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Petzschner schafft es nicht ins Hauptfeld

Marburg Open Petzschner schafft es nicht ins Hauptfeld

Mit der Hauptrunde starten die Marburg Open ab Montag so richtig durch – allerdings ohne Ex-Davis-Cup Spieler Philipp Petzschner und ohne Lokal­matador Jannis Kahlke. Beide scheiterten am Sonntag in der Qualifikation.

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Philipp Petzschner kämpfte gegen Christian Garín zwar, leistete sich in den entscheidenden Momenten allerdings zu viele vermeidbare Fehler.

Quelle: Mathias Paul

Marburg . Als es im dritten Satz nach einem vermeidbaren Fehler Einstand hieß, musste der Schläger dran glauben. Drei Breakbälle hatte Philipp Petzschner gegen Christian Garín vergeben. Insbesondere bei 0:40 hatte er die Riesenchance zum Spielgewinn, doch die gut vorbereitete Vorhand landete im Netz. „In guten Zeiten hätte ich die Augen zumachen können und einen Winner gespielt“, kommentierte der 30-jährige Bayreuther hinterher. So aber ging der wohl entscheidende Punkt an den Chilenen, der seinen Aufschlag durchbrachte. Statt 4:4 hieß es 5:3 für den 18-jährigen Garín, der im Vorjahr den Juniorentitel bei den French Open gewonnen hatte.

"Ich muss mir jeden einzelnen Punkt erarbeiten"

Bei Petzschner war die Luft danach raus. 7:6 (2), 2:6, 3:6 unterlag der Deutsche letztlich und kann sich nun auf das Doppel konzentrieren, wo er an der Seite des Österreichers Jürgen Melzer ja auch seine größten Erfolge (Siege in Wimbledon und bei den US Open) gefeiert hatte. So sehr Petzschner auch während des Matches mit sich haderte, so aufgeräumt wirkte er hinterher. „Jedes Match hilft mir, ich kann viele Schlüsse daraus ziehen“, sagte die ehemalige Nummer 35 der Tenniswelt. Nach einem Jahr Zwangspause wegen einer Schulterverletzung seien die Automatismen noch nicht wieder da. „Ich muss mir jeden einzelnen Punkt erarbeiten.“ Gegen Garín reichte das nicht. Petzschner hatte sich bereits am Samstag in der ersten Qualifikationsrunde schwergetan beim 7:6, 2:6 und 6:4 gegen Yannick Hanfmann.
Damit ist einer der Favoriten von Patrik Kühnen ausgeschieden. „Er war lange verletzt“, sagte der ehemalige Kapitän der deutschen Davis-Cup-Mannschaft. Deshalb seien Challenger-Turniere wie die Marburg Open wichtig, damit er langsam, aber sicher den Weg zurückfinden könne auf die ATP-Tour. Aber auch für Talente, die den Sprung in den Seniorenbereich schaffen wollen, sind Challenger gedacht.

"Kinder sind die Zukunft für jeden Tennisverein"

Kühnen hat selbstverständlich den topgesetzten Vorjahresfinalisten Diego-Sebastian Schwartzman aus Argentinien und Thomaz Bellucci aus Brasilien, der vor vier Jahren immerhin mal an der Top 20 der Welt kratzte, auf der Rechnung. „Diego Schwartzman hat den Vorteil, dass er das Turnier kennt und in Marburg schon erfolgreich gespielt hat. Er fühlt sich wohl“, sagte der 48-Jährige.

Fotos: Mathias Paul

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Der Wohlfühlfaktor ist es auch, der aus Sicht von Kühnen dazu führt, dass die Marburg Open immer attraktiver werden. Die „große Herzlichkeit“ und die Nähe zwischen Zuschauern und Spielern seien es, was den besonderen Charme der Marburg Open ausmache. Dazu gehöre auch die persönliche Note und das Engagement von Peter Zimmermann und Heiko Hampl, die das Turnier stetig verbessert hätten. „Das macht die Marburg Open zu etwas besonderem und zu einem wichtigen Turnier im internationalen Kalender“, sagte Kühnen. „Man spürt deutlich, dass es hier anzieht. Die Marburg Open werden sehr positiv in den Köpfen der Spieler wahrgenommen.“
Wobei auch Kühnen mit seiner positiven Ausstrahlung seinen Beitrag leistet. Samstag zeigte er einigen Tennisspielern aus hiesigen Vereinen Tricks und Kniffe, gestern gab er dem Nachwuchs Trainingstipps. „Kinder sind die Zukunft für jeden Tennisverein“, sagte  der prominente Gast, der für den Pay-TV-Sender „Sky“ ab heute aus Wimbledon berichten wird.

Kahlke scheitert in der zweiten Quali-Runde

In Jannis Kahlke ist auch der Lokalmatador aus Argenstein in der zweiten Runde der Qualifikation gescheitert. Der Kolumbianer Juan-Carlos Spir zermürbte den 20-Jährigen mit seinen guten Aufschlägen. Er habe angesichts der kurzen Ballwechsel nie zu seinem Rhythmus gefunden, sagte Kahlke. „Und die wenigen Chancen, die ich hatte, habe ich nicht genutzt.“ Beim Stand von 6:7, 4:5 und 30:30 bei Aufschlag Spir ging ein Return zum Beispiel nur um Zentimeter ins Aus. Der Kolumbianer nutzte den anschließenden Matchball.

von Holger Schmidt

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