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Nicht alle Hoffnungen erfüllen sich

Frankfurt-Marathon Nicht alle Hoffnungen erfüllen sich

Besser konnten die Bedingungen beim 34. Frankfurt Marathon für die gemeldeten 14600 Starter aus 104 Nationen und für die 450000 Zuschauer nicht sein. 11122 Läufer erreichten das Ziel.

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Oliver Hoffmann (TSV Kirchhain) grünes Hemd verfehlte die angestrebte persönliche Bestzeit, wurde aber Hessenmeister in der W30. Foto: Helmut Schaake

Frankfurt. Ganz im Zeichen der deutschen und auch der hessischen Titelkämpfe stand dabei auch der internationale Marathon, der am Ende mit den Glanzzeiten und dem deutschen Rekord des Vierten, Arne Gabius (LT Haspa Marathon Hamburg), in 2:08:33 Stunden und bei den Frauen durch Lisa Hahner (Run2Sky) - Sechste in 2:28:39 Stunden - Laufgeschichte schrieb. Seiner Favoritenrolle gerecht wurde bei den integrierten Hessenmeisterschaften Ybekal Daniel Berye (PSV Grün-Weiß Kassel), der sich den Titel nach 2:19:43 Stunden (Platz vier in der Wertung der deutschen Meisterschaften) sicherte. Bei den Frauen überzeugte Tinka Uphoff ( Spiridon Frankfurt ) mit neuer Bestzeit von 2:42:06 Stunden.

Aus heimischer Sicht standen am Ende bei den integrierten Hessenmeisterschaften nach hartem Kampf gleich mehrere auf dem Siegerpodest. Schnellster war dabei der Roßdorfer Oliver Hoffmann (TSV Kirchhain), der sich viel vorgenommen und im Vorfeld mit einem sechswöchigen Trainingslager in den USA und in Kenia viel investiert hatte. Er wollte unbedingt seine 2012 in München gelaufene Bestzeit von 2:23:59 Stunden unterbieten.

Gesund und ohne Verletzung ging der 31-Jährige an den Start, und die Zwischenzeiten deuteten auf eine Endzeit von deutlich unter 2:20 Stunden hin. Die Halbmarathonmarke durchlief er in persönlicher Bestzeit von 1:08:26 Stunden.

Doch abgerechnet wird beim Marathon erst jenseits der 35-Kilometer-Marke, und da musste Oliver Hoffmann doch seinem zu schnellen Anfangstempo mächtig Tribut zollen. Der gefürchtete „Hammermann“ kam und mit ihm das „Sterben in Raten“, und sichtlich gezeichnet erreichte Oliver Hoffmann schwankend nach 2:25:01 Stunden den roten Teppich in der Festhalle.

Nach gut einer Stunde zeigte er sich in der Festhalle aber wieder etwas erholt und meinte, während er auf die Siegerehrung wartete, in einem ersten Resümee: „Ich bin nicht, wie befürchtet, ins Krankenhaus gefahren worden, aber es ging mir schlecht. Natürlich wollte ich schneller laufen und mir ein schönes Geburtstagsgeschenk machen, doch wenigstens nehme ich eine Halbmarathonbestzeit mit.“ Er stand außerdem als M30-Hessenmeister auf dem Podest.

Seinen Vorjahreserfolg konnte als zweitbester heimischer Marathoni der 43-jährige Rosenthaler Arzt Dr. Markus Schraub als 11. in Hessen und Seniorensieger der Altersklasse M40 nach 2:42:09 Stunden in eindrucksvoller Weise wiederholen. „Ich habe mich wie immer akribisch mit langen Dauerläufen vorbereitet, doch leider musste ich viel Zeit auf der Toilette verbringen, sonst wäre ich auch unter der 2:40-Stunden-Grenze geblieben.“

Um starke 10 Minuten verbesserte sich Neuzugang Dirk Alexander (USC Marburg), der sich nur zwei Plätze dahinter nach 2:42:35 Stunden über den dritten Platz in der M30 in Hessen freuen konnte. Schnell unterwegs war Benjamin Huber (VfL Neustadt). Er belegte in neuer Bestzeit von 2:49:42 Stunden Platz 34 in der Hessenwertung.

Altersklassensiege gab es in der Seniorenklasse M60 durch Thilo Strack (TSV Cappel) auf Platz 91 nach 3:15:56 Stunden. In der M65 freute sich Dr. Günther Scheibehenne (STC Hommertshausen) über Platz 2 in 3:25:12 Stunden. Ohne HLV-Startpass und nicht für die Landesmeisterschaft gemeldet, aber schnell unterwegs war Daniel Schäfer (SV Emsdorf) auf Platz 632 mit 2:55:12 Stunden.

Im letzten Jahr lief Anna Reuter, die Ex-Wallauerin im Trikot des PSV GW Kassel, bei ihrem ersten Anlauf über die Marathondistanz mit Magenkrämpfen 3:08:02 Stunden. In diesem Jahr zeigten die 10-Kilometer-Vorleistungen schon an, dass die kleine zierliche Läuferin die magische Drei-Stunden-Marke würde unterbieten können. Nach 2:57:20 Stunden und als dritte Hessin war dementsprechend der Jubel in der Messehalle groß. „Das Rennen lief sehr gut und gleichmäßig erst ab 38 Kilometer bekam ich schwere Beine und konnte das Tempo nicht mehr halten.“

Nicht ganz die vorgenommene Zeit konnte Ultralangstrecklerin Antje Krause (USC Marburg) erreichen. Nachdem sie bei Streckenhälfte mit 1:34:23 noch auf 3:10-Stunden-Kurs lag, verlor sie auf der zweiten Hälfte doch wertvolle Minuten und erreichte nach 3:12:36 Stunden als zehnte Hessin und Zweite der Altersklasse W40 das Ziel.

Im vergangenen Jahr freute sich Kim Mess (SF Blau-Gelb Marburg) noch über 3:09:22 Stunden und Platz 3 in der W40, doch in diesem Jahr wirkte sie aber schon im Vorfeld ausgebrannt, was sich auch mit 3:18:35 Stunden und Platz vier in der W40 widerspiegelte.

von Helmut Schaake

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