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"Schimmelreiter" wollen im Aufstiegsrennen dabei sein

VfB Marburg "Schimmelreiter" wollen im Aufstiegsrennen dabei sein

In der vergangenen Saison verpasste der VfB Marburg den Aufstieg nur knapp. Mit fast einem halben Dutzend Neuzugängen und einem neuen Coach soll der Klassensprung gelingen.

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Einige der Neuen beim VfB: Kevin Kaguah, Kevin Willow, Perry Ofori, Julian Kräuter, Albano Sidon und Trainer Thomas Vollmer sowie Artur Besel (hockend), Tobias Ochs, Sven Mainusch und Paul Busch.

Marburg. Es wäre ein beeindruckender Durchmarsch gewesen. Hätten die Marburger in der Rückrunde der vergangenen Saison drei völlig unnötige Niederlagen in Serie vermieden, wären sie sehr wahrscheinlich in die Verbandsliga aufgestiegen - der zweite Klassensprung in ebenso vielen Jahren. Letztlich fehlten dem Team von der Gisselberger Straße zwei Punkte zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde. In den Genuss des Aufstiegs kam der Kreisrivale VfB Wetter. Dieses Jahr soll es besser laufen.

In der vergangenen Spielzeit drehte das Trainerkarussell bei den Marburgern drei Runden: Nachdem Peter Starostzik sein Traineramt aufgrund familiärer Gründe niedergelegt hatte, übernahm der damalige Sportliche Leiter, Thomas Schick, den Posten. Einige Wochen später gab er diesen an seinen Co-Trainer Swen Bulut ab. Dieses Jahr ist mehr Kontinuität zu erwarten. Mit Thomas Vollmer steht laut Uwe Müller, neuer Sportlicher Leiter, der „Wunschkandidat“ an der Seitenauslinie.

Vollmer ist kein Neuling an der Gisselberger Straße. Noch in der vergangenen Saison trainierte er die U-19-Hessenliga-Mannschaft der Marburger, kennt den Verein und natürlich hat er die erste Mannschaft in der vergangenen Saison beobachtet. Doch das bewertet der 42-Jährige nicht über. „Wir haben ein ­Dutzend Neuzugänge. Das ist quasi eine neue Mannschaft“, erklärt er.

Vollmer fordert Flexibilität

Seine Art beschreibt Vollmer als „Kumpel-Typ“, der „gut mit Spielern kann“. Doch wehe, wenn der Einsatz der Spieler nicht nach seinem Geschmack ist. „Ich kann von jetzt auf gleich den Schalter umlegen. Das haben die Jungs schon mitbekommen“, sagt er. Laufbereitschaft schreibt er groß, und der körperlichen Fitness misst der Polizeibeamte gesteigerten Wert bei. Das bekamen seine Spieler während der Vorbereitungsphase bereits zu spüren. „Wir hatten einiges an Nachholbedarf“, sagt der Trainer.

Stellt sich die Frage nach Vollmers Spielphilosophie. Doch auf die kann der Übungsleiter keine klare Antwort geben. Denn der Coach will seine Mannschaft je nach Spielweise des Gegners einstellen. „Wir haben in der Vorbereitung drei Spielsysteme ausprobiert und wollen variabel sein“, sagt Vollmer, der seinen Schützlingen somit viel Flexibilität abverlangt.

Dass die Mannschaft das Potenzial hat, um im Aufstiegskampf ein Wörtchen mitzureden, weiß er. Als Aufstiegsfavorit sieht er jedoch den FSV Fernwald. Mit welcher Platzierung der 42-Jährige letztlich zufrieden wäre, mag er nicht sagen. Das übernimmt Uwe Müller für ihn. „Mit so einer Mannschaft ist das Saisonziel klar. Wir wollen aufsteigen“, sagt der Sportliche Leiter.

Ein Blick auf die Neuzugänge und dieser Anspruch erklärt sich quasi von selbst. Mit Ariel Szymanski und Kevin Kaguah - beide Spieler bringen Hessenligaerfahrung mit - hat der VfB die Innenverteidigung aufgerüstet. Möglicherweise das beste Defensivduo der Liga. In der Offensive ist Artur Besel der namhafteste Neuankömmling, der neben Ahmet Marankoz für Torgefahr sorgen soll. Der VfB scheint für eine erfolgreiche Saison gewappnet.

Zugänge: Kevin Willow (SV Beltershausen), Artur Besel (Eintracht Stadtallendorf), Albano Sidon, Sven Mainusch (beide Eintracht Wetzlar), Kevin Kaguah (VfB Gießen), Julian Kräuter (RSV Roßdorf), Ariel Szymanski (Eintracht Stadtallendorf), Paul Busch (TSV Michelbach), Maximilian Oberschelp (VfB Gießen), Perry Ofori, Jonas Schick, Tobias Ochs (alle eigene Jugend).

Abgänge: Steven Bund (TSG Wieseck), Hasan Naziyok (SV Emsdorf), Dominik Zeller (Eintracht Wetzlar), Alban Ademi (FSV Schröck), Thomas Halbrucker (Torwarttrainer),  Michael Xenokalakis (SV Bauerbach).

Auftaktprogramm: TSF Heuchelheim (H), SV Bauerbach (A).

von Benjamin Kaiser

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