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Schlechter Start kostet „weiße Weste“

Basketball-Bundesliga Schlechter Start kostet „weiße Weste“

Das Pharmaserv-Team hat seine erste Saisonniederlage kassiert. Doch viel schwerer als das 65:69 gegen Rotenburg könnte die Verletzung von Stephanie Lee wiegen.

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Marburgs Stephanie Lee (rechts, gegen Rotenburgs Kierra Mallard) verletzte sich das Knie. Mit welchen Folgen, steht noch nicht fest.

Quelle: Miriam Prüßner

Marburg. „Das Ergebnis ist heute nebensächlich“, sagte BC-Trainer Patrick Unger, „wir hoffen, dass es Stephanie bald wieder besser geht. Sie ist eine Kernspielerin für uns, nicht nur auf dem Feld.“

Es war in der 16. Spielminute. Im Kampf um den Ball fiel Stephanie Lee eine Gegenspielerin von hinten gegen die linke Wade. Lee sicherte den Ball, hielt sich das Knie und konnte nicht mehr alleine aufstehen. „Wir müssen das MRT am Montag abwarten. Momentan können wir nur hoffen“, meinte BC-Physio Andreas Allmeroth.

Ohne die US-Amerikanerin fehlte den Gastgeberinnen ihre bislang konstante Punktesammlerin. Und die hätte der BC doch so dringend gebraucht. „Lees Ausfall war natürlich für uns ein bisschen glücklich. Sie fehlte Marburg unter dem Korb“, bekannte Hurricanes-Trainer Tomas Holesovsky.

Marburgs Tonisha Baker (rechts) gegen Rotenburgs Pia Mankertz.

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Zu dem Zeitpunkt hatten die Lahnstädterinnen sich gerade vom bislang schlechtesten Viertel ihrer Saison erholt. Mit 20:7 hatten das die Norddeutschen gewonnen. „Wir haben von Beginn an aggressiv verteidigt“, sagte die ehemalige BC-Kapitänin Maggie Skuballa über ihre neue Mannschaft. „Vielleicht war Marburg nicht so gut darauf vorbereitet.“ Zumindest fanden die Hessinnen lange Zeit nicht ins Spiel.

Seine Schützlinge hätten auf ihn ängstlich gewirkt, sagte Unger. Da wurde unter dem Korb nochmal rausgepasst. Da wurden einfache Korbleger nicht versenkt und der Ring war an diesem Tag auch nicht der beste Freund des Pharmaserv-Teams. Und die Verteidigung fand lange Zeit kein Mittel gegen die körperlich starken Rotenburgerinnen, die sich wichtige Rebounds sicherten. Das zweite Viertel gestalteten die Marburgerinnen ausgeglichen. Nach dem Seitenwechsel sahen die rund 450 Zuschauer ihre Mannschaft dann so, wie sie sie kennengelernt haben.

Da wurde intensiv verteidigt, um jeden Ball gekämpft. Tonisha Baker landete nach einem Rettungsversuch auf dem Schoß einiger Zuschauer. Und endlich kam auch das Wurfglück zurück. Beim 47:44 kurz vor Ende des dritten Durchgangs kochte die Stimmung in der Gaßmann-Halle. Doch mit drei Dreiern in Serie und einem weiteren Treffer zogen die Gäste auf 63:51 davon.

Das BC-Team zeigte Charakter. Kämpfte sich 15 Sekunden vor Schluss auf 65:68 heran - auch weil die Gäste in der letzten Minute fünf Freiwürfe liegen ließen. Doch zur Wende reichte es nicht mehr. „Das Spiel hat uns unsere Schwächen aufgezeigt. Die müssen wir dringend abstellen“, sagte Unger im Hinblick auf die kommende Partie bei NB Oberhausen.

In Halle klar gewonnen

Am Freitag hatte das Pharmaserv-Team mit 74:61 bei den SV Halle Lions seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Da war die erste Halbzeit die bessere des BC. Starke Verteidigung und schönes Kombinationsspiel sorgten bereits zur Halbzeit für die vorentscheidende 48:23-Führung. Im dritten Viertel drehten die Gastgeberinnen in Person von Aliaksandra Tarasava auf. Doch näher als auf 47:59 kamen die Lions nicht mehr heran.

„In der zweiten Halbzeit sind wir physisch richtig gefordert worden“, sagte BC-Trainer Unger. „Wir müssen darauf aggressiv antworten und auf gar keinen Fall die Intensität in unserer Verteidigung vernachlässigen.“ Das Konzept gegen Rotenburg war also klar. Allein an der Umsetzung haperte es zu Beginn.

von Marcus Richter

 
Statistik

Viertel: 7:20, 19:18, 20:10, 18:21.

Marburg: Baker 5 Punkte / 1 Dreier, Benet 5 (6 Assists), Gaudermann 7/1, Greunke 8/1, Köppl, Lee 2, Rodefeld, Schaake 9/1, Thimm 9 (9 Reb., 4 Ass.), Winterhoff (n.e.), Yohn 20/2.

Rotenburg/S.: Campbell 13/1, Mallard 16 (6 Reb.), Mankertz 11/2 (7 Reb., 3 Ass., 2 Steals), Pakulat 3/1 (7 Reb.), Rahn 4, Riebesell (n.e.), Rodriguez 9/1 (3 Ass.), Skuballa 13/1 (8 Reb., 4 Ass.).

Schiedsrichter: Bohn, Bruchof. Zuschauer: 450.

 
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