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„Sechs Tage in der Woche auf dem Platz“

Spieler der Woche „Sechs Tage in der Woche auf dem Platz“

Mark Nemet geht nicht nur für den RSV Roßdorf in der A-Liga Marburg auf Torejagd, sondern ist auch noch als Trainer im Jugendbereich tätig.

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Nach vier Spieltagen und fünf Saisontoren rangiert Roßdorfs Mark Nemet derzeit in der Torjäger­liste auf dem geteilten zweiten Platz.

Quelle: Yanik Schick

Roßdorf. „Ich stehe sechs Tage in der Woche auf dem Platz“, erzählt Mark Nemet. Der 24-Jährige trainiert neben seinem Dasein als Spieler auch noch die B-Jugend des JFV Ohmtal in der Gruppenliga. Zeitlich ist diese Doppelbelastung manchmal schwierig zu meistern: „Klar ist es manchmal auch anstrengend, aber wenn man einmal mit diesen Sachen angefangen hat, ist es einfach schwierig, wieder damit aufzuhören. Außerdem weiß ich dafür in der Sommerpause manchmal gar nicht, was ich den ganzen Tag machen soll“, sagt er mit einem Schmunzeln.

Stürmer hat britischen Pass

Vielen dürfte unbekannt sein, dass er neben dem deutschen auch einen britischen Pass besitzt, seine Mutter ist Waliserin. „Sie hatte meinen Vater damals im Urlaub in Spanien kennen und lieben gelernt und ist dann zu ihm hierher gezogen. Ich habe immer noch eine Großmutter in Wales und es wird auch mal wieder Zeit für mich, sie zu besuchen“.

In der Sommerpause hatte er seine angestammte fußballerische Heimat beim RSV Kleinseelheim verlassen. „Ich hatte dort eine geile Zeit und werde irgendwann sicher wieder dort spielen“, blickt er zurück, „aber ich habe eine neue Herausforderung gesucht und bin hier in Roßdorf sehr herzlich aufgenommen worden“.

Sage und schreibe 36 Tore erzielte der Elektroniker in der vergangenen Saison in der B-Liga, ob das Toreschießen für ihn in der A-Liga jetzt schwieriger wird, kann er noch nicht sagen: „Im letzten Jahr wurde ich irgendwann immer von mehreren Verteidigern gedeckt, jetzt hoffe ich einfach, dass ich in der A-Liga noch nicht so bekannt bin. Aber es ist egal in welcher Liga, wenn du als Stürmer vorm Tor stehst, musst du den Ball einfach reinmachen“.

Neu ist für ihn in Roßdorf, dass er nicht mehr unbedingt Stammspieler ist. Ein Problem hat er damit aber nicht: „Natürlich will ich immer spielen, aber am Ende zählt nur der Erfolg der Mannschaft“. Am Wochenende konnte er mit seinen drei Toren beim 5:1-Auswärtserfolg gegen den FV Cölbe II auf jeden Fall einige Pluspunkte sammeln, obwohl er nicht mal damit gerechnet hatte, in der Startaufstellung zu stehen: „Die letzte Trainingseinheit verlief nicht optimal, aber dann sah ich meinen Namen in der Startelf. Da dachte ich nur, dass ich jetzt im Spiel meine Nominierung rechtfertigen muss“.

Vierter Sieg im vierten Spiel

Schon in der dritten Minute ließ er es zum ersten Mal im Cölber Tor klingeln, zwei weitere Treffer direkt nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit brachten die Vorentscheidung und seiner Mannschaft den vierten Sieg im vierten Spiel.

Zu den sportlichen Zielen möchte sich in Roßdorf noch niemand äußern, aber unser Spieler der Woche sagt auch: „Ich habe ein großes Ziel in meinem Leben als Fußballer: Ich möchte es einmal schaffen, mit meiner Mannschaft aufzusteigen“.

von Thomas Engelmann

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