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Sicaja fehlen drei Führungsspieler

Fußball-Verbandsliga Sicaja fehlen drei Führungsspieler

Wegen einer Firmenversammlung im Herrenwaldstadion kann die Stadtallendorfer Eintracht erst am Sonntag (15 Uhr) gegen den Tabellensechsten SC Viktoria Griesheim ihre Oktober-Bilanz aufbessern.

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Der gelb-rot-gesperrte Kevin Vidakovics (links, gegen Jan-Niklas Jordan von Buchonia Flieden) wird der Eintracht am Sonntag im Heimspiel gegen Griesheim fehlen.

Quelle: Tobias Hirsch

Stadtallendorf. Drei Spiele, aber nur einen Punkt - golden ist die Ausbeute im Oktober bislang nicht für Eintracht Stadtallendorf. Eine Mischung aus Pech und eigenem Verschulden hat dafür gesorgt, dass die Herrenwälder in den vergangenen zwei Wochen den Kontakt zu Spitzenreiter Dreieich verloren und dass andere Klubs zum TSV aufgeschlossen haben.

„Die erste Viertelstunde waren wir die vergangenen Spiele nicht dabei. Das war davor nicht so“, ist laut TSV-Trainer Dragan Sicaja eine anhaltende Konzentrationsschwäche eine Ursache für die verlorenen Punkte - und Disziplinlosigkeiten in Form von Platzverweisen. Ob Muhamet Arifi, Kevin Vidakovics oder Erdinc Solak - drei Gelb-Rote Karten gab es in den vergangenen drei Partien gegen Eintrachtler. Sicaja schmeckt dies gar nicht.

„Einige Schiedsrichter-Entscheidungen - gerade in Vellmar - waren schon unbegreiflich. Wir suchen aber nicht die Schuld bei den Schiedsrichtern. Gerade Führungsspieler wie Kevin Vidakovics müssen die Mannschaft führen und nicht Entscheidungen kommentieren. Man muss sich unter Kontrolle haben, sonst schwächt man seine Mannschaft. Klar kommt Kevin über seine Emotionen, aber die muss man kanalisieren können“, fordert Sicaja, dem neben seinem Kapitän am Sonntag weitere wichtige Spieler fehlen. Wie Vidakovics sah auch Erdinc Solak in Vellmar die „Ampelkarte“ und ist damit für ein Spiel gesperrt. Weil auch Daniel Vier mit einem Muskelfaserriss noch passen muss, fällt eine zentrale Achse vom Innenverteidiger über den „Sechser“ bis hin zum Ideengeber im offensiven Mittelfeld aus. „Ich habe aber keine Bedenken, dass die anderen Jungs nicht Gas geben. Wir starten trotzdem zu elft“, sieht Sicaja sein Team gut gerüstet - auch wenn in Ivan Jakovljevic und Jascha Döringer, der wieder mit dem Lauftraining begonnen hat, zwei weitere Offensivkräfte nicht zur Verfügung stehen.

„Viel zu viele Gegentore“ habe sein Team zuletzt kassiert, moniert Sicaja. Über die Gegentore kann sich SCV-Coach Suat Türker derweil nicht beschweren. Mit nur 13 davon in zwölf Partien stellen die Südhessen die zweitbeste Abwehr.

„Ich habe als Stürmer immer gegen gute Abwehrspieler spielen dürfen und die Erfahrungen bei uns mit eingebaut. Zudem habe ich der Mannschaft klar gemacht, dass man nur oben dabei sein kann, wenn man über eine geordnete Defensive kommt. Unsere letzten Spiele haben aber gezeigt: Für ganz oben wird es bei uns nicht reichen“, meint der Trainer des Überraschungsteams.

In Innenverteidiger Fabian Walter und Stürmer Pascal Stork fehlen dem Ex-Zweitliga-Profi in Stadtallendorf „zwei sehr wichtige Spieler“, sagt Türker, der gern variabel spielen lässt, Wert aufs schnelle Umschalten sowie auf eigenen Ballbesitz legt. „Da dürfen wir keine dummen Gegentore kassieren“, warnt Sicaja, dass es sein Team erneut viel Kraft kosten würde, wenn seine Schützlinge gegen die gegnerische Fünferkette einem Rückstand hinterherlaufen müssten.

von Marcello Di Cicco

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