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Qualität und Erfahrung gehen verloren

TSV Kirchhain Qualität und Erfahrung gehen verloren

Die Weichen für einen Neuanfang des TSV Kirchhain sind gestellt. Für die kommende Saison erhofft man sich in der Kreisoberliga eine "Konsolidierungsrunde".

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Kirchhains Spielertrainer Tobias Sälzer (hinten von links) mit Mustafa Kaiumi, Berat Büyukyigen, Burak Oezkul, Co-Trainer Turgay Kepenek und Torwarttrainer Andreas Thiel sowie Maximilian Neis (vorne von links), Sebastian Stei, Serdar Toktas und Joel Wessendorf.

Quelle: Lothar Reeber

Kirchhain. Bis auf fünf Abgänge, darunter mit Marc Schilhabl und Rafael Gorniok die beiden überragenden Spieler der letzten Jahre, blieb der Stamm aus der vergangenen Runde zusammen. Dieser wird mit jungen Spielern verstärkt, die aus dem eigenen Nachwuchs und aus unterklassigen Vereinen kommen. Damit sollte es gelingen, ein schlagkräftiges Team für die kommende Saison zu formen. Das ist die Aufgabe von Spielertrainer Tobias Sälzer, der die Mannschaft auch schon in den letzten Spielen in der Gruppenliga betreute. Unterstützt wird er von den Co-Trainern Turgay Kepenek und Atakan Sezgin sowie Torwarttrainer Andreas Thiel. Spaß, Disziplin und Leistungsbereitschaft sollen dafür stehen, dass der „ruhmreiche“ TSV in das richtige Fahrwasser kommt und dass es wieder mehr Freude macht, die Spiele des TSV ­beobachten zu können.

„Der direkte Wiederaufstieg kann für uns nicht das definierte Saisonziel sein“, folgert der Spielertrainer. „Wir machen uns keinen Druck, davon haben wir im Abstiegsjahr mehr als genug gehabt“, sagt der 29-jährige Grundschullehrer.

Fünf bisherige Stammkräfte sind nicht mehr dabei

Fünf Stammspieler der ersten Mannschaft stehen dem Verein nicht mehr zur Verfügung: Rafael Gorniok und Marc Schilhabl haben ihre Karrieren beendet, Dominik Bauer macht eine berufsbedingte Pause, Cevayir Kilercioglu spielt in Zukunft für die FSG Homberg, und Renè Kräling zog es nach Dreihausen zurück.

Sälzer schätzt sein Team aktuell nicht so stark ein, wie in der vergangenen Runde: „Wir haben leider einiges an Qualität und an Erfahrung abgegeben“, sagt er. Er möchte eine sorgenfreie Saison spielen. Ob dies gelingt, hängt in erster Linie davon ab, ob die Mannschaft die Abgänge einiger Leistungsträgern kompensieren kann.

Die zahlreichen Neuzugänge in die Mannschaft zu integrieren und daraus ein Team zu formen, sieht Sälzer als seine Hauptaufgabe an: „Es ist für den Saisonverlauf von entscheidender Bedeutung, dass wir uns so schnell wie möglich finden und dann als Einheit auftreten. Diese Phase wird aber nicht schon nach drei Spieltagen abgeschlossen sein.“ Die Trainer hoffen dabei auf die Geduld und Unterstützung der Zuschauer.

„Die Charaktere im Team stimmen und die Vorbereitung läuft gut. Es ziehen alle im Training mit“, sagt Sälzer.

Allerdings wird es eine Zeit dauern, bis sich die Mannschaft gefunden hat. Bei vier Trainingstagen sowie einem Testspiel je Woche während der Vorbereitungszeit bleibt den Aktiven nur wenig Zeit zum Verschnaufen.

Die meisten Neuen kommen aus unteren Klassen

Von den Neuzugängen kennt nur Maximilian Neis aus seiner Zeit beim SV Großseelheim die Kreisoberliga. Die anderen Spieler kommen alle von unterklassigen Vereinen und aus der eigenen Jugend. Sie müssen sich erst noch an das Klima in der Kreisoberliga gewöhnen.

Als gefühlte Neuzugänge gelten Martin und Michael Römer, Leonard Kaufmann, Andreas Heichler und Philipp Bromm, die in der vergangenen Saison nur sporadisch zum Einsatz kamen. „Sie alle haben in der Gruppenliga gespielt. Ich hoffe, das sie wieder völlig fit werden und sie die jungen Spieler führen können“, meint Sälzer.

Sälzer erwartet keine leichten Gegner: „Sie werden gegen Kirchhain besonders motiviert sein“. In der Saisonvorbereitung geht es nun darum, neben Leidenschaft und Teamgeist insbesondere die körperliche Robustheit und das taktische Verständnis der jungen Spieler zu fördern. „Wir haben für die neue Saison keine großen Ansprüche. Wir wollen eine Serie ohne Druck spielen und wieder Spaß am Fußball haben“, sagt der Trainer.

Mit „Kameradschaft“ wollte der TSV Kirchhain Spieler locken und möglichst langfristig mit ihnen planen. Laut Fußball-Abteilungsleiter Stefan Thiele werde dies jedoch immer schwieriger für Klubs, die kein monatliches Salär zahlen. „Die Prioritäten haben sich geändert. Früher war Geld weniger wichtig als heute“, sagt der Abteilungsleiter. „Es gab Gespräche mit Spielern, die schnell vorbei waren, weil ohne Geld nichts lief.“

Zugänge: Joel Wettendorf (A-Junioren SF BG Marburg), Berat Büyukyigen (A-Junioren Eintracht Stadtallendorf), Burak Oezkul (SV Kirchhain), Maximilian Neis (RSV Kleinseelheim) und Sebastian Stei (eigene Jugend).

Abgänge: Rafael Gorniok und Marc Schilhabl (Karriereende), Cevahir Kilercioglu (FSG Homberg/Ober-Ofleiden), René Kräling (VfL Dreihausen), Dominik Bauer (berufliche Pause).

Auftaktprogramm: SG Oberes Edertal (A), SSV Hatzbach (H).

von Lothar Reeber

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