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Pokalschreck empfängt den Überflieger

Fußball, Regionalpokal Pokalschreck empfängt den Überflieger

Im Waldstadion bekommt es der SV Bauerbach heute um 19 Uhr im Hessenpokal mit keinem Geringeren als dem derzeitigen Spitzenreiter der Hessenliga zu tun, dem TSV Steinbach. Der FV Breidenbach empfängt gleichzeitig den SC Waldgirmes.

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Thorsten Gantenberg (vorn) spielte mit dem SV Bauerbach am Sonntag gegen die Steinbacher Zweite 1:1. Heute kommt die Steinbacher Erste zum Hessenpokalspiel ins Waldstadion. Foto: Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Marburg. Da ist zum einen der finanziell potente Klub aus dem Lahn-Dill-Kreis, der in sechs Jahren von der Kreisliga B bis ins hessische Oberhaus aufgestiegen ist und dort noch ohne Niederlage und mit bislang erst zwei Gegentoren in fünf Spielen an der Spitze steht. Und auf der anderen Seite der Gruppenliga-Dritte, dem es bereits zum Auftakt des Hessenpokals gelungen ist, im FC Ederbergland (1:0) einen Hessenligisten aus dem Wettbewerb zu kegeln.

Nach dem Ligaspiel gegen den TSV Steinbach II am vergangenen Wochenende (1:1) bekommt es der SVB heute mit der Ersten des TSV zu tun. Die tritt die Reise beflügelt vom jüngsten 3:1-Erfolg gegen Eintracht Stadtallendorf in den Marburger Stadtteil an, muss aber noch auf Daniel Waldrich (Wadenverletzung) verzichten.

„Klar sind wir der Favorit“, weiß Steinbachs Trainer Peter Cestonaro, „aber es ist Pokal. Bauerbach hat nicht umsonst Ederbergland geschlagen und wird engagiert sein. Darauf müssen wir uns einstellen.“

Umstellen muss SVB-Coach Wolfgang Breitenmoser, dem die gesperrten Leonard Raishtaj und Chris Helm sowie Urlauber Salfo Bandaogo fehlen. Andrew Iyasere, Mickael Abraham und Lukas Hack sind laut Bauerbachs Vorsitzendem Edmund Eucker „noch nicht ganz fit“.Dafür sind die Urlauber Mischa Trier und André Barth wieder einsatzbereit. „Beide können auf den Positionen der Gesperrten spielen“, weiß Eucker.

„Dass uns Steinbach nach dem Sieg gegen Ederbergland unterschätzt, glaube ich nicht. Für unseren Verein ist ein Spiel gegen den Hessenliga-Spitzenreiter das Spiel schlechthin. Solch einen Gegner hatten wir noch nicht. Wir werden Steinbach sicher nicht das Feld überlassen“, kündigt Eucker an.

Taktisch wolle man den bei Standards starken Hessenliga-Aufsteiger dazu bringen, „früher ins Spiel gehen zu müssen“, verrät Eucker - „und dann hoffen wir, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat“. Es wäre nicht das erste Mal in Bauerbach.

Heute Abend im Hessen-Pokal, am Sonntag in der Meisterschaft: Gleich zweimal ist der ehemalige Hessenligist SC Waldgirmes in dieser Woche beim Hinterländer „Pokal-Krösus“ mit 28 Kreispokal-Titeln, dem FV Breidenbach zu Gast im Gunterstal-Stadion.

Nicht nur auf dem Papier ist es ein brisantes Mittelhessen-Derby, denn diese Partie ist kein „Muster ohne Wert“. Ganz im Gegenteil: Der Sieger qualifiziert sich für die lukrative dritte Runde, die in der dritten September-Woche im Leistungszentrum von Eintracht Frankfurt ausgelost wird.

Dann sind auch der Drittligist SV Wehen Wiesbaden, die Regionalligisten Kickers Offenbach, KSV Baunatal und Hessen Kassel, die beiden Fair-Play-Sieger VfB Gießen und SV Nieder-Wöllstadt sowie die beiden Hessenliga-Ersten der Vorsaison, die TGM/SV Jügesheim und der OSC Vellmar, im Wettbewerb dabei.

„Wir wollen versuchen, die nächste Runde zu erreichen, wobei der SC Waldgirmes nicht unsere Kragenweite ist. Doch die Niederlage der Schützlinge von Peter Bätzel gegen den FSV Braunfels hat uns gezeigt, dass wir nicht chancenlos sein werden. Wenn wir so eine Einstellung und mannschaftliche Kompaktheit wie gegen Dorndorf an den Tag legen, können wir für eine Überraschung gut sein“, verspricht FVB-Trainer Torsten Opitz den Fans einen „heißen Tanz auf Kunstrasen“.

In der ersten Runde hatten die Hausherren, die heute wieder auf ihren wertvollen Abwehr-Riesen Josip Katic zurückgreifen können, den Nord-Verbandsligisten TSV Mengsberg mit 3:0 bezwungen, die Gäste aus der Lahnau den Gruppenliga-Zweiten SG Kinzenbach ausgeschaltet.

von Marcello Di Cicco und Herbert Lenz

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