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Sicaja hat zum Saisonauftakt die Qual der Wahl

Fußball, Hessenliga Sicaja hat zum Saisonauftakt die Qual der Wahl

Die Tage der Vorbereitung sind vorbei: Im Stadion Beetwiese in Allendorf/Eder beginnt für den personell runderneuerten TSV Eintracht Stadtallendorf am Sonntag um 15 Uhr die neue Hessenliga-Spielzeit

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Raul Guzu (2. von rechts, hier in der vergangenen Saison gegen Hünfelds Lukas Budenz) soll bei der Eintracht wieder eine tragende Säule in der Abwehr bilden.

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Mit einem kleinen Derby startet Eintracht Stadtallendorf gegen den FC Ederbergland in die neue Saison - jenes Team, das in der vergangenen Spielzeit eigentlich schon so gut wie sicher abgestiegen war, dann aber maßgeblich von der modifizierten Abstiegsregelung profitierte, zu der sich der Hessische Fußball-Verband nach den angekündigten Rückzügen dreier Vereine aus dem Oberhaus durchgerungen hatte.

Duell mit Ex-Eintrachtlern

4 der 40 Punkte sammelte der FCE, der in Artur Besel (vom VfB Wetter) und Ingo Czyrzewski (vom FV Bürgeln) nun nach Anton Jencik und Marco Kovacevic zwei weitere Ex-Stadtallendorfer in seinen Reihen hat, in der vergangenen Runde gegen die Herrenwälder. „Der eine Punkt gegen Ederbergland war zu wenig“, weiß auch Eintracht-Trainer Dragan Sicaja, der seine Schlüsse für den Saisonstart insbesondere aus dem Vorbereitungsspiel gegen den Ligakonkurrenten TSV Lehnerz gezogen hat, gegen den die Ostkreisler vor sechs Tagen mit 0:4 verloren.

„Dort hat man gesehen, was wir können und was wir noch nicht können. Lehnerz hat unsere Fehler eiskalt bestraft“, blickt der Eintracht-Coach zurück. Dass beim einzigen heimischen Hessenligisten bis zuletzt nicht alles rund lief, mag allerdings kaum verwundern. Schließlich gehen die Herrenwälder - bei 11 Abgängen - mit 13 Neuzugängen in die Saison (die OP berichtete).

„Dem einen vertraue ich schon etwas mehr, dem anderen noch etwas weniger. Zwei, drei Spieler haben noch etwas Rückstand. Daher wird es wohl so sein, dass kurzfristig jemand aus dem Kader gestrichen wird“, verrät der Übungsleiter, der im selben Atemzug aber betont: „Über die gesamte Saison brauchen wir alle.“ Personell ist die Lage bei der Eintracht entspannt, schließlich gibt es keine Verletzten. Sogar Raul Guzu, der am vergangenen Sonntag beim 7:0-Testspielsieg gegen den Alsfelder Kreisoberliga-Aufsteiger SV Hattendorf erstmals nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen Oktober ein komplettes Spiel absolvierte, ist einsatzbereit. „Man muss ihn aber etwas bremsen - wenngleich er von seiner Persönlichkeit her ein immens wichtiger Spieler für uns ist“, lobt Sicaja seinen genesenen Innenverteidiger.

FCE hat einige Ausfälle

Insbesondere vor der starken Offensive der Ederbergländer um Felix Nolte und Maxim Zich warnt der Stadtallendorfer Trainer inständig. „Wir dürfen nicht blauäugig und naiv auftreten. Wenn der Gegner Raum nach vorne hat, wird es für uns gefährlich. Die haben schnelle Jungs. Entscheidend ist, dass wir einen klaren Kopf behalten“, fordert Sicaja, der den Hessenliga-Start am Samstag in seinem Wohnort Schwalmstadt verfolgt, von seiner Elf ein kompaktes und konzentriertes Auftreten.

Im Gegensatz zu den Herrenwäldern ist die personelle Situation beim FCE noch etwas angespannt: Auf Oleg Schneider (Knorpelschaden Knie) und Jan Eberling (Meniskus) muss der vom VfB Wetter zum FCE gewechselte Coach Harry Preuß noch länger verzichten. Zudem fallen der neue Kapitän Ingo Miß (Muskelfaserriss), Czyrzewski (Rückenprobleme) und Michael Möllmann (muskuläre Probleme/Trainingsrückstand) aus. Der Ex-Marburger David Koch sowie Fabian Mohr sind noch im Aufbautraining.

Einen offenen Schlagabtausch erwartet Preuß: „Ich glaube nicht, dass es für uns einfacher wird, nur weil Stadtallendorf durch die personellen Veränderungen noch nicht eingespielt ist. Denn zum Saisonstart befinden wir uns wie alle Teams ebenfalls in der Findungsphase“, sagt der Übungsleiter, der mehr Spielkultur ins Ederbergländer Spiel bringen will und auf intensives Laufspiel setzt. „Wenn wir ans Limit gehen, sind wir absolut konkurrenzfähig. Die Mannschaft ist nach dem ersten Hessenligajahr gereift und weiß, was auf sie zukommt“, meint der Ex-Profi.

Hessenliga: 1. FC Schwalmstadt - SV Wiesbaden, Rot-Weiß Darmstadt - Rot-Weiß Hadamar (beide Sa., 15 Uhr), TSV Steinbach - OSC Vellmar (Sa., 17 Uhr), Buchonia Flieden - TSV Lehnerz (Sa., 18 Uhr), Viktoria Griesheim - FC Bayern Alzenau, FC Ederbergland - Eintracht Stadtallendorf (beide So., 15 Uhr).

von Marcello Di Cicco und Dirk Schäfer

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