Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Schlüsselspiel steigt in Marburg

Basketball Frauen, EM-Qualifikation Schlüsselspiel steigt in Marburg

In der Georg-Gaßmann-Halle empfängt die deutsche Frauenbasketball-­Nationalmannschaft in der kommenden Woche die Ukraine zum weg­weisenden Duell in der EM-Qualifikation.

Voriger Artikel
„Die Sicherheit hat absoluten Vorrang“
Nächster Artikel
Vorfreude auf das Spiel der Spiele

Bundestrainer Bastian Wernthaler schwört seine Spielerinnen – unter anderem die Marburgerin Birte Thimm (Mitte) – bei einem Spiel gegen die Niederlande im Jahr 2011 ein.

Quelle: imago sportfotodienst

Marburg. Der Gegner am kommenden Mittwoch, 25. November, um 19 Uhr ist der vermeintlich größte Konkurrent in der Qualifikationsgruppe D - die Ukraine. Da Europameister Serbien klarer Favorit auf den Gruppensieg ist und der weitere Gegner Luxemburg in dieser Konstellation eine Pflichtaufgabe darstellt, kommt den beiden Spielen gegen die Osteuropäerinnen eine vermutlich vorentscheidende Bedeutung zu. Für die EuroBasketWomen 2017 in Tschechien qualifizieren sich neben den neun Gruppensiegern auch die sechs besten Gruppenzweiten. Für den Deutschen Basketball Bund (DBB) wäre es die erste Teilnahme an einer EM seit 2011.

Zwei Niederlagen gegen die Ukraine im vergangenen Jahr

Die Ukrainerinnen hingegen nahmen an den letzten Titelkämpfen vergangenen Juni in Ungarn und Rumänien teil, nach dem sie in der Qualifikation zuvor unter anderem die deutsche Mannschaft zweimal besiegt hatten. Dementsprechend gehen sie auch als Favoritinnen in das erneute Aufeinandertreffen in Marburg. Ob sie dieser gerecht werden können, wird wohl entscheidend von Alina ­Iagupova abhängen, die aus ihrer Mannschaft herausragt und zu den absoluten Topspielerinnen in Europa zählt.

Dagegenhalten will das DBB-Team mit mannschaftlicher Geschlossenheit. Die Vorbereitung auf die beiden Auftaktspiele der EM-Qualifikation in Serbien am Samstag sowie gegen die Ukraine stand daher unter dem Motto „Teambuilding“. Im brandenburgischen Kienbaum bereitete sich die Mannschaft von Bundestrainer Bastian Wernthaler auf die beiden schwierigen Aufgaben vor. Am Dienstagabend und gestern Vormittag gab es zudem zwei Vorbereitungsspiele in Polen mit jeweils knappen Niederlagen (56:66 und 69:75)

Drei Marburgerinnen im deutschen Aufgebot

„Wir stehen erst ganz am Anfang der Vorbereitung und hatten jetzt erst vier bis fünf Trainingseinheiten. Dafür haben wir uns ganz gut verkauft“, zeigte sich Wernthaler dennoch zufrieden. 14 Spielerinnen hatte er mit in die Vorbereitung genommen, 12 dürfen jeweils eingesetzt werden. Da Laura Hebecker (SV Halle Lions) verletzt ausfällt und auch der Einsatz von Ireti Amojo (Herner TC) fraglich ist, dürften die verbliebenen Spielerinnen gute Einsatzchancen haben.

Drei Marburgerinnen stehen in diesem vorläufigen Aufgebot der deutschen Mannschaft. Julia Gaudermann ist zum ersten Mal für Pflichtspiele dabei und hat in der Vorbereitung „einen tollen Job gemacht“, sagt Co-Trainer Harald Janson. Die 23-Jährige habe wertvolle erste Erfahrungen gesammelt. „Mit ihrem Beitrag sind wir sehr zufrieden“, sagt er.

Großes Lob hat er auch für Svenja Greunke übrig. „Sie ist genau die Spielerin, die wir auf der Innenposition brauchen“, so Janson. Sie ist eine großgewachsene Spielerin, wie sie auf der Position klassischerweise eingesetzt wird - inzwischen braucht man dort aber vor allem auch Passgenauigkeit. Diese Funktion erfüllt sie par Excellence“.

Finja Schaake stehtauf Abruf bereit

Eine wichtige Rolle in den Qualifikationsspielen soll zudem Birte Thimm zukommen. „Sie ist eine der erfahrensten Spielerinnen in unserem Kader und verfügt über außergewöhnliche Fähigkeiten in der Verteidigung und bei Rebounds. Bei ihr weiß der Bundestrainer ganz genau, was er bekommt. Es wird in den beiden Spielen sicherlich Momente geben, in denen sie ihre Fähigkeiten einbringen wird“.

BC Marburg-Spielerin Finja Schaake ist hingegen nicht für den Kader nominiert und steht nur auf Abruf bereit, nachdem sie zuletzt mit einem Formtief zu kämpfen hatte. Dennoch komplettiert sie das Marburger Quartett unter den 16 Spielerinnen im erweiterten Kreis: Kein Verein stellt mehr Frauen an den DBB ab.

Mit Lisa Koop (ChemCats Chemnitz), Margret Skuballa (BG 89 Avides Hurricanes) und Elisabeth Dzirma (Eisvögel USC Freiburg) sind außerdem drei Ex-Dolphins mit dabei. Das Marburger Publikum ist also einem großen Teil des Teams gut vertraut. Mit den Zuschauern im Rücken wollen die Spielerinnen das Schlüsselspiel positiv gestalten und einen wichtigen Schritt in Richtung Qualifikation gehen. Das Aufeinandertreffen mit den Ukrainerinnen ist das erste Länderspiel in Marburg seit dem 57:67 gegen Litauen im September 2008.

OP verlost Karten

  • Die OP verlost 5 x 2 Karten für das Spiel. Einsendungen, die bis Sonntag, 22. November, um 12 Uhr per E-Mail an sportwelt@op-marburg.de gesendet werden, werden dabei berücksichtigt. Nennen Sie dazu das Stichwort „Ukraine“ sowie Ihren Namen und Ihre Anschrift. Die Karten werden ab 18 Uhr an der Abendkasse hinterlegt und gegen die Vorlage des Personalausweises herausgegeben.
  • Im Vorverkauf stehen zudem noch Tickets zum Eintrittspreis von zehn Euro sowie ermäßigt für acht Euro zur Verfügung. Sie sind im Welcome Hotel Marburg und online unter www.basketball-bund.de/tickets erhältlich. Auch an der Abendkasse sind noch Karten zu bekommen.

von Peter Gassner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
„Die Sicherheit hat absoluten Vorrang“

Am Tag eins nach der Länderspiel-Absage von Hannover wegen einer Terror-Warnung gab es bemerkenswert viele unterschiedliche Reaktionen seitens des Sports.Wie der Sportkreis Marburg-Biedenkopf auf die Absage reagiert, erläutert sein Vorsitzender Jürgen Hertlein.

mehr
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?