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Perry Ofori will es weit bringen

Spieler der Woche Perry Ofori will es weit bringen

Fast hätte es unser Spieler der Woche zum FSV Mainz 05 geschafft. Jetzt kämpft Perry Ofori mit dem VfB Marburg um den Aufstieg.

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Folgt den Stürmern der Gruppenliga Gießen/Marburg auf Schritt und Tritt: Perry Ofori (rechts, hier gegen Bauerbachs Yanik Berberich).

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Beinahe hätte es bei Perry Junior Ofori für den ganz großen Wurf gereicht: „Ich hatte schon die Zusage vom FSV Mainz 05, dass ich in ihr Internat ziehen könnte“, erzählt der 19-Jährige. Doch dann kam alles anders als gedacht, die Koffer waren schon gepackt, als das Telefon erneut klingelte. „Dann hieß es urplötzlich, dass der Platz doch schon belegt sei“, berichtet er weiter.

Talent liegt in der Familie

Er könne zwar in der Jugendmannschaft der 05er anfangen, aber dann hätte er jeden Tag zwischen Marburg und Mainz hin- und herpendeln müssen. Eine Strapaze, die er sich und besonders seiner Mutter nicht antun wollte. Denn seiner Mutter ist er besonders dankbar: „Sie hat mich immer unterstützt und mir auch früher bei jedem Spiel zugeschaut, ich verdanke ihr sehr viel“.

Sein Talent hat der Youngster, der in Diensten des VfB Marburg steht, von seiner Familie mit auf den Weg bekommen. Sein Onkel Charles O‘Connor war lange Zeit beim VfL Wolfsburg als Profi aktiv, sein kleiner Cousin lief sogar schon für die deutsche U-16-­Nationalmannschaft auf. Doch auch wenn es bis jetzt nicht mit dem großen Durchbruch geklappt hat, hat er trotz seines jungen Alters schon einiges erreicht und gesehen: „2013 waren wir mit der A-Jugend-Hessenauswahl beim Länderpokal in Duisburg. Das war ein Sichtungsturnier für die U-16-­Nationalmannschaft, bei der viele Scouts anwesend waren“. Bis Oktober letzten Jahres gehörte er der Hessenauswahl an, mittlerweile macht er eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen.

Ofori ist ein echtes Eigen­gewächs des VfB Marburg, schon seit dreizehn Jahren gehört er ununterbrochen dem Verein an. Im letzten Spiel spielte das Nachwuchstalent noch abwechselnd für die A-Jugend in der Hessenliga und für die Senioren, seit dieser Spielzeit gehört Ofori fest zum Kader von Trainer Thomas Vollmer und ist in der Innenverteidigung als Stammspieler gesetzt. Der Übergang zu den Senioren fiel ihm leicht: „Ich war ja schon aus der Jugend in der Hessenliga einiges gewohnt, da hatte ich keine Probleme“.

Erfolg dank Abwehr-Bollwerk

Der momentane Erfolg, nach zwölf Spielen in der Gruppenliga immer noch ungeschlagen zu sein, ist auch ein Verdienst von ihm. Gemeinsam mit Abwehrkollege Kevin Kaguah bildet er für die gegnerischen Stürmer ein beinahe unüberwindbares Bollwerk, erst vier Tore haben die Marburger bisher hinnehmen müssen.

„Auch wenn wir es nicht an die große Glocke hängen, ist unser Ziel ganz klar der Aufstieg“, sagt er und ergänzt: „Aber für mich persönlich soll danach noch lange nicht Schluss sein. Ich will es bis mindestens in die Hessenliga schaffen, und wenn es irgendwann doch noch höher gehen sollte, dann bin ich der Letzte, der sich dagegen wehren wird“.

von Thomas Engelmann

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