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SG Salzböde-Lahn hat die Nase im Dreikampf vorn

Fußball SG Salzböde-Lahn hat die Nase im Dreikampf vorn

85 Punkte aus 34 Spielen - damit ist der Aufstieg eigentlich sicher. Die SG Salzböde-Lahn ist mit dieser Bilanz Meister der Kreisliga B Gießen geworden. Aber denkbar knapp ...

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Meister der Gießener B-Liga und künftig eine Klasse höher am Ball: das Team der SG Salzböde-Lahn.

Quelle: Thorsten Richter

Fronhausen. „Unterm Strich“, sagt Jörg Zachariasz, „haben wir eine tolle Saison gespielt.“ Widersprechen wird ihm wohl niemand. Zwar hatten die Verantwortlichen der neu geschaffenen Spielgemeinschaft aus Salzböden, Odenhausen und Fronhausen - Trainer eingeschlossen - vor der Saison den Aufstieg als Ziel ausgegeben. Dass aber am Ende der Saison gerade mal eine Niederlage und sechs Remis 27 Siegen gegenüberstehen und (nach Abzug von zwei Zählern wegen fehlender Schiedsrichter) 85 Punkte zu Buche stehen, ist alles andere als selbstverständlich. Aus den Mannschaften der SG Salzböden/Odenhausen aus dem Fußballkreis Gießen und des Marburger A-Liga-Absteigers SG Fronhausen wurde eine Gemeinschaft. Im Jugendbereich arbeiteten die Vereine bereits zuvor zusammen.

„Natürlich mussten sich manche Spieler erst einmal kennenlernen“, erzählt Zachariasz, der bis 2012 schon einmal Trainer der damaligen SG Salzböden/Odenhausen war und im Sommer nach Gründung der neuen Spielgemeinschaft quasi an alte Wirkungsstätte zurückkehrte. Der große Kader habe zu einem „gesunden Konkurrenzkampf“ geführt - und dazu, dass auch die zweite Mannschaft gut besetzt war. Die holte sich den Gießener Reserven-Kreispokal und mit 23 Siegen aus 24 Spielen souverän Platz eins in der Reserveklasse der Kreisliga B. In der kommenden Saison soll die „Zweite“ als B-Ligist selbst in Konkurrenz spielen.

Der direkte Vergleich gibt am Ende den Ausschlag

Die Mannschaft, betont Spieler René Keil, sei über die Saison „immer mehr zusammengewachsen“. Als Kapitän der SG Fronhausen hatte der 30-Jährige Höhen und Tiefen mitgemacht, zuletzt Abstiege aus Kreisoberliga und Kreisliga A. Der Schritt, „in eine Spielgemeinschaft zu gehen“, sei aufgrund der „am Ende personell engen Situation“ der richtige gewesen, sagt er rückblickend. Die Spielführer-Binde trägt er auch bei der neuen SG. Er sei „der richtige Mann in dieser Position“, sagt Zachariasz. „Er hat die Erfahrung, kann seine Mitspieler motivieren und mitreißen“, erklärt der Coach. Er hofft, „dass René als Kapitän weitermacht“.

Ausdrücklich lobt Zachariasz die Rahmenbedingungen: „Wir haben zwei Rasen- und zwei Hartplätze, das ganze Jahr über einen Physio zur Verfügung und gutes Material.“ Im Sommer und kurz auch im Winter absolvierte die Mannschaft Trainingslager. „Für die B-Liga ist das alles andere als selbstverständlich.“ Gut möglich, dass die äußeren Umstände letztlich den Ausschlag gaben, dass Salzböde-Lahn in einem äußert engen Meisterschaftsrennen die Nase knapp vorn hatte. Ein 8:0-Heimsieg am letzten Spieltag über Blau-Weiß Gießen brachte die Entscheidung.

Der 1. SC Sachsenhausen schloss die Spielzeit punktgleich mit der SG ab, die durch den gewonnenen direkten Vergleich (3:0 auswärts im Hinspiel, 3:3 auf eigenem Platz) Meister wurde. Der TSV Rödgen lag mit 84 Zählern nur einen Punkt hinter dem Spitzenduo. Zum Kurdischen FC Gießen (75) und dann zur FSG Garbenteich/Hausen (62) klafften dann schon gewaltige Lücken.

„In der Kreisliga A wird‘s keine 9:0-Nummer geben“

Zachariasz redet auch nicht drumherum: „Das Niveau in dieser Liga war sehr unterschiedlich. Es gab einige schwache Gegner.“ Das Torverhältnis von 152 zu 23 und die Differenz von plus 129 will er deshalb auch nicht überbewerten, verweist auf eine ganze Reihe von Kantersiegen. Der höchste war ein 12:1 über den FSV Beuern, gleich mehrfach gelangen neun Treffer. Fünf Spieler erzielten zehn oder mehr Tore, Alexander Fey nimmt mit 31 Treffern die Spitzenposition in der internen Liste ein - obwohl er wegen eines Bänderrisses mehrere Monate außer Gefecht war. Wichtiger als die Torausbeute sei gewesen, nach Partien gegen schwächere Gegner die Spannung hochzuhalten und konzentriert in die Spiele gegen stärkere Kontrahenten zu gehen. „Das hat meist gut geklappt.“

Spieler und Fans seien nach dieser Saison „natürlich erfolgsverwöhnt“, ist Zachariasz bewusst. „Aber in der Kreisliga A wird‘s keine 9:0-Nummer geben. Wir werden uns daran gewöhnen müssen, vielleicht auch mal zwei oder drei Spiele in Folge zu verlieren.“ Er mache sich aber keine Sorgen, dass das Team mit zu hohen Erwartungen in die nächste Spielzeit gehen könnte. „Wir müssen von Beginn an eifrig Punkte sammeln, um die Klasse zu halten. Um nichts anderes geht es“, blickt er voraus. Die Stammkräfte hätten angekündigt, der SG treu zu bleiben. Außerdem, kündigt Zachariasz an, soll es „die ein oder andere Verstärkung“ geben.

von Stefan Weisbrod

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