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Schäfers Boot liegt trotz Notfall im Soll

Ruder-Weltcup in Posen Schäfers Boot liegt trotz Notfall im Soll

Der Deutschland-Achter zeigte sich beim Weltcup in Posen in bestechender Form. Und auch der Gisselberger Ruderer Lucas Schäfer war nach dem Rennen seines leichten Vierers zufrieden mit der Olympia-Generalprobe.

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Als Schlagmann im Einsatz:
Lucas Schäfer.

Quelle: Thorsten Richter

Posen. Der Deutschland-Achter hat beim Weltcup-Finale im polnischen Posen einen glanzvollen Sieg gefeiert. Das Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes mit Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin) distanzierte Weltmeister Großbritannien in einem packenden Zweikampf. Insgesamt erreichten nur sechs Boote aus der deutschen Olympia-Flotte das Finale. Dennoch zeigte sich Marcus Schwarzrock, Cheftrainer des Deutschen Ruderverbandes, optimistisch: „Es war ein Aufwärtstrend zu erkennen. Wir bleiben bei unserem Ziel für Rio und wollen zwei bis vier Medaillen, davon ein- bis zweimal Gold.“

Um Olympia-Edelmetall wird der Gisselberger Lucas Schäfer im leichten Vierer ohne Steuermann Anfang August wohl nicht mitfahren können. Dennoch gehörte sein Boot zum Sextett, das in Posen einen Finalplatz ergatterte. Letztlich wurde es beim Sieg des Olympia-Mitfavoriten Neuseeland Platz fünf vor Italien. „Das war unser Ziel. Darüber hinaus haben wir den Abstand zur Spitze verkleinern können“, sagte Schäfer. Acht Sekunden Rückstand auf Neuseeland seien in Ordnung und würden auf das A-Finale in Rio hoffen lassen.

Schlagmann fällt mit Blutvergiftung aus

Dabei gab es für den Vierer nach dem Halbfinale einen Dämpfer. „Wir hatten einen kleinen Notfall“, erklärte Schäfer am Sonntag. Schlagmann Lars Wichert musste gestern wegen einer Blutvergiftung passen, nachdem er im Vorlauf und Halbfinale noch den Takt vorgeben konnte. „Die Trainer haben mich dann auf Schlag gesetzt und den Ersatzmann Julius Peschel auf meine Position“, sagte Schäfer. Das bedeutete noch mehr Verantwortung für den 21-Jährigen, der auf Position zwei normalerweise ohnehin die Ansagen macht. „Da bin ich aber im ‚Maschinenraum‘“, erläuterte Schäfer. „Als Schlagmann muss man den Takt angeben und das Boot mit dem Fuß steuern.“

In Rio dürfte dann wieder die Stammbesetzung zum Zuge kommen. Zuvor stehen für Schäfer und Co. noch zwei Trainingslager an, zunächst mit dem Deutschland-Achter im österreichischen Völkermarkt.

von Holger Schmidt

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