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Özkul lässt den Aufsteiger jubeln

Fußball-Kreisoberliga Özkul lässt den Aufsteiger jubeln

Kreisoberliga-Neuling Hatzbach hat in Erksdorf knapp gewonnen - dank eines Tors zwei Minuten vor Schluss. Für den TSV war es eine unglückliche Niederlage nach zuletzt zwei Auswärtssiegen.

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Wer ist schneller? Hatzbachs Luis-Manuel Viegas (links) und Erksdorfs Falk Schäfer wollen an den Ball. Der SSV gewann das Nachbarschaftsduell beim TSV mit 3:2.

Quelle: Miriam Prüßner

Erksdorf. „Geil, geil, einfach nur geil!“ - mit diesen Worten stürmte Hatzbachs Spielertrainer Mike Kleinmann nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Eric Weigel den Platz. „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey, hey“, sangen die Spieler des SSV Hatzbach auf dem Rasen. Nur wenige Meter entfernt: Erschöpft und frustriert verließen die Akteure des TSV Erksdorf den Platz. Entsprechend war daher auch die Gemütslage bei Erksdorfs Sportlichen Leier Heiko Trier: „Wir produzieren einfach zu viele Standards“, analysierte Trier eine aus seiner Sicht unnötigen Niederlage im Stadtallendorfer Stadtteil-Derby. „Wir haben zweimal geführt, dann muss man so etwas einfach runterspielen“, hatte er den Fehler in den eigenen Reihen ausgemacht.

Die Platzherren machten in den ersten zehn Minuten eines fairen Derbys, in dem der Referee nur zweimal die Gelbe Karte zog, enorm Druck und setzten die Gäste in deren Hälfte fest. Einen Freistoß von Christopher Koziol lenkte Hatzbachs-Torwart Patrick Schein zur Ecke (2.). Nach einer Viertelstunde kamen die Gäste besser ins Spiel und gestalteten die Partie ausgeglichen. In der 17. Minute passte Dennie Losekam im Erksdorfer Strafraum auf Ümit Özkul, dessen Schuss TSV-Keeper Martin Merle zur Ecke abwehrte. Nach der Gelben Karte gegen Losekam (30.) wechselte Mike Kleinmann seinen Torjäger vorsorglich aus.

Führung durch Kopfball von Fabio Monaco

Mit einem Kopfball brachte Erksdorfs Torjäger Fabio Monaco seine Elf nach Flanke von Gian-Luca Sanzone in Führung (32.). Trotz der Lufthoheit der Gäste in der Abwehr kam Monaco zum Kopfball. Die Freude über das 1:0 bei den Hausherren dauerte allerdings nur drei Minuten. Mit einem Schuss aus zehn Metern traf der ehemalige Erksdorfer Patrick Kraft zum 1:1. Nach dem Wechsel spielte sich das Geschehen zunächst überwiegend im Mittelfeld ab, doch nach einem langen Ball von Daniel Marczoch in den Rücken der Gästeabwehr brachte Falk Schäfer die Gastgeber mit 2:1 in Führung (60.). Fünf Minuten später wurde ein Schuss von Falk Schäfer von Hatzbachs Abwehrspieler David Fitzke zur Ecke abgeblockt. Erksdorf war immer dann gefährlich, wenn die Elf über die Flügel spielte. In der Hatzbacher Innenverteidigung war Fitzke der überragende Spieler, er verlor fast keinen Zweikampf und tauchte bei Standards im gegnerischen Strafraum auf. „Wir haben es versäumt, den dritten Treffer nachzulegen“, meinte Trier nach dem Schlusspfiff.

In der 79. Minute kam der Ball im Erksdorfer Strafraum zu Gökhan Fidan, der mit einem trockenen Schuss aus zehn Metern das 2:2 erzielte (79.). Kurz vor der Einwechslung von Losekam sagte Mirco Kleinmann zu ihm: „Du gehst jetzt rein und machst das 3:2 für uns.“ Er schoss zwar nicht das Siegtor, dafür bereitete er es mustergültig vor: Im Zentrum behauptete er gegen gleich drei TSV-Spieler den Ball, bediente am rechten Strafraumeck Özkul, der mit einem Flachschuss ins lange Eck für das viel umjubelte 3:2 der Gäste sorgte.

von Lothar Reeber

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