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Showreife Tore sichern Neustadt Sieg

Fußball, Kreisliga A Marburg Showreife Tore sichern Neustadt Sieg

Dank zweier sehenswerter Tore und einer guten Mannschaftsleistung hat der VfL Neustadt die FSG Südkreis durch den direkten Vergleich vom Spitzenplatz verdrängt.

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Marc Prenzer (Südkreis, links) hält sich Neustadts Sascha Blöss (rechts) vom Leib, im Spitzenspiel aber behielt der VfL die Oberhand. Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Neustadt. „Ein bisschen schießen kann ich“, scherzte Sascha Blöss nach dem Abpfiff. So mancher der knapp 100 Zuschauer im Waldstadion blickte verwundert drein, als sich der VfL-Spielertrainer aus gut und gerne 40 Metern ein Herz nahm und abzog. Sein Flatterball landete zum 2:0 im Kasten (57.).

Und als wäre es nicht schon spektakulär genug gewesen, leitete Blöss den 3:0-Endstand auf sehenswerte Weise ein. Sein Flankenball von links hinter der Mittellinie flog im hohen Bogen gegen die Latte des Gäste-Gehäuses und prallte nach vorne ab, wo Niko Müller das Leder per Kopf in die Maschen bugsierte (75.).

„Den ersten habe ich megagut getroffen, der hat richtig schön geflattert. Da hätte ich gern eine Geschwindigkeitsanzeige gesehen“, verriet Blöss und gestand sogleich: „Der zweite Ball war mehr Zufall. Ich wollte ihn diagonal und nie im Leben aufs Tor schießen.“

Den besseren Start in das Spitzenspiel erwischte der Gast, der in einem ausgeglichenen ersten Abschnitt nicht nur ein optisches Übergewicht hatte, sondern durch Simon Weimar (21.), Marc Prenzer (33.) und einen Pfostenschuss von Niklas Müller (41.) auch ein leichtes Chancenplus verbuchte.

FSG-Kapitän Niklas Müller war dies über die gesamte Spieldauer betrachtet dennoch zu wenig: „Wir haben zu wenig Torchancen kreiert, zu wenig Druck gemacht und hinten entscheidende Fehler gemacht. Deshalb war es eine verdiente Niederlage.“

FSG-Trainer Horst Prenzer ärgerte, dass Tolga Cetinceliks Dropkick-Treffer (37.) das erste vom unsicher wirkenden Unparteiischen Holger Sann (Kirtorf) anerkannte Tor war, denn bereits in der 24. Minute traf Südkreis‘ Kevin Schneider nach einer Freistoßflanke am langen Pfosten ins Tor. „Da war kein Mensch im Abseits“, haderte Prenzer mit der Entscheidung des Schiedsrichters und wertete dies als „Schlüsselszene“. „So geht Neustadt in Führung. Und dann wird es schwer. Neustadt hat eine sehr starke Abwehr und lässt wenig zu. Da merkt man die Erfahrung von Spielern wie Sascha Blöss.“

Gegen kompakt auftretende und zweikampfstarke Platz­herren bot sich Lukas Wenz freistehend vor VfL-Keeper Kurt Nittner kurz nach Wiederanpfiff eine Riesenchance, die der FSG jedoch ungenutzt ließ (53.). „Wir standen richtig gut, haben nach vorne Nadelstiche gesetzt und hatten auch etwas Glück bei den Toren“, meinte Neustadts Kapitän Simon Blöss, dessen Bruder Sascha wusste, warum sein Team am Ende als Sieger vom Platz ging.

„Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Ich hatte vor dem Spiel zu ihr gesagt: ‚Wir müssen heute einfach nur Lust aufs Gewinnen haben‘ - und die hatten wir. Die meisten können kaum noch stehen. Wir sind viel gerannt und haben einen großen Aufwand betrieben“, lobte der VfL-Coach, dessen Elf sich in der Schlussphase gegen alles riskierende Gäste noch viele Räume und Konterchancen boten.

Tore: 1:0 Tolga Cetincelik (37.), 2:0 Sascha Blöss (57.), 3:0 Niko Müller (75.). Neustadt: Nittner - Sascha Blöss, S. Müller, Fenderl, Flad (76. Gies) - Breuer - Cetincelik, Simon Blöss, Kulikov (45. + 2 Rohn), Reinhardt (65. Nau) - N. Müller (86. Flad). Südkreis: Mitschka - F. Wenz (69. Schmidt), Schneider, Kuhl, Schäfer (45. + 2 Michel) - Böth, Klein, Weimar, Müller - Prenzer, L. Wenz. Schiedsrichter: Holger Sann (Kirtorf). Zuschauer: 100. Gelbe Karten: - / F. Wenz, Böth, Weimar, Müller. Beste Spieler: Sascha Blöss, S. Müller, Cetincelik / Klein, Müller. Bes. Vorkommnis: Neustadts Alexander Kulikov (Platzwunde am Kopf) und Südkreis‘ Marcel Schäfer (aufgeplatzte Lippe/Zahnverletzung) müssen nach einem Zusammenprall (45.) behandelt werden.

von Marcello Di Cicco

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