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Olujic ist "Baustein, der uns gefehlt hat"

Fußball-Verbandsliga Mitte Olujic ist "Baustein, der uns gefehlt hat"

Im Kreispokal kam Dusan Olujic schon zum Einsatz. Gegen den FV Biebrich wird der Torhüter für die Sportfreunde Blau-Gelb Marburg am Sonntag (15.30 Uhr) erstmals in der Verbandsliga zwischen den Pfosten stehen.

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Soll das Tor der Blau-Gelben sauber halten: Dusan Olujic, hier im Trikot des VfB Gießen.Foto: imago

Quelle: imago sportfotodienst

Marburg. So mancher Zuschauer im Bauerbacher Waldstadion staunte am Dienstagabend nicht schlecht, als Dusan „Dusko“ Olujic im Kreispokal-Viertelfinale bei den SF BG Marburg das Tor hütete (die OP berichtete). „Wir sind sehr froh über diese Lösung“, sagt Marburgs Sportlicher Leiter Jan-Peter ­Troeltsch, „denn das ist genau der Baustein, der uns noch gefehlt hat. Dusan verfügt über eine tolle Ausstrahlung und Präsenz auf dem Platz.“

Die Verpflichtung des 31-Jährigen, der lange Kapitän des Hessenligisten Eintracht Stadtallendorf war und zuletzt für den VfB Gießen spielte, war nötig. Denn nachdem Timo Möller Ende vergangener Saison seinen Stammplatz verloren hatte und zwischenzeitlich von Claudius Paehr und zuletzt Felix Widdascheck ersetzt wurde, „gab es Differenzen mit Timo, weil unser Trainer Andreas Sinkel ihn gegen Waldgirmes nicht aufgestellt hat. Parallel dazu liefen Kontakte mit Timo und dem VfB Wetter“, erzählt Troeltsch, der aber betont, dass es zwischen beiden Klubs „keine Probleme“ gebe (siehe Vorbericht VfB Wetter).

„Timo war nach drei schönen Jahren mit der Situation bei uns nicht mehr zufrieden. Dieser Situation war es geschuldet, dass wir bei Dusan Olujic angefragt haben, ob er sich vorstellen könnte, uns über einen gewissen Zeitraum zu helfen. Nachdem er das Heimspiel gegen Eddersheim angeschaut hatte, hat er uns zugesagt“, sagt Troeltsch, der bei dem Königstransfer dem Umstand Rechnung getragen hat, „dass Dusans Ambition die Hessenliga ist“. Troeltsch: „Wir haben einen Ein-Jahres-Vertrag mit ihm geschlossen. Für den Fall, dass ein höherklassiger Verein bei ihm anfragt, hat er eine Ausstiegsklausel.“

Mit zwei Siegen in Folge gehen die Blau-Gelben gegen den FV Biebrich favorisiert in die Partie. Denn die Elf aus dem Wiesbadener Stadtteil hält mit null Punkten aus drei Partien die Rote Laterne in der Hand. „Wir sind eine Mannschaft, die über das spielerische Element kommt. Rein spielerisch werden wir es momentan aber nicht schaffen. Klar ist jetzt Druck da, wir müssen eine Reaktion zeigen. Aber jeder von uns hat eine solche Phase schon mal erlebt“, steckt FV-Coach Nazir Saridogan keineswegs den Kopf in den Sand.

Verzichten muss Saridogan noch etwa acht Wochen auf Torjäger Orkun Zer (Fußverletzung) sowie auf Innenverteidiger David Meurer (Meniskus). „Diese Ausfälle sind nicht so einfach zu kompensieren“, klagt der FV-Übungsleiter. Aufseiten der Marburg stehen Fragezeichen hinter den Einsätzen der noch angeschlagenen Simon Balmert und André Berger. Dafür sind Alexander Lauer, Leon Sinkel und Jan Eberling wieder an Bord.

„Ich bin froh, dass wir gegen Bauerbach richtig gefordert wurden. Denn dadurch haben einige Spieler gesehen, dass es eben nicht so einfach ist, dass wir nicht zum FC Bayern München der Liga mutiert sind“, sagt SF-BG-Coach Andreas Sinkel, dessen Elf sich nach zwei 4:0-Erfolgen in der Liga im Kreispokal erst im Elfmeterschießen gegen den Gruppenligisten durchsetzte.

von Marcello Di Cicco

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