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Playoff-Vorbereitung in drei Teilen

Football: Mercenaries bei den Franken Knights Playoff-Vorbereitung in drei Teilen

Nur noch theoretisch können die Mercenaries von Rang drei verdrängt werden. Deshalb nutzen die Marburger Footballer die letzten Saisonspiele, um sich auf die Playoffs einzustimmen. Wie am Samstag bei den Franken Knights.

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Im Heimspiel gegen die Franken Knights vor drei Wochen hatten die Marburg Mercenaries um Quarterback Micah Brown (Nummer 3) wenig Mühe und gewannen mit 42:14. Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Aufbauarbeit ist angesagt nach der 14:49-Pleite gegen die Schwäbisch Hall Unicorns, die den „Söldnern“ die Chance raubte, doch noch nach dem Titel in der Südgruppe der German Football League zu greifen. Die Franken Knights, punktloser Tabellenletzter, könnten da gerade recht kommen. „Im Prinzip geht es ja in den letzten drei Spielen um gar nichts mehr“, sagt Mercenaries-Headcoach Matthias Dalwig. Außer eben darum: Mit Schwung in die Playoffs zu gehen. „Das wird ein Spagat“, weiß der Trainer. Er möchte die ausstehenden Partien einerseits möglichst gut gestalten, andererseits aber auch „Leute schonen, die kleinere Blessuren haben“. So werden Center Steffen Pöttgen und Receiver Jannis Fiedler am Samstag (16 Uhr) in Rothenburg ob der Tauber, wo Gegner Franken Knights seine Spiele austrägt, nicht dabei sein.

Dalwig erwartet gleichwohl einen Sieg beim Schlusslicht. „Im Hinspiel hatten die Knights nicht die Klasse, um uns gefährlich werden zu können“, sagt der Coach. Mit 42:14 gewannen die Marburger Anfang August. Allerdings habe der Gegner gerade im Angriff gute Leute wie Quarterback Justin Sottilare, Runningback Cordarius Mann oder Allzweckwaffe Joseph Joyner. Die Punkteausbeute bei der 38:56-Niederlage gegen München in der Vorwoche zeugt von den Qualitäten - aber auch den Schwächen. Doch wie bei den Mercenaries dürfte auch das Augenmerk der Franken Knights ohnehin schon woanders liegen. In der Relegation um den Klassenerhalt werden sich die Franken mit den Wildcats aus dem bayerischen Kirchdorf auseinandersetzen müssen.

Der Trainerstab der Mercenaries geht davon aus, im Playoff-Viertelfinale in Dresden bei den dortigen Monarchs antreten zu müssen. „Das wird vom Niveau her ein ganz anderes Kaliber“, sagt Defensive Coordinator Sergej Schmidt, der sowohl Videostudien zu den Knights als auch zu den Monarchs betreibt. „Dresden hat ein sehr starkes Laufspiel, das wir stoppen müssen“, weiß Schmidt.

Genau da lag in der Vorwoche gegen die Unicorns aber das Hauptproblem der Mercenaries. „Wir haben ziemlich schlecht gespielt und nicht unser Potenzial abgerufen“, räumt Sergej Schmidt ein. „Gerade im ersten Viertel lief alles schief, was schieflaufen konnte.“

Vor allem die frühe Disqualifikation von Safety Curtis Slater, Schlüsselspieler in der Defense, warf die Taktik der Marburger über den Haufen. Nach einem Kopf-gegen-Kopf-Tackle war Slater ausgeschlossen worden. Eine strittige Entscheidung, die sich die Trainer immer und immer wieder angeschaut haben. Das Fazit Dalwigs: Die Strafe hätte auch gegen Slaters Gegenspieler ausgesprochen werden können, für beide Entscheidungen würde es Argumente geben. Es traf die Mercenaries.

Sergej Schmidt sieht darin aber „eine gute Lektion“ für die jungen Spieler, die ohne ihren Führungsspieler ein wenig hilflos wirkten. „Sie werden an sich arbeiten.“ Der Fokus liegt dabei auf der Defensive Line. „Da müssen wir physischer werden, damit die Lücken nicht zu groß werden“, sagt Schmidt. Spätestens gegen die Dresden Monarchs, sollte es zu dem Duell kommen, wird sich dann erweisen, ob die Mercenaries die richtigen Schlüsse gezogen haben.

von Holger Schmidt

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