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Raus, aber mit viel Applaus

Basketball-Bundesliga Raus, aber mit viel Applaus

Die Überraschung ist ausgeblieben: Der BC Pharmaserv hat am Freitagabend auch das zweite Spiel der Halbfinalserie gegen Wasserburg verloren. Die Marburgerinnen spielen damit nur um Platz drei, der TSV erneut um den Titel.

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Kampf um jeden Ball: Die Marburgerinnen Tonisha Baker (Mitte) und Finja Schaake (rechts) wollen ans Spielgerät, ebenso Soana Lucet, die sich in dieser Szene und auch mit ihrem Team durchsetzte.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die „Blue Dolphins“ brauchten sich auch nach Spiel­ende nicht zu verstecken. Mit stehenden Ovationen würdigten die Marburger Fans unter den 700 Zuschauern in der Georg-Gaßmann-Halle eine starke Leistung des Teams. Bloß: Gereicht, um den Wasserburgerinnen die erste Niederlage auf nationaler Ebene seit knapp zwei Jahren zuzufügen und damit die „Best of Three“-Serie auszugleichen, hat es letztlich nicht. Mit 75:65 holten sich die Gäste aus Oberbayern den Sieg und damit das Ticket für die Finalserie der Damen-Basketball-Bundesliga, in der sie es mit den Royals aus Saarlouis zu tun bekommen werden. Der BC spielt in Hin- und Rückspiel gegen den Herner TC um den Bronzerang; die erste Partie steigt am kommenden Freitag um 19 Uhr in Marburg.

65:75 hat der BC Pharmaserv Marburg gegen den TSV Wasserburg verloren und ist damit aus dem Rennen um die deutsche Meisterschaft ausgeschieden.

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Die Chance, die Entscheidung zumindest hinauszuzögern, war für die Gastgeberinnen durchaus da. Als Birte Thimm in der 32. Spielminute zum 51:52 traf, stand die Halle Kopf. Die Fans pushten das Team nach vorn, jubelten wenig später über Finja Schaakes 53:54. Doch die Führung sollte nicht mehr wechseln. Marlou de Kleijn versenkte auf der Gegenseite einen Dreier, Svenja Brunckhorst und Topscorerin Nayo Raincock-Ekunwe (insgesamt 22 Punkte) vergrößerten den Abstand anschließend auf zehn Punkte.

Die Marburgerinnen kamen mit dem Pressing der Wasserburgerinnen - Trainer Georg Eichler hatte die Verteidigung im Schlussabschnitt umgestellt - nicht zurecht. „Darauf“, so räumte BC-Coach Patrick Unger ein, „waren wir zu diesem Zeitpunkt nicht eingestellt.“ Die Ballverluste, die sich seine Mannschaft in dieser Phase leistete, „haben die zehn Punkte Unterschied am Ende ausge­macht“, analysierte er. Eichler widersprach dem nicht: „Unser Pressing haben wir sehr gut umgesetzt. Daran hat sich Marburg die Zähne ausgebissen.“ Zwischenzeitlich zog der Titelverteidiger noch deutlicher davon, ehe der BC das Ergebnis in der Schlussphase freundlicher gestaltete.

BC-Team nimmt Kampf an

„Wir haben den Fight angenommen, haben physisch voll gegengehalten“, lobte Unger seine Spielerinnen trotz der Niederlage. „Wir haben alle fest daran geglaubt, dass wir es schaffen können.“ Das war dem Team auch von Beginn an anzumerken. Durch einen Sieben-Punkte-Lauf stand es 7:2 (3.), danach war die Partie völlig offen. Zwar drehte Wasserburg einen 10:12-Rückstand (9.) in eine 18:14-Führung zum Ende der ersten zehn Minuten. Doch wer erwartete, der hohe Favorit würde nun davonziehen, sah sich getäuscht. Mit konzentrierter Defensivarbeit machten es die „Dolphins“ den TSV-Spielerinnen schwer, zu punkten. Allerdings ließen die Gäste, die in der ersten Hälfte mit einer Trefferquote von nur 33 Prozent deutlich unter ihrem Schnitt blieben, auch einige freie Würfe ungenutzt.

Mit einem Nahdistanztreffer brachte Svenja Greunke den BC mit 25:24 nach vorn (16.), in der Folge lag Wasserburg jedoch immer knapp in Front, etwa zur Halbzeitpause mit 31:29. Daran änderte sich auch im dritten Viertel wenig. Der TSV vergrößerte seinen Vorsprung zwischenzeitlich, die Marburgerinnen kamen aber immer wieder zurück - bis sie Mitte des Schlussabschnitts keine Antwort mehr fanden. „Es war mehr drin“, sagte Spielführerin Thimm. „Aber jetzt wollen wir unbedingt Bronze.“

von Stefan Weisbrod

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