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Sicaja hadert mit Abschlussschwäche der Eintracht

Fußball: Hessenliga Sicaja hadert mit Abschlussschwäche der Eintracht

Einmal mehr zeigte sich die Eintracht auswärts von ihrer guten Seite. Dass trotz eines engagierten Auftritts nichts Zählbares heraussprang, war dennoch einfach zu erklären.

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Eschborns Tim Tilger (am Boden) bringt Stadtallendorfs Manuel Rasiejewski zu Fall.

Quelle: Marcello Di Cicco

Eschborn. „Wir haben heute nicht mehr verdient, weil wir kein Tor gemacht haben“, sagte Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja in der obligatorischen Pressekonferenz. So einfach seine Feststellung klang, so ernüchternd war sie auch. Denn einmal mehr waren es kleine Fehler, die den TSV die Punkte kosteten.

Der haarsträubendste Aussetzer ereignete sich in der 78. Minute, als die Gastgeber in einer eigentlich aussichtslosen Situation zu maximalem Ertrag kamen: Der nahezu in jeder Offensivaktion brandgefährliche Anthony Wade ging einem Kopfball-Rückpass von Sebastian Przybyszewski in Torjäger-Manier nach, legte das Leder im 16er per Kopf vorbei am heranstürmenden TSV-Keeper Dusan Olujic und schloss aus spitzen Winkel eiskalt ab.

Gut 20 Minuten zuvor hatte Wades Sturmpartner Ephraim Uworuya nach einem Querpass aus der Mitte Kenan Atas am linken Strafraumeck aussteigen lassen und mit einem Schuss ins lange Eck das 1:0 für die Frankfurter Vorstädter erzielt (56.).

„Wenn man es dem Gegner ermöglicht, aus Situationen, die eigentlich nicht so gefährlich sind, Tore zu erzielen, darf man sich am Ende nicht über eine Niederlage wundern“, meinte Sicaja, der mit der Aufstellung seiner Anfangself überraschte. Denn anstatt von Jurij Gros und des angeschlagenen Valon Ademi bot der Stadtallendorfer Übungsleiter in Antonyos Celik, Nicolai Lorch und Robin Traut drei „Jungspunde“ auf, die im Mittelfeld der ersatzgeschwächten Eintracht spielten. Und nicht nur das Trio machte seine Sache ordentlich.

„Wir haben gut begonnen, waren griffig und in den Zweikämpfen“, lobte Sicaja, dessen Elf auch läuferisch überzeugte und ansehnlich nach vorne kombinierte und so in einem ausgeglichenen ersten Abschnitt das optische Übergewicht hatte, es aber verpasste, mit der ersten hundertprozentigen Torchance des Spiels in Führung zu gehen. Nach einer Flanke von Celik kam Ahmet Marankoz freistehend aus kurzer Distanz vor FCE-Torwart Tobias Stehling zum Schuss, zog aber mit seinem schwachen Fuß am Tor vorbei (32.). „Den muss Ahmet machen“, meinte Sicaja. Wenig später hatten die Gäste Glück, dass Wades 20-Meter-Schuss knapp über das Tor flog (40.).

Eschborns Trainer zollt Stadtallendorf Respekt

„Stadtallendorf war ein starker Gegner, und in der ersten Halbzeit war es ein hochklassiges Spiel. Wir haben es heute aber sehr gut gemacht und verdient gewonnen, obwohl es uns der Gegner über weite Strecken sehr schwer gemacht hat. Nach unserem letzten Spiel war ich allerdings auch von der Mannschaft sehr enttäuscht, weil der SV Wiesbaden eigentlich nicht stärker war als Stadtallendorf“, zollte Eschborns Trainer Dennis Weiland dem Auftritt der Herrenwälder Respekt.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der Gast engagiert, bei seinen Offensivbemühungen aber zu blass. „Wir haben den letzten Pass immer auf den anderen geschoben und in den entscheidenden Momenten die falschen Entscheidungen getroffen“, erklärte Sicaja, warum sich seine Schützlinge auch im zweiten Durchgang mit dem Herausspielen von zwingenden Tormöglichkeiten schwer taten - und das trotz Überzahl.

Denn nach wiederholten Foulspiels sah Torschütze Uworuya die „Ampelkarte“ (67.), was dazu führte, dass sich der Unparteiische Martin Wiatrek (Witzenhausen) in der Folge massiven verbalen Entgleisungen einer Handvoll über die Stränge schlagender FCE-Anhänger ausgesetzt sah, deren Anfeindungen sich aber nicht auf die von vielen Nickligkeiten geprägte Partie übertrugen.

von Marcello Di Cicco

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