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Sicaja beklagt "vier Totalausfälle"

Fußball-Hessenliga: RW Darmstadt - Stadtallendorf 3:1 Sicaja beklagt "vier Totalausfälle"

Harmlos, planlos, emotionslos - so präsentierte sich Stadtallendorf über weite Strecken in Darmstadt. Der schwache Auftritt des TSV wurde mit einer verdienten 1:3 (0:1)-Niederlage quittiert.

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Stadtallendorfs Ceyhun Dinler (links) umspielt Darmstadts Torschützen zum 3:1, Florian Muhl. Foto: Marcello Di Cicco

Darmstadt. 130 Kilometer hin, und noch mal so weit zurück - und das alles für die Katz‘. Statt im Darmstädter Waldsportpark mit dem angestrebten ersten Auswärtserfolg beim Tabellen-15. einen Befreiungsschlag zu landen, blickte man am Samstag um 16.24 Uhr bei Spielern, Verantwortlichen und der Handvoll mitgereister Anhänger der Eintracht in ratlose und enttäuschte Gesichter.

Noch gut 15 Minuten nach dem Abpfiff berieten sich Stadtallendorfs Coach Dragan Sicaja, Co-Trainer Heiko Schmidt und Sportmanager Fejz Hodaj am Rande des Rasenplatzes, auf dem die Gastgeber soeben ihren dritten Heimsieg gefeiert und die Gäste ihre siebte Niederlage kassiert hatten - und das verdient, „weil der Gegner mehr wollte, mehr gelaufen ist und elementare Dinge beherzigt hat“, gestand Sicaja, der in Richtung seiner Elf nicht an Kritik sparte. „Vier unserer Spieler waren heute Totalausfälle. Dann kannst du kein Spiel gewinnen. Der Gegner brauchte nicht viel zu machen, bei den Gegentoren waren wir einfach sehr naiv. Wir haben zu Hause bisher immer mit Herz gespielt. Gegen diesen Gegner haben wir aber versucht, einen anderen Fußball zu spielen. Einige dachten wohl, auf diesem Platz könnte man es eher fußballerisch lösen“, monierte der TSV-Übungsleiter.

Dass Kenan Atas bei Hochnebel einige Male auf dem nassen Geläuf wegrutschte und deshalb nach 18 Minuten das Schuhwerk wechseln musste, war symptomatisch für den Auftritt der Gäste, die im ersten Abschnitt keinen Zugriff auf den Gegner fanden und nur durch einen Lattentreffer von Oliver Richardt eine gute Torchance verbuchten (12.).

Nach einem verlorenen Zweikampf im Mittelfeld schickte Dominik Lohrer Baris Özdemir auf den rechten Flügel, der den mitgelaufenen Andreas Klug im Strafraum bediente - der Stürmer musste nur noch den Fuß hinhalten (31.).

In der einzigen, kurzen Phase nach dem Wiederanpfiff, in der die Herrenwälder flotter und mutiger nach vorne kombinierte, fiel der Ausgleich. Kevin Bart­held umkurvte dabei Rot-Weiß-Keeper Stefan Scholz (48.). Binnen 60 Sekunden schockten die Gastgeber die Eintracht, auf deren Seite Torwart Stephen Jäckel, der zuvor bei drei Flanken keine gute Figur gemacht hatte, einen rabenschwarzen Tag erwischte. Hätte der TSV-Torhüter Baris Özdemirs Freistoßhammer ins Torwart-Eck noch neutralisieren müssen (64.), so war er bei Florian Muhls passgenauem Fernschuss in den Winkel chancenlos (65.).

„Der Doppelschlag hat uns gut getan. Ich weiß nicht, ob wir auch gewonnen hätten, wenn es nur 2:1 gestanden hätte. Ich bin überzeugt, dass dann noch etwas passiert wäre. Dann wäre viel mehr Druck entstanden als ohnehin schon, und das Gezittere hätte angefangen. So war der Doppelschlag Gold wert“, wusste Darmstadts Neu-Trainer Arndt Hornicek.

In der Folge schaffte es die Eintracht nicht mehr, sich von dem Nackenschlag zu erholen. Beim Pflichtspiel-Debüt von Thomas Wellner im Hessenliga-Team sorgte der eingewechselte Valon Ademi zwar für frischen Wind in der Offensive; zu oft rannten die spielerisch ohne Konzept agierenden Gäste aber ins Abseits.

RW Darmstadt - Eintracht Stadtallendorf 3:1 (1:0)

Tore: 1:0 Andreas Klug (31.), 1:1 Kevin Bartheld (48.), 2:1 Baris Özdemir (64.), 3:1 Florian Muhl (65.).

RW Darmstadt: Scholz - Karamanolis, Polat, Kalbfleisch, Frisch - Lohrer, Lerchl, Muhl, Götz (75. Hornung) - Özdemir (86. Koyuncu), Klug (89. Uzun).

Eintracht Stadtallendorf: Jäckel - Atas, Völk, Guzu, Richardt (46. Wellner) - Szymanski, Bartheld - Dinler, Schudy (46. Ademi) - Arifi (76. Williams) - Vogt.

Schiedsrichter: Thorsten Mürell (Obertshausen).

Zuschauer: 80.

Gelbe Karten: Kalbfleisch, Karamanolis / Arifi, Vogt, Williams.

Beste Spieler: Özdemir, Muhl / Ademi.

von Marcello Di Cicco

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