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Schäfer/Osborne verringern Rückstand zur Spitze

Rudern, Weltcup in Posen Schäfer/Osborne verringern Rückstand zur Spitze

Nach schwachem Vorlauf steigerte sich der leichte Doppelzweier mit Jason Osborne und Lucas Schäfer. Im A-Finale des Weltcups in Posen belegte das Duo Rang fünf.

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Platz fünf bei der EM, Platz fünf beim Weltcup: Lucas Schäfer (links) und Jason Osborne.

Quelle: imago

Posen. Auf den ersten Blick hat sich gegenüber der EM nicht viel geändert. Wie im tschechischen Racice belegten Jason Osborne und Lucas Schäfer vom Stützpunkt Rhein-Main Platz fünf. In Abwesenheit der Italiener waren diesmal in Posen erneut Europameister Frankreich, Gastgeber Polen und Irland vor den Deutschen, außerdem war das chinesische Boot etwas schneller. „Man muss festhalten, dass sich der Abstand zu den Medaillenrängen halbiert hat“, bilanzierte der GisselbergerLucas Schäfer am Sonntagabend. „Das ist ein positives Ergebnis, auch wenn die Platzierung nicht besser war als bei der EM.“

Eine Steigerung war auch während des Weltcup-Wochenendes auszumachen. „Der Vorlauf war nicht so gut“, gestand Schäfer offen ein. Nur der Sieger qualifizierte sich direkt für das A-Finale. Angesichts der anscheinend übermächtigen Franzosen als Gegner wirkte das deutsche Boot gehemmt und wurde mit klarem Rückstand Dritter.

„Im Hoffnungslauf waren wir deutlich aggressiver“, sagte der 22-jährige Gisselberger, der für RuS Steinmühle startet. „Wir waren von Anfang an Erster und haben das Rennen von der Spitze kontrolliert.“ Die Boote China I und Japan I hatten die beiden dabei immer im Blick.

Das Finale wollten Osborne/Schäfer ebenso aggressiv angehen. Das polnische Boot hatten sich die beiden als Referenz ausgeguckt. Auf den ersten 1400 Metern funktionierte das gut. 100 Meter später hatten die Gastgeber aber einen Zwischenspurt eingelegt: „Jason hat rausgeguckt - auf einmal waren die Polen eine Länge weg“, sagte Schäfer. Für den Weltcup in Luzern in drei Wochen werde man sich daran erinnern und daraus lernen: „Wir müssen jederzeit hellwach sein.“

Auf den letzten 500 Metern schoben sich Osborne und Schäfer zwar noch einmal heran, die Polen retteten als Dritte aber noch 1,8 Sekunden Vorsprung auf die Deutschen ins Ziel. Die Iren wurden Zweiter hinter den klar überlegenen Franzosen.

„Wir wollten uns technisch und physisch entwickeln“, sagte Schäfer über die Trainingswochen zwischen EM und Weltcup. „Wir haben uns in der Zeit deutlich verbessert“, fand der 22-Jährige, der auf dem Weg zur WM im September deshalb das Fazit zog: „Wir haben die richtigen Schritte gemacht, sind auf dem richtigen Weg.“

Schon viel weiter ist der Deutschland-Achter. Das Paradeboot bleibt in diesem Jahr ungeschlagen und hat mit dem Start-Ziel-Sieg in Posen sogar eine Weltbestzeit aufgestellt. Der Europameister setzte sich souverän gegen Neuseeland und Olympiasieger Großbritannien durch.

von Holger Schmidt

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