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Neues Duell der alten Weggefährten

German Football League Neues Duell der alten Weggefährten

Mit einem Sieg bei den Schwäbisch Hall Unicorns wollen die Marburg Mercenaries wieder ein positives Punkteverhältniserreichen

Marburg. Die gemeinsame sportliche Historie der Schwäbisch Hall Unicorns und Marburg Mercenaries ist lang. Kreuzte man zunächst noch jahrelang in der damaligen 2. Bundesliga die Klingen, legten die Haller im Jahre 2000 mit dem Aufstieg in die German Football League (GFL) vor, ehe die Hessen 2003 nachzogen.

Nunmehr verlagerte sich das Duell in die „Beletage“ des deutschen Footballs, wobei die Mercenaries ab 2004 oftmals die bessere Bilanz aufweisen konnten, bevor die Unicorns spätestens mit dem Meistertitel 2011 zum Maß aller Dinge in der Südgruppe wurden.

Zwar begann diese Saison für die Mannschaft von Trainer-Urgestein Siggi Gehrke mit der Niederlage gegen Giovannie Dixon und seine Saarland Hurricanes etwas holprig, jedoch lässt man sich davon im Lager der Mercenaries nicht wirklich blenden. „Hall bleibt der Gradmesser. Zwar scheint es derzeit so, dass die GFL-Süd dieses Jahr recht eng beieinander liegt, allerdings sehe ich bei den Unicorns noch immer das meiste Potenzial“, so Marburgs Head Coach Matthias Dalwig, der indes gleich hinterherschiebt, dass der amtierende Südmeister keinesfalls als unschlagbar anzusehen ist. „Das wir sie schlagen können, haben wir ja schließlich im vergangenen Jahr bereits bewiesen.“ Die „Söldner“ haben sich inzwischen von der knappen, recht unglücklichen Niederlage in Stuttgart erholt. „Solche Spiele passieren halt, und ehrlich gesagt, gab es auch genug Positives aus der Partie mitzunehmen. Die Richtung stimmt, und wir müssen einfach konzentriert weiterarbeiten“, bilanziert auch Marburgs Defensive Coordinator Sergei Schmidt, dessen Formation am Wochenende wohl vor allem durch den Pass getestet wird. „Durch den US-Import Sims - wenn er denn spielt - ist das Laufspiel zwar gefährlicher geworden, aber traditionell setzt Hall eher auf den Pass, was bei der Ansammlung an qualitativ guten Receivern auch nicht wirklich verwundert.“

In diesem „Receiving Corps“ tummelt sich seit dieser Spielzeit auch Rocky Ciasulli, der auf zwei erfolgreiche Jahre im Dress der Lahnstädter zurückblicken kann. Eigentlich als Defensive Back vorgesehen, sorgt die Verletzungsmisere im Kader der Haller dafür, dass der Mann aus Kalifornien nunmehr doch wieder primär seine angestammte Position bekleiden darf.

Auf der anderen Seite des Balles spielen mit Okan Kilic and Daniel McCray ebenfalls zwei Akteure, die in der Saison 2010 das Trikot der „Söldner“ trugen. Verstärkung erhielt kürzlich noch einmal die Defense der Unicorns in Person von Eddie Rascon. Dieser kommt von der Universität Missouri S&T und soll wohl die Defensive Line mit zusätzlich „Beef“ versorgen.

Marburg selbst kann nach Ablauf der Sperre wieder auf Defensive Back Paolo Montalbano bauen. Fehlen wird hingegen Offenisve Guard Jan Bouaraba, der sich erneut schwerer am Knie verletzte und wohl für geraume Zeit ausfallen wird.

Quarterback Micah Brown indes will sich damit nicht lange aufhalten: „In einer Saison wird man immer mal wieder Verletzungen kompensieren müssen, jedoch gibt uns dies auch die Möglichkeit, neue Leute auszuprobieren. So ist der Football. Lamentieren bringt da nichts.“

Kick-off der Partie ist am Samstag um 17 Uhr im Hagenbach Stadion in Schwäbisch Hall.

von Arik T. Bredendiek

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