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„Selbsterfahrung ist sehr wertvoll“

Special Olympics „Selbsterfahrung ist sehr wertvoll“

Von Dienstag, 12 Uhr, bis einschließlich Donnerstag messen sich Menschen mit geistiger Behinderung auf und in den Sportstätten der Universitätsstadt.

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Marburgs Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach (von links) mit den zwei von vier Gesichtern der Special Olympics, Kim Emmerich und Carina Kühne, sowie Christian Hastedt-Marckwardt vom Vorstand  der Special Olympics Hessen.

Quelle: Bodo Ganswindt

Marburg. „Ich will gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, so will ich mutig mein bestes geben.“ So lautet der Eid für die Special Olympics, den heute Carina Kühne während der feierlichen Eröffnung der Landesspiele im Georg-Gaßmann-Stadion stellvertretend für alle Teilnehmer sprechen wird. Ihr zur Seite stehen bei der Eidesformel als weitere Repräsentanten der Special Olympics der Handballnationalspieler Jannik Kohl­bacher von der HSG Wetzlar und Kim Emmerich, Basketballer des Handicap-Teams beim BC Pharmaserv Marburg.

Schließlich steht auch die Siebenkämpferin Claudia Salman-Rath aus Offenbach für die Idee der Special Olympics

Die 32-jährige Carina Kühne ist eines der Gesichter der Spiele, die nach 2015 zum nunmehr zweiten Male in Marburg ausgerichtet werden. Die gebürtige Berlinerin Kühne, die sich dem Tauchsport verschrieben hat, aber auch als Schauspielerin in dem Film „Be my Baby“ für ihre Leistung in der Hauptrolle  zu Ehren gelangte, wohnt in Seeheim-Jugenheim. Sie bezeichnet sich als Aktivistin, die sich „für Inklusion und die Rechte von Menschen mit Down-Syndrom, das ich selbst auch habe“, engagiert.

Selbsterfahrung ist sehr wertvoll

Der aus dem hiesigen Raum stammende Kim Emmerich spielt gerne Fußball, aber vor allem begeistert er sich für den Basketballsport, den er selbst als Power Forward im Basketball-Handicapteam des BC Marburg ausübt. „Ich schaue oft bei den Blue Dolphins im Training zu“, sagt der 33-Jährige „und dabei lerne ich etwas für die Taktik in meinem Team“. Die Bundesligaspielerinnen des BC Marburg unterstützen traditionell Emmerichs Mannschaft als Trainerinnen.

„Diese Selbsterfahrung, sich mit anderen im Sport zu messen, ist sehr wertvoll“, betont Christian Hastedt-Marckwardt,  Mitglied im Vorstand und Pressesprecher der Special Olympics, die seit 2006 in Hessen ausgerichtet wird und deren bundesweite Historie 26 Jahre alt ist.
Außer den etwa 600 Sportlerinnen und Sportlern werden rund 300 Trainerinnen und Trainer sowie 400 Volunteers dazu beitragen, dass die Veranstaltung eine Werbung für die Inklusion sein wird: Inklusion meint die selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe eines Menschen am gesellschaftlichen Leben, unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft, Religionszugehörigkeit oder Bildung, von Behinderungen oder sonstigen individuellen Merkmalen (nach Wehrfritz).

Sport sei ein Mittel, die Inklusion weiter voranzutreiben. Darin waren sich alle Teilnehmer am gestrigen Pressegespräch im Marburger Rathaus einig. „Wir unterstützen die Bemühungen um Inklusion nach unseren Möglichkeiten“, sagte Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach, „was Angebote und Möglichkeiten anbelangt, sind wir in Marburg gut aufgestellt. Inklusion ist ein Prozess, der sich ständig weiterentwickelt, und wir sind bereit, weitere Schritte zu gehen.“

Zeitplan

Dienstag: 12 - 13.30 Uhr: Eröffnungsfeier
14 - 17 Uhr  Klassifizierungswettbewerbe Basketball, Boccia, Fußball, Kanu, Leichtathletik, Schwimmen; Gesundheitsprogramme; wettbewerbsfreies Angebot im Georg-Gaßmann-Stadion (GGS).
14 - 18 Uhr: Wettbewerb und Siegerehrungen Judo
15 - 17 Uhr: Wettbewerbsfreies Angebot, Schnuppertauchen im AquaMar.
Mittwoch
9 - 17 Uhr:  Wettbewerbe und Siegerehrungen Basketball, Boccia, Fußball, Kanu, Leichtathletik, Schwimmen; Gesundheitsprogramme.
10 - 16 Uhr: Wettbewerbsfreies Angebot im GGS und Schnuppertauchen im AquaMar.
14 - 17 Uhr: Drachenbootfahren, 10er-Kanadier und Stand-up-Paddeln für Jedermann bei den Mensatreppen.
9 - 23 Uhr: hr3 Party mit Showeinlagen.

Donnerstag
9 - 13 Uhr: Wettbewerbe und Siegerehrungen Boccia, Fußball, Kanu, Leichtathletik, Schwimmen; Gesundheitsprogramme.
9 - 12 Uhr: Wettbewerbsfreies Angebot: Schnuppertauchen im AquaMar
14 Uhr: Abschlussfeier.

Sportstätten: Basketball, Judo (Halle der Kaufmännischen Schulen), Fußball, Leichtathletik (Georg-Gaßmann-Stadion), Schwimmen, Schnuppertauchen (AquaMar), Boccia (Tennishalle TV Marburg), Kanu, Drachenboot auf der Lahn vor den Mensa-Treppen.
Der Eintritt zu allen Sportstätten und Veranstaltungen ist frei.

von Bodo Ganswindt

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