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Schäfers Hoffnungslauf erst Montag

Heimische Starter bei Olympia Schäfers Hoffnungslauf erst Montag

Licht und Schatten bei den beiden heimischen Rio-Startern: Während der Marburger Ruderer Lucas Schäfer mit dem Leichtgewichtsvierer enttäuschte und Montag in den Hoffnungslauf muss, präsentierte sich Turner Fabian Hambüchen von der KTV Obere Lahn stark am Reck.

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Erste Chance vertan: Lucas Schäfer muss in den Hoffnungslauf.

Quelle: Thorsten Richter

Rio de Janeiro. Der Marburger Ruderer Lucas Schäfer hat bei den Olympischen Spielen Lehrgeld zahlen müssen. Sein Leichtgewichtsvierer verlor den Vorlauf und kann sich nur noch über den Hoffnungslauf für das Halbfinale qualifizieren.

Eigentlich hatte sich Schäfer mit seinem Team ein Rennen ersparen wollen. Dazu sah der 21-jährige Gisselberger nach der Auslosung der Vorläufe auch gute Chancen. Doch weit gefehlt: Das deutsche Boot kam am Samstag abgeschlagen als Vierter ins Ziel. Die ohnehin stärker eingeschätzten Dänen gewannen vor Großbritannien. Als Dritter erreichten die Griechen, die nur durch den Ausschluss Russlands in Rio dabei sind, das Halbfinale.

Schäfer bleibt noch der Hoffnungslauf, der eigentlich am Sonntag ausgetragen werden sollte. Allerdings wurden die Ruderwettbewerbe am Sonntag wegen zu starken Windes abgesagt und auf Montag verlegt. Wann genau Lucas Schäfer startet, steht derzeit noch nicht fest. Er muss mit seinem Team mindestens Dritter werden, um das Halbfinale zu erreichen.

Rückstand von Anfang an

Im Vorlauf erwischten die Deutschen bei schwierigen Bedingungen in Rio de Janeiro einen schlechten Start. Von Beginn an lag das Quartett zurück. Nach 500 Metern lagen Schäfer und Co. bereits eine halbe Bootslänge hinter den drittplatzierten Griechen, nach der Hälfte der Strecke war es bereits fast eine ganze Bootslänge.

Unerwartet kam das nicht – schon bei der Qualifikationsregatta in Luzern waren die Griechen furios gestartet, um dann am Ende einzubrechen. Zunächst sah es auch so aus, als würden die Deutschen aufholen können. Doch Griechenland fing sich und hatte den Vorsprung nach 1500 Metern sogar noch ausgebaut. Die Griechen früh im Kopf brechen zu können, hatte Lucas Schäfer im Vorfeld gehofft. Stattdessen war der Widerstand der Deutschen gebrochen, die das Rennen austrudeln ließen, um Kräfte für den Hoffnungslauf zu sparen.

Hambüchen setzt ein Ausrufezeichen

Turnstar Fabian Hambüchen dagegen hat dem Druck standgehalten. Der Reckspezialist, der 2012 in London Silber und 2008 in Peking Bronze an seinem Paradegerät geholt hatte, ballte nach seiner fehlerfreien Darbietung in der Qualifikation die Fäuste. Die Jury bewertete den Vortrag des 28-Jährigen mit 15,533 Punkten - Bestwert nach zwei von drei Qualifikationsriegen. Ein Platz im Finale war dem Wetzlarer damit nur noch theoretisch zu nehmen.

Hambüchen lag damit sogar vor seinem Hauptkonkurrenten Epke Zonderland aus den Niederlanden, der dicht dahinter auf 15,366 Punkte kam. Der Deutsche Andreas Bretschneider hingegen stürzte bei einem Element und verpasste damit das Finale der besten acht Reckturner, das am Dienstag, 16. August, ab 20.34 Uhr ausgetragen wird.

Ein weiterer Hambüchen-Rivale patzte ebenfalls und wird im Finale nicht um den Kampf um die Medaillen eingreifen können. Weltmeister Kohei Uchimura aus Japan stürzte vom Reck und war damit ebenso nicht unter den besten acht Turnern wie die anderen Deutschen Andreas Toba und Marcel Nguyen.

Auch mit der Mannschaft hat Hambüchen das Finale im Mehrkampf erreicht. Held des Tages war aber nicht Hambüchen, sondern Toba, der trotz eines Kreuzbandrisses am Pauschenpferd turnte und wichtige Punkte sammelte.

von Holger Schmidt

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