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Noch besteht minimale Chance auf den Aufstieg

Fußball, Gruppenliga Noch besteht minimale Chance auf den Aufstieg

Der Aufsteiger geht als Vierter in die Restrunde und kann im Aufstiegskampf mitmischen. Dafür sind jedoch weniger Verletzungspech und vor allem mehr Heimsiege vonnöten.

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Mit dem nach einer Verletzungspause wiedergenesenen Bujar Ternava (rechts) – hier im Spiel gegen Anrew Iyasere von Eintracht Wetzlar – geht der VfB Marburg in die Restrunde. Foto: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Die Chance ist klein, aber sie existiert. Hinsichtlich des Aufstiegs spricht Thomas Schick, Cheftrainer und sportlicher Leiter des VfB, von einer „Minimalchance“. Der Aufstieg in die Verbandsliga Mitte würde für die Marburger den zweiten Aufstieg hintereinander bedeuten.

Nach 18 Spielen haben die „Schimmelreiter 28 Punkte auf dem Konto und liegen somit vier Zähler hinter dem Relegationsplatz und sieben hinter einem direkten Aufstiegsplatz. 15 Punkte holte der VfB aus zehn Heimspielen - nicht genug. Das weiß auch Thomas Schick, der das Traineramt im November vom aus privaten Gründen zurückgetretenen Peter Starostzik übernahm: „Zu Hause haben wir uns manchmal schwer getan und einige Punkte abgegeben. Das ist enttäuschend.“

Um seine Doppelrolle beim VfB besser zu meistern, holte sich Schick in der Winterpause Verstärkung. Swen Bulut, laut Schick „ein absoluter Fachmann“, heuerte als Co-Trainer bei den „Schimmelreitern“ an. Der Gießener trainierte zuletzt im Nachwuchsleistungs­zentrum der TSG Wieseck.

Wie bei allen anderen heimischen Vereinen schlug das Verletzungspech auch in Marburg mehrmals zu. Vor allem Offensivkraft Daniel Beck und Abwehrchef Dominik Zeller traf es hart. Beide mussten monatelang pausieren. Weitere Ausfälle ließen die Personaldecke im November hauchdünn werden. Der VfB musste reagieren. „Wir hatten Engpässe und sind dementsprechend auf dem Spielermarkt aktiv geworden“, erklärt Schick.

Ahmet Marankoz stürmt jetzt für den VfB

Mit Ahmet Marankoz haben die „Schimmelreiter“ einen Spieler mit Hessenliga-Erfahrung verpflichtet. Der 28-Jährige ging mehrere Jahre für Eintracht Stadtallendorf auf Torejagd. In vier Testspieleinsätzen erzielte er vier Treffer. Allerdings wird er aufgrund einer Sperre, die vom Sportgericht des Fußballkreises Marburg gegen ihn verhängt wurde (die OP berichtete), erst im dritten Spiel nach der Winterpause zur Verfügung stehen. Auch Abwehrspieler Benedikt Grzyb, die zweite Neuverpflichtung, erhielt in den Vorbereitungsspielen viel Spielpraxis. Der einzige Abgang war Maximilian Schall, der den Verein in Richtung des A-Ligisten Hatzbach verließ.

Das VfB-Lazarett hat sich inzwischen ein wenig gelichtet. Zeller und Beck sind wieder einsatzbereit. Auch Kapitän Bujar Ternava ist wieder genesen. Aus dem Vollen schöpfen kann Schick allerdings nicht: „Zum Auftakt werden immer noch drei oder vier Spieler fehlen.“ Darunter fällt auch André Neumann, der dritte Neuzugang, der aufgrund von Verletzungsproblemen kein einziges Testspiel absolvierte. Ebenso Mittelfeldmann Simeon Schmidt, dessen Rückkehr in dieser Saison laut Schick „sehr fraglich“ ist.

Eine Nebenwirkung der Verletzungssorgen war, dass Nachwuchsspieler wie Hasan Naziyok, Fabian Schmidt, Marcel Schmitt und Perry Ofori, allesamt jünger als 20 Jahre, Spielpraxis sammeln konnten. Vor allem Schmidt wusste zu überzeugen. Ebenso Ofori, ein groß gewachsener Abwehrspieler mit guter Technik.

„Die Entwicklung unserer jungen Spieler ist sehr erfreulich“, kommentiert Schick.

Bisherige Testspiele: 2:1 gegen FSV Fernwald, 5:2 gegen FC Ederbergland, 3:3 gegen FV Breidenbach, 2:2 gegen SSV Frohnhausen.

Gruppenliga-Auftaktprogramm: 5. März beim TSV Bicken, 12. März bei Eintracht Wetzlar.

von Benjamin Kaiser

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