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Quo vadis, BC? Sonntag wissen wir mehr

Basketball-Bundesliga Quo vadis, BC? Sonntag wissen wir mehr

Der Doppelspieltag in der Basketball-Bundesliga am heutigen Freitag und am Sonntag könnte ein erster Fingerzeig sein, wohin die Reise des BC Pharmaserv Marburg in dieser Saison führt.

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Marburgs Patricia Benet (links) kontrolliert den Ball in der Partie gegen Donau-Ries. Hinter dem Einsatz von BC-Neuzugang Katlyn Yohn (unten) am Freitag und/oder Sonntag steht noch ein Fragezeichen.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Der Saisonauftakt war mehr als gelungen. Das 80:60 der Dolphins gegen Donau-Ries macht Lust auf mehr. Stellt sich jedoch die Frage: Waren die Marburgerinnen so stark oder der Gegner zu schwach?

Es war wohl eine Mischung aus beidem. Auf der einen Seite hat man im Auftaktspiel gesehen, warum BC-Trainer Patrick Unger vor der Saison angemerkt hatte, dass es sich um die beste Mannschaft handelt, die er bislang in seiner Amtszeit trainiert hat. Zu sehen waren gutes Spielverständnis, schöne Kombinationen, stark abgeschlossene Schnellangriffe und vor allem viel Spaß am Basketball (Unger: „Man merkte, dass wir füreinander da sind“).

Doppelspieltag ist wegweisend

Andererseits ist der Kader des Auftaktgegners nicht mehr mit dem der vergangenen Spielzeit zu vergleichen. Donau-Ries konnte die Abgänge von Topspielerinnen (noch) nicht kompensieren. Aufschluss darüber, was der glatte Sieg gegen Donau-Ries wert war, dürfte der kommende Doppelspieltag geben: Heute Abend (20 Uhr) gastiert der BC beim SV Halle, am Sonntag (16 Uhr) empfängt das Team in der kleinen Georg-Gaßmann-Halle Rotenburg-Scheeßel. Halle kassierte am 1. Spieltag eine 73:77-Pleite beim Aufsteiger Keltern. Coach René Spandauw, der zwischenzeitlich stocksauer war, weil sein Team nicht das umgesetzt hatte, was besprochen worden war, sagte nach der Partie, dass seiner Mannschaft noch „eine gewisse Erfahrung“ fehle.

Marburger vor schwieriger Aufgabe

Marburg hingegen hatte unlängst beim Vorbereitungsturnier (Kaphingst-Cup) Keltern souverän 94:58 besiegt. „Wer jedoch denkt, wir fegen Halle vom Parkett, der irrt. Man kann die beiden Spiele nicht vergleichen“, warnt Unger. „Keltern war gegen uns völlig von der Rolle. Und Halle hatte eine mehr als siebenstündige Anreise in den Knochen. Ich gehe davon aus, dass der SV Halle noch eine gewichtige Rolle spielen wird. Nicht allein deshalb stehen wir vor einer schwierigen Aufgabe“, sagte Unger.

Marburgs Gegner am Sonntag, Rotenburg/Scheeßel, gewann seine erste Partie mit 72:70 gegen Osnabrück. Inzwischen wurde die Begegnung mit 20:0 für Rotenburg gewertet, weil Osnabrück eine Spielerin eingesetzt hatte, für die keine Teilnahme- und Einsatzberechtigung vorlag. Zudem wurde Osnabrück mit einem Punktabzug bestraft. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig. Unger kann Rotenburg/Scheeßel noch nicht so richtig einschätzen, spricht von einer Wundertüte. „Das Team kann wesentlich besser spielen als zum Auftakt.“

Wiedersehen mit ehemaligen BC-Spielerinnen

Indes dürfen sich die Fans am Sonntag auf ein Wiedersehen mit einer ehemaligen BC-Spielerin freuen: Maggie Skuballa tritt inzwischen für Rotenburg an, und dies im ersten Spiel überzeugend. Überzeugt auf Marburger Seite hatte auch Neuzugang Katlyn Yohn. Die führungsstarke Allrounderin erzielte 14 Punkte, darunter drei Dreier. Allerdings ist sie angeschlagen, hat Achillessehnen-Beschwerden. Ihr Einsatz am Freitag und/oder Sonntag ist noch ungewiss.

Bundesliga Frauen: Nördlingen Donau-Ries - Rotenburg/Scheeßel, Saarlouis - Wasserburg, Osnabrück - Freiburg (alle Fr., 19.30 Uhr),Halle - Marburg, Chemnitz - Herne, Ober-hausen - Keltern (alle Fr., 20 Uhr), Halle - Oberhausen, Wasserburg - Chemnitz, Freiburg - Nördlingen Donau-Ries, Marburg - Rotenburg/S. (alle So., 16 Uhr), Herne - Osnabrück (So., 16.30), Keltern - Saarlouis (So., 17.30).

von Michael E. Schmidt

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