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Schaake bringt Marburg auf Siegerstraße

Frauenbasketball, Bundesliga Schaake bringt Marburg auf Siegerstraße

Nach einem schwächeren ersten Viertel steigerten sich die Marburgerinnen und spielten beim Tabellenachten einen letztlich 78:59-ungefährdeten Auswärtssieg heraus.

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Finja Schaake vom BC Pharmaserv Marburg beim Korbwurf. Sie war in der Partie beim USC Freiburg mit 25 Punkten erfolgreichste Scorerin.Foto: Patrick Seeger

Quelle: Patrick Seeger

Freiburg. Eine gute Nachricht gab es für das Pharmaserv-Team bereits bei der Vorbesprechung. Zwei Leistungsträgerinnen der USC-Eisvögel mussten passen. Co-Topscorerin Morgan Pullins und Neuverpflichtung Licet Castillo fielen wegen einer Viruserkrankung aus. „Das war natürlich ein bisschen Glück für uns“, sagte BC-Trainer Patrick Unger. „Andererseits wären wir das Spiel ansonsten vielleicht auch anders angegangen, denn zu Beginn waren wir ein bisschen nachlässig.“

Die andere frohe Botschaft folgte nach der Schlusssirene. Die Niederlage des Herner TC in Rotenburg erhält den Marburgerinnen wieder alle Optionen auf Platz vier - und damit den Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde. Die hat der BC sicher erreicht, und Unger freut sich über den Ausrutscher des Tabellennachbarn: „Da hat uns Rotenburg einen Gefallen getan.“

Höhe Treffsicherheit ist mit ausschlaggebend

Um mit Herne gleichzuziehen, mussten sich die Marburgerinnen allerdings nach einem mittelmäßigen Eröffnungsviertel steigern. Am Ende gaben die Treffsicherheit von Finja Schaake und Katlyn Yohn sowie die Reboundstärke von Svenja Greunke den Ausschlag. Dazu kam die tiefere Bank, die Coach Unger erlaubte, viel zu wechseln und am Ende die größeren Kraftreserven zu haben als die Freiburgerinnen.

„Wie wir das Spiel angegangen sind, hat mir nicht gefallen. Wie die Mannschaft dann aber reagiert hat, dagegen schon“, sagte der 33-Jährige.

Zu unstrukturiert agierten die Gäste in den ersten zehn Minuten und produzierten vermeidbare Ballverluste. Die Eisvögel kombinierten schnell und sicher zum 20:16.

„Wir hatten gegen die Presse totale Probleme und haben dumme Fehler gemacht“, gab BC-Topscorerin Finja Schaake zu.

„Wir haben ein paar Schwächephasen gehabt"

Für den Geschmack Ungers spielten seine Schützlinge bis dahin zu ängstlich. Doch er erinnerte sein Team daran, „dass wir das Spiel nicht in den ersten Minuten gewinnen, sondern das Tempo 40 Minuten lang hochhalten müssen“.

Bis zur 13. Minute lag der USC vorne. Dann drückten die Gäste aufs Gaspedal, erarbeiteten sich mehrere Ballgewinne und legten einen 18:4-Lauf aufs Parkett. Mit einer 40:31-Führung ging es in die große Pause.

Aus der kamen die Breisgauerinnen einen Tick wacher heraus, erzielten vier Zähler in Folge. Doch dann drehte Finja Schaake (Unger: „Sie hat ein brutal gutes Spiel gemacht.“) auf: Neun Punkte in Serie plus zwei von Stephanie Lee zum 51:36 zwangen Eisvögel-Trainer Sascha Bozic zu einer Auszeit.

„Wir haben ein paar Schwächephasen gehabt. Aber wenn du Marburg mal vier Aktionen gibst, mal kurz pennst, nutzen sie das aus“, sagte der USC-Übungsleiter, „sie sind so tief besetzt, da reicht es nicht, einfach mal zwei Spielerinnen rauszunehmen.“

Mit 56:44 gingen die Hessinnen ins letzte Viertel. Dort kam der Gastgeber in der 34. Minute noch mal auf 55:62 heran. Doch Greunkes Rebounds und die Marburger Abschlussstärke sorgten für einen entscheidenden 12:0-Run der Blue Dolphins, für die Charlotte Eggers aus dem Regionalliga-Team des BC zum ersten Bundesliga-Einsatz kam.

von Marcus Richter

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