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Schröck will "das Unmögliche möglich machen"

Fußball-Zwischenbilanz Schröck will "das Unmögliche möglich machen"

Wenig Erfahrung und mangelnde Fitness - beim FSV Schröck hat man die Lehren aus der schwachen Hinrunde in der Fußball-Verbandsliga Mitte gezogen.

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Schröcks Lukas Greb (rechts) gibt sich selbstkritisch: „Auch erfahrenere Spieler wie ich sind nicht an ihr Leistungsniveau herangekommen.“ Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Schröck. Aus 18 Spielen nur 13 Punkte geholt, von acht Heimspielen nur eins gewonnen und nach dem Rückzug des Türkischen SV Wiesbaden quasi Tabellenletzter der Fußball-Verbandsliga Mitte. Wo bei anderen Vereinen die blanke Panik ausbrechen würde, herrscht beim FSV Schröck trotz der sportlichen Misere Gelassenheit. Der Klassenerhalt ist das erklärte Ziel, sollte es damit nicht klappen, wird beim FSV aber auch nicht alles infrage gestellt. Im Gegenteil: Noch vor dem Start in die Vorbereitung wurde der Vertrag mit Trainer Markus Kubonik um ein Jahr verlängert - unabhängig von der Liga, versteht sich.

Schoch soll schnell helfen

Resignation hat sich aber auch noch nicht am Elisabethbrunnen breit gemacht. „Man merkt, dass die Jungs wollen, das ist das Entscheidende“, sagt Kubonik, der seine Spieler lobt: „Sie sind sehr ehrgeizig und motiviert dabei.“ Die spielfreie Zeit hat der Aufsteiger genutzt, um vor dem Start in die Restrunde noch einmal neue Kräfte zu mobilisieren. Dabei lag das Hauptaugenmerk einerseits auf der Wiedergenesung von Kapitän Tim Schott, der sich vor der Saison das rechte Wadenbein gebrochen hatte, und andererseits auf der Eingewöhnung von Andreas Schoch, dem einzigen Winter-Neuzugang. „Wir müssen sehen, dass Tim schnell seine Form wiederfindet und Andreas die nötige Spielpraxis erhält“, erklärt „Kubo“.

Die beiden sollen dem FSV die individuelle Klasse geben, die dem Aufsteiger auch aufgrund von Verletzungsproblemen in der Hinrunde gefehlt hatte. „Das Fehlen von Spielern wie Tim Schott, Hakan Keskin oder auch Steffen Rechner - sei es aus aufgrund von Verletzungen oder beruflichen Gründen - hat auch dazu geführt, dass es bisher zu nicht mehr gereicht hat“, sagt Lukas Greb, der in der Hinrunde Schott auf dem Platz als Kapitän vertreten hatte. „Hinzu kommt, dass auch erfahrenere Spieler wie ich nicht an ihr Leistungsniveau herangekommen sind“, gibt sich Greb selbstkritisch. „Da braucht man dann auch nicht von den jungen Spielern zu erwarten, dass sie die Kohlen alleine aus dem Feuer holen.“

Für den 27-Jährigen ist aber auch klar, dass dennoch die Chancen da waren, um nicht auf dem vorletzten Tabellenplatz zu überwintern. „Wir haben deutlich unter unseren Möglichkeiten gespielt“, sagt Greb: „Das Potenzial, um in der Klasse zu bestehen, ist vorhanden. Das hat man in den ersten Spielen gesehen.“ Danach aber folgte der Einbruch. Gleich zweimal gelang der Kubonik-Elf das unerfreuliche Kunststück, fünf Spiele in Serie zu verlieren. „Teilweise wurden wir regelrecht vorgeführt, dass muss man zugeben“, sagt Greb.

Doch was muss passieren, dass die Verbandsliga für den FSV kein einjähriges Abenteuer bleibt? Wichtig ist zunächst, dass das Team in der Restrunde weitgehend verletzungsfrei bleibt, um den Konkurrenzkampf aufrecht zu erhalten. „Zurzeit haben wir 15, 16 Spieler, die den Anspruch haben, auch zu spielen“, sagt Greb. Gelingt dies, ist der FSV im Kampf um den Klassenerhalt zumindest nicht chancenlos. „Wir müssen wieder Selbstvertrauen bekommen. Uns wird das aber nicht geschenkt, wir müssen das selbst erarbeiten“, stellt Kubonik klar.

Start gegen Oberliederbach

Und das möglichst schnell. Mit der SG Oberliederbach (Sa., 21. Febr.), dem SV Niedernhausen und dem VfB Unterliederbach warten sofort direkte Konkurrenten auf Schröck. In der Hinrunde holte der FSV aus den drei Spielen immerhin sechs Punkte. Mindestens genauso viele sollten es zum Restrundenstart auch sein. „Wenn wir das Unmögliche noch möglich machen wollen, müssen wir da das Maximum rausholen“, weiß auch Trainer Kubonik. „Aber auch ansonsten müssen wir versuchen, überall zu punkten.“ Geht es nach Lukas Greb, spricht für den FSV, dass „wir gar nichts mehr zu verlieren haben“. Denn sollte es mit dem Klassenerhalt doch nicht mehr klappen, „dann geht hier auch die Welt nicht unter“, weiß Markus Kubonik.

von Tobias Kunz

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