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Lokalsport Noemi Ristau belegt Platz fünf
Sport Lokalsport Noemi Ristau belegt Platz fünf
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11:46 13.03.2018
Archivbild: Noemi Ristau am Sonntag beim Abfahrtsrennen. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand / dpa
Pyeongchang

Das Warten auf die ersehnte Medaille geht weiter. Zum Auftakt der Paralympics war das Marburger Duo Noemi Ristau und Lucien Gerkau nah dran. Nach der Enttäuschung im Super-G gab die Leistung in der Super-Kombination am Dienstag aber für die letzten beiden Wettbewerbe Anlass zur Hoffnung, dass es beim paralympischen Debüt doch noch etwas wird mit einer Podiumsplatzierung.

Wie schon bei den beiden Speed-Disziplinen war Henrieta Farkasova auch in der Kombination aus Super-G und Slalom nicht zu schlagen. Die Slowakin holte in Südkorea ihre dritte Goldmedaille, es war die achte ihrer Karriere. Allerdings hat Farkasova auch den Vorteil, mehr zu sehen als ihre Konkurrenz. Während die Restsehkraft der Slowakin etwa zehn Prozent beträgt, liegt die für die SF BG Marburg und SSG Blista startende Ristau bei etwa zwei Prozent.

In der Super-Kombination hatte die 26-Jährige zusammen mit Gerkau, der als Guide ein paar Meter vorausfährt und über ein Headset Anweisungen gibt, nach der ersten Disziplin einen großen Rückstand angesammelt. Zu groß, um noch einmal in den Kampf um die Medaillen eingreifen zu können. Fünfte waren Ristau/Gerkau nach dem Super-G, 1,52 Sekunden hinter der Drittplatzierten, Millie Knight aus Großbritannien. Menna Fitzpatrick lag mit mehr als dreieinhalb Sekunden Vorsprung auf dem Silberrang, Farkasova war als Führende (1:29,84 Min.) mehr als fünf Sekunden schneller als Ristau.

Größte Chancen auf Medaille im Slalom

Im Slalom fuhr das Marburger Duo dann auf Angriff – allerdings war Melissa Perrine sogar noch besser. Lag die Australierin nach dem Super-G noch 0,35 Sekunden hinter Ristau, legte sie im Slalom einen ganz starken Auftritt hin. 55,32 Sekunden war die Zeit, an die keiner mehr herankommen sollte. Perrine schob sich von Platz sechs noch auf den Bronzerang vor, verdrängte Knight, Ristau und die Belgierin Eleonor Sana, die von Platz vier auf Platz sieben zurückfiel. Es gewann Farkasova mit 1,28 Sekunden Vorsprung vor Fitzpatrick.

Ristau und Gerkau schafften die viertbeste Laufzeit im Slalom (58,02 Sek.), eine halbe Sekunde hinter Fitzpatrick und nur 0,14 Sekunden hinter Farkasova. Damit blieben die Marburger auf Platz fünf.
Aufgrund der Wettervorhersage in Pyeongchang ist der Zeitplan bei den Alpin-Wettbewerben angepasst worden. Bereits am Mittwoch (1.30 und 6 Uhr/ARD) findet der Riesenslalom statt, am Donnerstag (1.30 und 4.30 Uhr/ARD) steht als letzte Disziplin der Slalom an, wo sich Ristau und Gerkau die größten Chancen auf eine Medaille ausrechnen.

von Holger Schmidt