Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Schäfer: "Wir haben eine super Chance"

Ruderer startet Samstag in Rio Schäfer: "Wir haben eine super Chance"

Die Eröffnungsfeier musste Lucas Schäfer sausen lassen. Die Vorbereitung war wichtiger. Denn schon an diesem Samstag ist der Marburger Ruderer als Schlagmann des Leichtgewichts-Vierers im Vorlauf gefordert.

Voriger Artikel
Dennis Lepper will’s noch mal wissen
Nächster Artikel
Schäfers Hoffnungslauf erst Montag

Den Hoffnungslauf würde sich Lucas Schäfer gerne ersparen. Dafür müsste er mit dem deutschen Boot am Samstag im Vorlauf zumindest einen Gegner hinter sich lassen.

Quelle: Thorsten Richter

Rio de Janeiro. Rio de Janeiro. Haus 22, Stockwerk 10. Lucas Schäfer ist angekommen im olympischen Dorf, wo er sich mit seinen drei Teamkollegen aus dem Leichtgewichtsvierer und den beiden Ruderern aus dem Doppelzweier ein Appartement teilt. „Es ist einfach eingerichtet, aber uns fehlt es an nichts“, sagt der ehemalige Steinmühlen-Schüler am Freitag um 13.24 Uhr Ortszeit, als wir ihn in Rio erreichen.

Schäfer-Team muss im Vorlauf einen Gegner hinter sich lassen

Es ist der Tag vor seinem ersten Rennen, dem bislang wichtigsten in seiner Karriere. Und es soll nicht das letzte sein. Die Chancen stehen recht gut, dass das deutsche Quartett das Halbfinale am Dienstag erreicht: Dreizehn Boote sind bei den drei Vorläufen (Samstag, ab 17 Uhr MESZ) am Start, zwölf erreichen die beiden Halbfinalläufe. Jeweils die ersten drei Boote sind dafür direkt qualifiziert, die restlichen vier Teams kämpfen im Hoffnungslauf am Sonntag (15 Uhr) um die verbleibenden drei Startplätze.

„Wir haben eine super Chance, uns ein Rennen zu sparen“, kommentiert Lucas Schäfer nach der Auslosung der Läufe. Die Gegner Dänemark und Großbritannien waren zwar bei den letzten Rennen immer etwa vier Sekunden schneller. Das griechische Boot ließen die Deutschen aber bei der Olympia-Qualifikation in Luzern hinter sich.

Griechenland nur wegen Russland-Ausschluss dabei

Der dritte Vorlaufrivale ist nur in Rio dabei, weil das russische Team ausgeschlossen wurde. „Griechenland wollen wir schlagen, so selbstbewusst können wir sein“, sagt Schlagmann Schäfer, der am Freitag bereits die Rennansprache seitens der Trainer hinter sich hatte. Unterschätzen werde man die Griechen jedoch nicht. Zwar habe man sich selbst zielgerichteter auf die Spiele vorbereiten können, doch auch die Griechen stehen voll im Saft. Schließlich starten zwei Ruderer nach Olympia noch bei der U-23-WM. „Es wird ein volles Rennen, nichts mit Schonen“, sagt der Gisselberger.

Eingestellt sind die Deutschen darauf, dass Griechenland „auf den ersten 1000 Metern super schnell“ sein wird, erklärt Schäfer. So war es auch in Luzern. Ziel sei es, den Gegner nicht zu weit davonziehen zu lassen oder gar mitzuhalten. „Wir wollen versuchen, sie so schnell wie möglich im Kopf zu brechen“, sagt Schäfer. Und selbst bei einem Rückstand werde niemand in Panik geraten. „Unsere Spezialität: Wir können auf den zweiten 1000 Metern zulegen.“

Keine Probleme beim Wiegen befürchtet

Zwei Stunden vor dem Rennen steht am Samstag erst noch einmal das Wiegen an, 70 Kilogramm dürfen die vier Leichtgewichte im Durchschnitt maximal auf die Waage bringen. Probleme befürchtet Lucas Schäfer keine, wenngleich sich die Athleten in der riesigen Speisehalle im olympischen Dorf rund um die Uhr mit internationalen Spezialitäten versorgen können. „Daran wird es nicht scheitern, wir sind mental stark genug“, sagt Schäfer.

Erst nach dem Finale wird der Marburger dann wohl kräftig zulangen. Erst recht, wenn es das A-Finale der besten sechs Teams (Donnerstag, 15.44 Uhr MESZ) werden sollte. Denn das zu erreichen, ist das große Ziel.

von Holger Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
../dpa-ServiceLine-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-170707-99-155169_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Wie werde ich Sounddesigner/in?