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Sicaja erwartet ein Geduldsspiel

Fußball, Hessenliga Sicaja erwartet ein Geduldsspiel

Im zuletzt dreimal zu Null siegreichen SC Viktoria Griesheim wartet auf die auswärts noch verlustpunktfreie Stadtallendorfer Eintracht am Sonntag (15 Uhr) eine harte Nuss.

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Fliedens Gabriel Müller (von links) kämpft gegen die Stadtallendorfer Muhamet Arifi und Kevin
Vidakovics um den Ball. Foto: Marcello Di Cicco

Stadtallendorf. Wenn die Stadtallendorfer Eintracht am Sonntag im Stadion Süd am Hegelsberg in Griesheim zu Gast ist, dürfte bei einem Eintracht-Spieler die Vorfreude besonders groß sein: Michel Groß. „Unter dem jetzigen Griesheimer Trainer Angelo Barletta habe ich bei Kickers Offenbach gespielt. Er war damals Co-Trainer“, erzählt Groß, der beim 3:1 in Flieden Kenan Atas als Außenverteidiger ersetzte und „sehr gut“ gespielt habe, wie TSV-Coach Dragan Sicaja lobte.

„Barletta ist obwohl seines Alters ein richtig guter Kicker, mit einem besseren habe ich noch nicht zusammengespielt. Sein Auge und seine Passqualität sind unglaublich. Und Griesheim ist eine sympathische Mannschaft“, sagt Groß, der dem Gegner wünscht, die Klasse zu halten. Und die Chancen dafür stehen nicht schlecht.

Dreimal in Folge gewannen die Südhessen - und das jeweils zu Null gegen die hocheingeschätzten wie offensivstarken Klubs Borussia Fulda (3:0), Sportfreunde Seligenstadt (1:0) und jüngst Rot-Weiß Frankfurt (1:0), dem der Hessenmeister von 1981 zugleich die erste Saisonniederlage zufügte. Torschütze: Angelo Barletta.

Dass der 38-jährige Ex-Profi ein Mann für die wichtigen Tore ist, bewies der Abwehrspieler bereits 2009, als der Deutsch-Italiener zwei Tore zum 3:2-Sieg des VfL Osnabrück im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund beisteuerte - eines davon, ein Fallrückzieher, wurde gar zum „Tor des Monats“ gewählt.

Trainer Sicaja warnt vor gegnerischen Kontern

„Natürlich war das Tor gegen Frankfurt das schönere“, scherzt Barletta, dessen Elf in den vergangenen drei Partien „auch etwas Glück“ hatte, wie er meint. „Nach der 1:6-Niederlage gegen Watzenborn-Steinberg hat sich bei uns einiges getan. Wir haben das Trainingspensum auf viermal pro Woche erhöht und machen nun eine Videoanalyse“, verrät der SCV-Spielertrainer, der die Eintracht spielstärker als Liga-Primus Rot-Weiß Frankfurt einschätzt.

„Die Spiele gegen Stadtallendorf waren in der Vorsaison die einzigen Spiele, in denen wir recht chancenlos waren“, zollt Barletta, dem nur drei Langzeitverletzte fehlen, der Eintracht, die nur eines der vergangenen sechs Duelle gegen die Südhessen verlor, gehörigen Respekt - der allerdings auf Gegenseitigkeit beruht.

„Diese Mannschaft hat es geschafft, mit wenigen Mitteln die Klasse zu halten. Allerdings hat sich Griesheim in Björn Weisenborn und Eugen Schiffmann noch mal gut verstärkt und jetzt eine andere Qualität“, weiß Eintracht-Cheftrainer Dragan Sicaja, der seine Elf im selben Atemzug warnt: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in Konter laufen und dass wir keine Ballverluste im gefährlichen Raum haben. Wir dürfen nicht zu viel riskieren. Es wird wohl ein Geduldsspiel.“ Angeschlagen sind noch Ariel Szymanski (muskuläre Probleme) und Del-Angelo Williams (krank). Dafür ist „Sechser“ Kevin Bartheld wieder fit.

Eintracht wird von Fachanwalt vertreten

Wie Albert Lembach, 2. Vorsitzender der Eintracht-Fußballer, auf OP-Anfrage mitteilte, wird der Verein gegen das Sportgerichtsurteil im Fall TSV Lehnerz vor dem Verbandsgericht in Berufung gehen. Die Osthessen dürfen nach dem Urteil die drei Punkte behalten, müssen aber 150 Euro Strafe zahlen, weil sie fehlerhafte Angaben im Spielbericht gemacht hatten (die OP berichtete in ihrer Montagsausgabe).

„Wir waren uns schnell einig, dass wir in Berufung gehen werden. Bestimmungen sind dazu da, um eingehalten zu werden. Aus unserer Sicht wurden diese Bestimmungen aber nicht hinreichend beachtet. Man kann ja auch nicht sagen: ‚Du darfst nicht über eine rote Ampel fahren‘, es dann aber nicht bestrafen, wenn man es doch macht und dabei erwischt wird“, sagt Lembach. Die Eintracht lässt sich in der Berufung von dem renommierten Frankfurter Fachanwalt für Sportrecht, Horst Kletke, vertreten. Kletke vertrat 2012 erfolgreich Fortuna Düsseldorf im Rechtsstreit mit dem Bundesliga-Relegationsgegner Hertha BSC Berlin.

n Hessenliga: SpVgg Oberrad - FC Bayern Alzenau (heute, 19.30 Uhr), Rot-Weiß Frankfurt - Rot-Weiß Hadamar, Spfr. Seligenstadt - SV Wiesbaden, Borussia Fulda - OSC Vellmar, FSC Lohfelden - 1. FC Eschborn, KSV Baunatal - TSV Lehnerz, SC Hessen Dreieich - Buchonia Flieden (alle Sa., 15 Uhr), Vikt. Griesheim - Eintr. Stadtallendorf (So., 15 Uhr).

von Marcello Di Cicco

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