (70.). Alzenau: Döbert - Fritscher, Müller, Steigerwald, Boutakhrit, Koukalias, Niesigk (71. Dauber), Beinenz (78. Wissel), Lange (77. Hoffmann), Grünewald, Dähn. Stadtallendorf: Jäckel - Richardt (46. Schudy), Guzu, Vidakovics, Völk, Dinler, Vogt, Bartheld, Williams, Szymanski (46. Erben), Arifi (74. Ademi). Schiedsrichter: Jörn Blankenburg (Dreieich). Gelbe Karten: Dähn / Völk. Zuschauer: 200. Beste Spieler: Lange, Niesigk / - .

von Marcello Di Cicco

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