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Schröck spielt bei furiosen Dorndorfern

Fußball-Verbandsliga Mitte Schröck spielt bei furiosen Dorndorfern

Neuling Dorndorf empfängt Neuling Schröck. Ein Duell auf Augenhöhe? Nur vermeintlich. Vor dem Aufeinandertreffen am Sonntag (15 Uhr) jedenfalls scheinen die Rollen klar verteilt.

Schröck. Während der Gastgeber als positive Überraschung bisher in aller Munde ist, findet sich der FSV Schröck im Tabellenkeller wieder. Ein klarer Fall also?

Ganz so einfach ginge die Rechnung nicht auf, sagt Willy Behr. Der FC-Trainer verlangt von seiner Mannschaft bei jedem Gegner den nötigen Respekt. „Jeder, der in der Verbandsliga spielt, ist nicht ohne Grund da“, sagt er, wenngleich er die Gäste überhaupt nicht einschätzen kann. „Schröck ist für uns Neuland.“

Über sein eigenes Team hingegen weiß er mehr zu berichten. Behr gerät regelrecht ins Schwärmen: „Das ist gar nicht mit Worten zu beschreiben.“ In der Tat: Was der Ortsteil der hessischen Gemeinde Dornburg im Landkreis Limburg-Weilburg in letzter Zeit geleistet hat, ist beachtenswert.

Als Behr den FC Dorndorf vor fünf Jahren übernahm, lag der 1600-Seelen-Ort auf dem letzten Platz der Kreisoberliga. Nach zwei Aufstiegen in den vergangenen drei Spielzeiten sorgt Dorndorf nunmehr in der Verbandsliga für Furore - und das obwohl der Kader vor der Saison noch einmal komplett umgekrempelt wurde.

„Das Umfeld ist sensationell und absolut begeisterungsfähig“, sagt Behr, der bei Spielern und Zuschauern großen Wert auf den Umgang mit dem Gegner legt. Bei zwei Auswärtsspielen seien gar jeweils mehr als hundert Fans mit dem Team mitgereist. „Die Chemie passt“, sagt Behr. Gleichwohl weiß er um die Schnelllebigkeit des Geschäfts. „Der Euphorie-Motor läuft nur solange, wie alle da sind und wir keine Verletzungsprobleme bekommen“, sagt Behr: „Es kann ganz schnell gehen.“

Beim FSV Schröck ist ebenjene Euphorie schon lange verflogen - was nicht negativ zu verstehen ist. Vielmehr: Das Team vom Elisabethbrunnen scheint schon alles erlebt zu haben. Von klaren Siegen über umkämpfte Unentschieden bis hin zu deftigen Niederlagen. Aber in Schröck weiß man das Geschehene einzuordnen.

Zumal den FSV immer noch Verletzungssorgen plagen. Bis zu zehn Akteuren standen den Schröckern in den vergangenen Wochen nicht zur Verfügung. So zuckten die mitgereisten Anhänger beim 0:2 in Kelsterbach besonders zusammen, als auch noch Steffen Rechner für längere Zeit behandelt werden musste. Für Pressesprecher Jens Otto jedenfalls steht fest: „Ohne die vielen Ausfälle würden wirweiter oben in der Tabellestehen.“

von Tobias Kunz

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