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Nur am Reck hat KTV die Nase vorn

Kunstturnen, Bundesliga Nur am Reck hat KTV die Nase vorn

Die Hoffnungen, aus dem Saarland etwa einen Sieg mit nach Hause zu bringen, erfüllten sich nicht. Die favorisierte TG Saar revanchierte sich für die Niederlage im Kampf um Platz drei in der vergangenen Saison.

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Fabian Lotz musste mit seinen Mannschaftskollegen der KTV Obere Lahn bei der TG Saar eine Niederlage einstecken.

Quelle: Michael Hoffsteter

Dillingen. „Die TG Saar präsentierte sich stärker als letztes Jahr, und wir haben uns mit vier Absteigern am Seitpferd auch nicht gerade geschickt angestellt“, sagt Albert Wiemers, der Coach der Kunstturnvereinigung (KTV) Obere Lahn. Er sei sicher, das die TG am Ende der Ligawettkämpfe einen Platz ziemlich weit oben in der Tabelle belegen werde. Deshalb sei die Niederlage kein Grund für sein Team, die Köpfe hängen zu lassen.

„Wir haben Fabian Hambüchen verloren, und die Lücke, die er hinterlassen hat, ist nur sehr schwer zu schließen“, betonte Wiemers. Dass sein Team am Reck schließlich noch Gerätepunkte geholt hat, sei Grund, die kommenden Aufgabe mit Zuversicht und Hoffnung anzugehen.

"Kleiner Erfolg" wichtig für Motivation

„Dieser kleine Erfolg ist auch für die Motivation der Gruppe wichtig.“ Denn am kommenden Wochenende gastiert der TV Straubenhart in der Biedenkopfer Halle. „Das ist wieder ein dicker Brocken. Aber wir rechnen damit, dass am 2. Mai ab 18 Uhr die Fans geschlossen hinter uns stehen.“ Dann werden auch Neuzugang Nick Klessing und der von einer Schulterverletzung genesene Jakob Paulicks im Team sein.

In der Halle in Dillingen boten die Schützlinge von Wiemers am Boden zunächst einen „ordentlichen“ (Wiemers) Wettkampf. Bis auf einen kleinen Fehler von Felix Wiemers auf der Schlussbahn sei ansonsten alles erwartungsgemäß und somit positiv gelaufen.

Einen guten Eindruck hinterließen Neuzugang Lasse Gauch, sein Bruder Thore und Waldemar Schiller. Allerdings dominierten die Gastgeber, die immerhin den amtierenden Europameister im Mehrkampf und am Barren, Oleg Verniaiev, in ihren Reihen haben.

Stimmungstief am Seitpferd

Am Seitpferd folgte dann der Einbruch der Gäste. Andrey Likhovitskiy (zweimal), Fabian Lotz und Sebastian Quensell mussten das Gerät verlassen. Eigentlich sei man zuversichtlich gewesen, gerade an diesem Gerät zu punkten. „Doch so haben wir den Gastgebern die vorentscheidende Steilvorlage gegeben und uns in ein Stimmungstief befördert“, sagt Wiemers.

An den Ringen erlaubte sich die KTV keine besonderen Fehler, hatte laut Wiemers jedoch den Nachteil, mit den Übungen jeweils beginnen zu müssen, sodass die TG Saar immer kontern konnte.

Im Sprung gab es gegen die in dieser Disziplin „beste Mannschaft der Liga“ wie erwartet nichts zu ernten. Lediglich Lasse Gauch und Jasper Vennemann zeigten bei der KTV eine solide Leistung.

"Nicht weit entfernt" am Barren

Am Barren hatten die Gäste wieder Hoffnung geschöpft, als auch Verniaiev auf Seiten der Gastgeber Schwächen offenbarte und Likhovistkiy für die KTV glänzend dagegen hielt. Nach ausgeglichenem Kampf mussten die Gäste die knappe Niederlage hinnehmen. „So weit waren wir von der TG Saar nicht entfernt“, sagt Wiemers.

Zum guten Schluss zollte der KTV-Trainer seinen Athleten noch ein großes Lob. „Am Reck lief es klasse. Alle vier Turner (Likhovitskiy, Lotz, Thore und Lasse Gauch) haben ihre Übungen bravourös abgespult. Thore Gauch behielt die Nerven, als er gegen den Europameister den Vorsprung seines Teams, wenn auch knapp, behaupten konnte.

Für die KTV Obere Lahn turnten: Andrey Likhovitskiy, Waldemar Schiller, Fabian Lotz, Lasse Gauch, Thore Gauch, Felix Wiemers, Jasper Vennermann und Sebastian Quensell.

von Bodo Ganswindt

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