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Ohne Chance zum Auftakt

Basketball Frauen, EM-Qualifikation Ohne Chance zum Auftakt

Vor dem richtungweisenden Spiel gegen die Ukraine morgen Abend in Marburg musste die Basketballnationalmannschaft der Frauen eine empfindliche Niederlage bei Europameister Serbien einstecken.

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Die deutsche Mannschaft mit Julia Gaudermann (rechts) hatte in Belgrad klar das Nachsehen gegen Serbien.

Quelle: Marko Metlas

Marburg. Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einer Niederlage in die European Qualifiers gestartet. In Belgrad gewann Gastgeber Serbien mit 100:57. Ganze 35 Ballverluste - davon gleich 10 im ersten Viertel - waren für das DBB-Team gegen den Europameister deutlich zu viel.

Zwar gewannen die Gäste das Rebound-Duell (35:31) und erreichten mit einer Trefferquote von 58 Prozent aus dem Zwei-Punkte-Bereich das deutlich bessere Ergebnis als der Titelverteidiger. Der jedoch versenkte 14 von 27 Dreiern. Deutschland traf nur zwei Mal bei elf Versuchen. 23 Ballgewinne und 25 direkte Korbvorlagen sprechen für das Feuerwerk, das die Serbinnen vor 6500 Zuschauern - bei freiem Eintritt - phasenweise abbrannten. Alle drei aktuellen Spielerinnen des BC Pharmaserv Marburg (Gaudermann, Greunke und Thimm) kamen insgesamt 27 Minuten lang zum Einsatz. Lediglich Thimm konnte dabei zwei Punkte zur deutschen Korbausbeute beitragen.

Kein Sieg im Bonusspiel

„Leider waren wir heute nicht mutig genug. Besonders offensiv hätten wir mehr machen können, wir haben teilweise Würfe verweigert. Das ist schade, denn wir hätten uns besser präsentieren können“, wird Bundestrainer Bastian Wernthaler auf der Internet-Seite des deutschen Verbandes (DBB) zitiert. „Trotzdem wird das Spiel in dieser unglaublichen Atmosphäre unsere Spielerinnen weiterbringen.“

Schon im Vorfeld der Partie wurde im deutschen Lager eine Niederlage kalkuliert. „Ein Sieg gegen Serbien wäre ein absoluter Bonus“, hatte DBB-Sprecher Christoph Büker gegenüber der OP erklärt. „Im Normalfall sollte es eigentlich so sein, dass sie die Gruppe dominieren“. Trotz der herben Klatsche läuft die Mannschaft der Zielsetzung also noch nicht hinterher. Der zweite Platz in der Qualifikationsgruppe ist nach wie vor greifbar.

Ukraine siegt deutlich

Im zweiten Spiel der EM-Qualifikationsgruppe D fuhren die Ukrainerinnen mit 90:38 einen ungefährdeten Erfolg gegen Luxemburg ein. Die Ukraine ist der nächste Gegner der deutschen Auswahl. Anwurf ist am Mittwoch, 25. November, um 19 Uhr in der Georg-Gaßmann-Halle in Marburg. Bereits dann könnte sich zeigen, ob die deutschen Damen eine Chance auf einen der ersten beiden Plätze in ihrer Vierergruppe und damit die Teilnahme an den kontinentalen Titelkämpfen im Jahr 2017 in Tschechien haben.

„Die Niederlage in Serbien hätte natürlich nicht so deutlich sein müssen, doch das darf für den Mittwoch einfach keine Rolle spielen“, meint Büker. Auch der hohe Sieg der Ukrainerinnen sei keine Überraschung gewesen. An der Ausgangslage habe sich dementsprechend nichts geändert.

Eintrittskarten zu je 10 Euro (ermäßigt: 8 Euro) gibt es im Vorverkauf beim Welcome Hotel und an der Abendkasse.

Statistik

Viertel: 23:17, 25:12, 28:18, 24:10.

Deutschland: Bär 4 Punkte (4 Assists), Brunckhorst 6, Dzirma 3/1 Dreier, Fikiel 12/1 (9 Rebounds), Gaudermann, Greinacher 16 (5 Rebounds), Greunke, Koop, Mersch 8, Skuballa 2, Thimm 2, Wagner 4.

von Marcus Richter und Peter Gassner

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