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Rebounds zerstören Hoffnung auf Sieg

Basketball, Bundesliga Frauen Rebounds zerstören Hoffnung auf Sieg

Nach der zweiten unglücklichen Niederlage in Folge sind die Chancen der Marburgerinnen auf Platz vier nach der Hauptrunde nur noch theoretischer Natur.

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Patricia Benet (links, im Hinspiel gegen Lea Mersch) musste sich mit den Dolphins in Herne knapp geschlagen geben.

Quelle: Miriam Pruessner

Herne. Schon wieder drei Punkte. Schon wieder in der letzten Sekunde die Möglichkeit zum Ausgleich. Schon wieder hat es nicht gereicht für den BC Pharmaserv Marburg. Nach dem 83:86 gegen Vizemeister Saarlouis, zogen die Hessinnen beim Tabellenvierten Herner TC mit 51:54 den Kürzeren. Wie vor Wochenfrist hatte Tonisha Baker in der letzten Aktion der Partie nicht das nötige Wurfglück. Auch lange nach der Partie war der Aufbauspielerin kein Lächeln zu entlocken. Aufmunterungsversuche ihrer Teamkolleginnen blieben erfolglos.

„Wir haben das Spiel nicht mit dem letzten Wurf verloren“, stellte BC-Trainer Patrick Unger klar. „Wir haben allein drei einfache Korbleger nicht reingemacht und phasenweise im Angriff zu unstrukturiert gespielt“, nahm der 33-Jährige seine Spielerin in Schutz. „Wir haben über drei Viertel guten Basketball gespielt. Deshalb ist diese Niederlage echt bitter.“ Umso bitterer, als der Tabellenfünfte die meiste Zeit in Führung lag.

Nach zähem Beginn in der Offensive im ersten Viertel (6:10) ging das Pharmaserv-Team kurz nach Wiederbeginn erstmals in Führung. Die Defense arbeitete hart und stand sicher. Gegen die Zonenverteidigung taten sich die Hernerinnen schwer. Marburg gelangen immer wieder Ballgewinne und erfolgreiche Abschlüsse. Stephanie Lee und Svenja Greunke griffen wichtige Rebounds ab und brachten ihre Farben nach vorne.

Einen Lauf von 22:4 legten die Gäste zwischen der 11. und 19. Minute aufs Parkett. Mit 30:16 verbuchten sie ihren höchsten Vorsprung. Das 62:70 aus dem Hinspiel war mehr als egalisiert. In der Blitztabelle hatte der BC den HTC überholt. Zum Seitenwechsel betrug die Führung noch zehn Zähler.

Die schmolz im dritten Durchgang auf einen einzigen Punkt (35:34, 28. Minute). Unnötige Ballverluste und Fouls nutzte der Gegner gnadenlos aus. Ärgerlich auch: In Stephanie Lee und Birte Thimm holten sich gleich zwei große BC-Spielerinnen in dieser Phase ihr jeweils viertes Foul. Eine Schwächung.

„Die Rebounds haben uns heute gekillt“, wusste Unger. Die fielen nämlich in der letzten Viertelstunde zumeist in die Hände der Hernerinnen. Und die ließen sich nicht zweimal bitten. „Trotz körperlicher Nachteile waren bis dahin unsere Rebound okay. Aber wenn alle Großen drei oder vier Fouls haben, wird’s schon schwer“, erklärte Marburgs Svenja Greunke, selbst seit der 20. Minute mit drei Fouls belastet.

Mit 45:36 ging das Pharmaserv-Team in die letzten knapp acht Minuten. Fünf Punkte am Stück von Nationalspielerin Sonja Greinacher brachten die Gastgeberinnen vier Minuten vor Schluss erstmals seit Beginn des zweiten Viertels wieder in Front (49:47).

Marburg blieb dran und hatte 30 Sekunden vor Schluss beim 51:52 Ballbesitz. Doch bei 15 Sekunden auf der Uhr unterlief ein Fehlpass. Herne war am Ball, Marburg gelang es nicht, taktisch zu foulen. Kristi Bellock nutzte die Verwirrung und traf zum 54:51 ein. Zwei Sekunden und eine Auszeit blieben dem BC noch. Das reichte nicht.

Wenn alles normal läuft, könnten beide Mannschaften im Playoff-Viertelfinale erneut aufeinandertreffen. „Ich bin mir sehr sicher, dass wir dann weiterkommen können“, gab sich Unger kämpferisch.

von Marcus Richter

 
 
STATISTIK

Herner TC – BC Pharmaserv Marburg 54:51 (22:32) .

Viertel: 10:6, 12:26, 12:9, 20:10.

Herne: Amojo 5 Punkte/1 Dreier, Bellock 18, Boddie 2, Fikiel 6, Greinacher 15/1 (8 Rebounds), Mersch 8/1 (10 Reb., 6 Steals), Takacs (3 Assists).

Marburg : Baker 4, Benet 3 (3 St.), Gaudermann 3/1 (3 St.), Greunke 9 (9 Reb.), Köppl 1, Lee 14, Schaake, Thimm 2, Yohn 15/1.

Schiedsrichter: Bejaoui, Sobieszuk.

Zuschauer: 350.

 

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